Posts mit dem Label Villa werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Villa werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 13. Januar 2014

Wohnungen in Göteborg werden erneut teurer

Wie in ganz Schweden, so wird der zweite Sonntag eines Jahres auch in Göteborg als der Besichtigungstag von Wohnungen bezeichnet in dem die Immobilienmakler ihre Produkte an den Mann oder die Frau bringen wollen. In der Regel ist dieser Tag daher einer der wichtigsten Tage eines Jahres um seine Villa oder sein Bostadsrätt zu finden, zumal man an diesem Sonntag mehrere Projekte hintereinander besichtigen kann.

In Göteborg zeichnete sich dies vor allem dadurch aus, dass weitaus weniger Besichtigungen angeboten waren als in anderen Jahren, da die Bautätigkeit sehr langsam von sich geht und wenige Neubauten zu finden sind. Einer steigenden Nachfrage stehen immer weniger Objekte zur Verfügung. Dieser Nachteil bewirkte dann jedoch auch, dass die Preise für Häuser und Bostadsrätter erneut bedeutend nach oben gingen, da bei der hohen Wohnungsnot und den gegenwärtig geringen Zinsen jedes Projekt verkauft werden kann.

Der Nachteil bei dieser Situation ist lediglich, dass die Käufer von heute bereits bald sehr viel Geld verlieren können, denn der Preis der angebotenen Wohnräume liegt schon heute weit über dem tatsächlichen Wert. Sobald daher mehr gebaut wird, so werden die Preise teilweise ins Bodenlose fallen und ein Käufer muss mit starken Verlusten und extrem hohen Zinsen, verglichen zum Wert der Objekte, rechnen. Aber auch wenn alle Wirtschaftsfachkräfte bereits vor diesem Effekt warnen, so fand auch gestern jedes Objekt zahlreiche ernsthafte Interessenten.

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 3. September 2013

Baustopp in Göteborg weil Bürger klagen

Gegenwärtig können in Göteborg 2400 Wohnungen nicht gebaut werden, weil Anwohner oder andere Betroffenen die Baugenehmigung der Stadt vor die Gerichte brachten und durch Klagen den Bau verhindern. Besonders betroffen davon sind Bauprojekte in den sogenannten „besseren“ Vororten Göteborgs, da die Villenbesitzer keine dreistöckigen Wohngaragen neben ihren Grundstücken sehen wollen, sondern auf den Villencharakter der Umgebung pochen.

Die Stadt gibt nun diesen Baustopps einen großen Teil der Schuld daran, dass die Wohnungsnot in Göteborg immer größer wird, obwohl es sich bei den geplanten Bauten nahezu ausschließlich um Wohnungen nach Bostadsrätt handelt bei denen die Käufer der Anteile erst einmal mindestens fünf Millionen Kronen benötigen um einziehen zu können und dann monatlich weitere 6000 bis 8000 Kronen aufbringen müssen um ihr Wohnrecht zu behalten, der Mangel an Wohnungen jedoch überwiegend Mietwohnungen betrifft.

Auch wenn die Klagen der Bewohner einen Bau, wenn auch nicht immer verhindern, so doch um zwei bis zehn Jahre verzögern können, so sieht Göteborg das tatsächliche Problem nicht daran, dass, wie bereits in den 60er Jahren, gebaut wird wo man die nötigen Quadratmeter findet ohne sich irgendwie um einen Gesamtplan einer Gegend zu kümmern oder den tatsächlichen Bedarf zu beachten. Nachdem es in Göteborg immer mehr Arbeitsplätze gibt bei denen man pro Stunde 75 bis 90 Kronen brutto erhält, also netto weniger als 9000 Kronen überwiesen bekommt, so benötigt man auch Wohnungen für diese Schicht.

Herbert Kårlin