Donnerstag, 5. August 2010

Vogelschwund an der Küste vor Göteborg

Das bedeutende Bootsleben, immer schnellere Boote und veränderte Lebensbedingungen bedrohen die Vogelwelt vor der Küste Göteborgs. Während einige Möwenarten immer weiter in das Landesinnere vordringen können und ihre Nester auch in Wohngebieten errichten, sind andere Vogelarten nun seit Jahren im Rückgang.

Der Bestand an Eiderenten ist sowohl von der touristischen Aktivität als auch der veränderten Nahrungssituation bedroht, da diese Vögel im Sommer ihre Federn wechseln und daher sehr träge sind, also schnellen Booten auch nicht ausweichen können. Zum anderen ernähren sich Jungvögel von Tieren, die am Boden von küstennahem Wasser leben, die jedoch von der Ausbreitung verschiedener Algenarten verdrängt werden.

Eine ähnliche Situation kann man bei Schwänen beobachten, die zudem auf Brackwasser angewiesen sind. Beide Vogelarten nisten auf Grund dieser Situation immer seltener und nur wenige ihrer Jungen werden je erwachsen. Diese veränderte Situation an der Küste Göteborgs erlaubt es nun Kanadagänsen sich weiter auszubreiten, was für das Küstengebiet mit Sicherheit nicht den bisherige Artenreichtum gewährleistet.

Herbert Kårlin

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