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Donnerstag, 5. Januar 2012

Spike-Verbot in Göteborg

Bisher gibt es in Göteborg nur auf zwei Straßen ein Verbot für Spikereifen und dies wurde ausführlich in der Presse besprochen und an den beiden Straßen durch neue Verkehrszeichen deutlich gemacht. Auch wenn die Polizei die Einhaltung der Bestimmung nur sehr selten überwacht, so stellte sie gestern während einer Stunde fest, dass 60 Autos trotz Verbot und anderer Fahrmöglichkeiten eine der beiden Straßen mit Spikes befahren haben.

Jeder der Verkehrssünder bekam einen Strafzettel über 1000 Kronen in die Hände gedrückt, wobei die Mehrheit der angehaltenen Autofahrer auch zugab das Verbot zu kennen, wobei sie die Regelung jedoch für unsinnig oder gefährlich halten und daher nichts an ihrem Fahrverhalten und der Benutzung von Spikes in der Stadt ändern wollen. Was dabei nicht sonderlich verwunderlich ist, ist die Tatsache, dass die Polizei bei einem großen Teil der Spikefahrer auch gleichzeitig andere Verkehrsvergehen feststellen konnte.

Was sich nach der Verkehrskontrolle auch durch Leserbriefe an die lokale Tageszeitung GP zeigte, war, dass sich Autofahrer, die auf Spikes bestehen, sich nicht im geringsten um Umweltschutz oder die gesundheitlichen Probleme der Bewohner Göteborgs kümmern, sondern diejenigen, die das Verbot der Spikereifen auf zwei Straßen verfechten, für inkompetent halten. Erstaunlich dabei ist zudem, dass in Göteborg bisher weder Schnee noch Eis zu finden sind.

Herbert Kårlin

Montag, 17. Januar 2011

Spikeverbot in Göteborg ohne Wirkung

Seit dem 1. Oktober 2010 gilt auf zwei Straßen Göteborgs ein Verbot für Spikereifen, was auch durch neue Verkehrsschilder sehr deutlich zu sehen ist. Das Verbot der Spikereifen auf beiden Straßen beruht auf der hohen Feinstaubbelastung der Anwohner, die hier über der Norm liegt.

Seit dem Verbot der Dubbdäck (Spikereifen) hat sich jedoch für die Anwohner der beiden Straßen nichts geändert, denn auch weiterhin kann jedes Fahrzeug, auch mit den verbotenen Reifen, dort verkehren, da sich die Mehrheit der Autofahrer, ohne polizeiliche Überwachung und Strafe, sehr wenig um die Gesundheit anderer kümmern und Kontrollen nicht stattfinden.

Dass sich für die Anwohner nichts änderte, liegt indes ausschließlich an der Verkehrspolizei Göteborgs, die während der letzten Monate nicht ein einziges Mal die Einhaltung des Spikeverbots kontrollierte, da Vergehen wegen Spikereifen (und Fragen der Gesundheit) keine prioritäre Aufgabe der Verkehrsüberwachung sind.

Herbert Kårlin