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Donnerstag, 19. September 2013

Göteborg will keine weiteren Bootsplätze einrichten

Obwohl Göteborg zu den sieben Gemeinden Schwedens gehört in denen man zwischen fünf und zehn Jahre auf einen eigenen Anlegeplatz für sein Freizeitboot warten muss und damit bei Anlegestellen die gleiche Politik verfolgt wie beim Wohnungsbau, was bedeutet, dass die Preise in guten Lagen nur noch für eine kleine Schicht an Bürgern erschwinglich ist, will der linke Flügel des Stadtrats nun keinerlei Häfen für Freizeitboote mehr bauen.


Als Grund für diese Politik nennt die Stadt, dass Boothersteller in ganz Schweden Absatzprobleme haben und daher der Bedarf sinken wird, aber auch, dass in Westschweden einige private Bootshäfen in Konkurs gingen, also der Bau von neuen Häfen daher sinnlos sei. Die Stadträte vergessen jedoch dabei, dass die Nachfrage weiterhin steigt, die Bootsbesitzer lediglich zu billigeren Booten aus anderen Ländern greifen und nur jene Häfen in Konkurs gingen, die zu klein waren um immer neuen Umweltforderungen gerecht werden zu können.

Nach dem linken Flügel des Stadtrats ist es auch nicht die Nachfrage, die den Markt steuern kann, sondern die Frage, ob ein Hafen auch rentable sein wird, was als Aussage etwas verwirrt, da der Bauherr in diesem Fall die Stadt mit einem ihrer Subunternehmen ist, die das Bootsleben als wichtige Freizeitaktivität betrachten, also der Gewinn nicht an erster Stelle stehen sollte. Die Stadt verfügt gegenwärtig, gemeinsam mit drei Randgemeinden, über 7200 Bootsplätze, was 40 Prozent des gesamten Marktes entspricht.

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 13. Juni 2012

Keine freien Bootsplätze in Göteborg

Noch im Januar vorigen Jahres versprach Göteborg demnächst 2000 neue Bootsliegeplätze zu schaffen, damit mehr Bewohner der Stadt ihre Ferien und ihre Wochenenden auf dem Wasser verbringen können. Vor nur 18 Monaten waren die Wartezeiten auf eine feste Anlegestelle bei sieben Jahren, ohne eventuelle neue Häfen einzubeziehen. Da jedoch die Liebhaber der See immer größere Boote kaufen und die versprochenen Bootsplätze nicht gebaut wurden, muss man bei einem Boot von ab 10 Meter Länge nun bereits bis zu zu 15 Jahre auf einen Bootsplatz warten.

Erstaunlich ist dabei, dass Grefab, das städtische Unternehmen, das gegenwärtig über rund 7300 Bootsplätze in Göteborg verfügt, nun erklärt, dass in Göteborg und seiner Umgebung keine Plätze mehr für neue Freizeithäfen vorhanden sind. Da man jedoch tausende von Plätzen benötigen würde, sind die 120 neuen Bootsliegeplätze in Eriksberg nur ein Tropfen auf den heißen Stein und neue Bootsbesitzer werden auf Jahre hinaus vertröstet, denn Pläne für weitere Freizeithäfen werden bei Grefab nun plötzlich nicht mehr gemacht.

Die Alternative ist natürlich sich ein Motorboot von unter acht Metern Länge zu kaufen, was bedeutet, dass man Enge lieben muss, wenn man vier Wochen auf See verbringen will, denn in diesem Fall kann man nahezu unmittelbar selbst im Zentrum der Stadt noch einen Bootsplatz bekommen. Dort, wo sich allerdings das sommerliche Bootsleben abspielt und die Freizeithäfen über jeden Komfort verfügen, dort findet man auch für sein kleines Boot keinen Platz, es sei denn, man kauft ein gebrauchtes Boot und benutzt den Bootsplatz des Vorgängers.

Herbert Kårlin
 

Freitag, 31. Dezember 2010

Umweltpolitik im Göteborger Hafen

Kurz nach Jahreswechsel beginnt der Göteborger Hafen mit der Installation von elektrischen Anschlüssen für Boote, was dazu führen soll, dass in Zukunft etwa 30 % der Schiffe ihre Dieselmotoren abstellen können, so lange sie am Kai liegen. Diese Maßnahme wird die Umweltverschmutzung in Göteborg erheblich reduzieren.

Göteborg wird mit diesen Umbauarbeiten einer der wenigen Welthäfen sein, die bei Schifffahrt auf Umweltschutz setzen. Die Kosten für die Arbeiten werden auf 13 Millionen Kronen geschätzt, wobei das Hauptproblem die Installation eines Umspannwerkes ist, da die Hilfsmotoren der Schiffe nicht die in Schweden übliche Frequenz benötigen.

Die stufenweise Umrüstung auf Strombetrieb reduziert jedoch nicht nur die Umweltverschmutzung sondern auch die Lärmbelästigung im ganzen Gebiet, da Elektromotoren, die auf Booten für Heizung, Licht und zahlreiche kleinere Arbeiten benötigt werden, weitaus leiser arbeiten die die bisher üblichen Dieselmotoren.

Herbert Kårlin

Dienstag, 29. Juni 2010

Das Boot Götheborg bleibt im Heimathafen


Nach der Hochzeitsfeier in Stockholm und einem Zwischenspiel im dänischen Fredrikshaven liegt nun die Götheborg den Sommer über am Göteborger Stenpiren, von wo aus vor etwas über 100 Jahren eine Millionen Schweden nach Amerika auswanderten. Das Boot soll hier mehrere Wochen lang als touristische Attraktionen für die Stadt dienen.

Nach sieben Wochen am Stenpiren wird die Götheborg dann am 14. August die Segel hissen um Amsterdam und Bremerhaven zu besuchen, bevor sie zurück nach Eriksberg kommt. Der Nachbau des früheren Windjammers der Ostindienkompanie gilt heute als eine der bedeutendsten Attraktionen Schwedens.

Die nächste große Reise der Götheborg ist jedoch erst wieder für das Jahr 2013 geplant, wo sie nicht nur die amerikanische Westküste entlang segeln wird, sondern auch die großen Seen in Delaware bis Chicago befahren wird. Die Reise nach Amerika wird durch den Panamakanal führen, wobei die Besatzung der Götheborg hofft, bei dieser Gelegenheit auch wieder einen Abstecher nach China machen zu können.

Herbert Kårlin