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Donnerstag, 3. Juli 2014

In zwei Stunden von Göteborg nach Stockholm

De politische Woche in Almedalen entwickelt sich mit jedem Tag mehr zu einem Forum in dem sich die politischen Parteien mit ihren Versprechen überbieten ohne zu überlegen ob auch nur eines der Versprechen gehalten werden kann und wie diese Versprechen finanziert werden können. Während früher oppositionelle Parteien kritisiert wurden um ihre leeren Worte aufzudecken, greifen dieses Jahre alle Parteien zum Diebstahl der früheren geäußerten Ideen der „Konkurrenten“.

So kommen die vier Parteien der aktuellen Regierungskoalition am Tag der Grünen mit einer ihrer grünen Satzungen und versprechen einen Hochgeschwindigkeitszug zwischen Göteborg und Stockholm und zwischen Malmö und Stockholm, eine Satzung, die die Kleinigkeit von 140 Milliarden Kronen kosten wird und die Reisenden vom Flugzeug zur Schiene locken soll., eine Satzung, die die Moderaterna (Moderaten) noch vor kurzem als Utopie der Sozialdemokraten (Socialdemokraterna) betrachteten.

Bei der Finanzierung des Projekts denkt die Regierungsallianz an eine neue Infrastruktursteuer, Einsparungen in anderen Bereichen und sie wirft vor allem einen Blick auf die Citymaut in Göteborg, obwohl diese Einnahmen für das Infrastrukturpaket der Stadt gedacht sind. Aber die Regierung muss natürlich bei ihrer Idee bereits einen Hintergedanken haben, dass nämlich die Citymaut in Göteborg und Stockholm angehoben werden kann und als Dauereinrichtung für künftige staatliche Projekte gedacht ist, eine Idee, die nun die Göteborger Politikern ihren Bürgern verkaufen müssen.

Copyright: Herbert Kårlin

Way Out West, Musik in Göteborg Göteborger Kulturfestival 2013

Samstag, 28. Juni 2014

Der öffentliche Verkehr in Göteborg wird ausgebaut

Nach Informationen von Västtrafik wird das regionale Unternehmen in Zukunft jährlich 124 Millionen Kronen in einen ausgedehnten Verkehr investieren, auch wenn die zusätzlichen Einnahmen voraussichtlich nur bei 29 Millionen Kronen liegen werden und der Rest auf andere Weise finanziert werden muss, unter anderem durch höhere Fahrpreise. Von den Verbesserungen tatsächlich betroffen ist allerdings nur eine relativ kleine Schicht der Bewohner Göteborgs und die Prognosen bauen auf die Voraussage, dass bei mehr Verkehrsmitteln auch mehr Personen dazu greifen werden.


In erster Linie werden die Pendelzuverbindungen zwischen Göteborg und Vänersborg , Göteborg und Åmål  und von Uddevalla nach Borås ausgebaut, was allerdings nicht bedeutet, dass dort ab 2015 mehr Züge eingesetzt werden können, sondern nur, dass die vorhandenen Züge einige zusätzliche Waggons erhalten. Auf Grund der zahlreichen Probleme auf diesen Strecken wird sich daher nur eine Kleinigkeit ändern, da Västtrafik nicht für die Wartung der Strecken verantwortlich ist, die Verspätungen und Zugausfälle also auch in Zukunft von den Passagieren eingerechnet werden müssen.

Der Verkehr innerhalb Göteborgs soll vor allem während der rush hours ausgebaut werden, wobei die größte Veränderung dabei sein wird, dass eine neue Straßenbahnstrecke geöffnet wird, allerdings ohne zusätzliche Linie, denn es werden zwei bereits vorhandene Linien eine neue Strecke nehmen, was wiederum bedeutet, dass mehr Passagiere als bisher umsteigen müssen und damit auch mit einer längeren Fahrzeit rechnen müssen. Als große Änderung nennt Västtrafik auch, dass eine sehr frequentierte Haltestelle ab kommendem Sommer verlegt wird, da man das zukünftige Reisezentrum Skeppsbron auslasten will.

Copyright: Herbert Kårlin