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Dienstag, 17. Juni 2014

Illegaler Alkoholverkauf in Göteborg

Als die Göteborger Tageszeitung Göteborgs-Posten vor drei Jahren einen illegalen, organisierten Import von Alkohol durch sogenannte Alkoholbusse feststellte, wurde die Polizei der Stadt sowie der Zoll für kurze Zeit aktiv und eine der Verkaufsstellen wurde sogar für jeden Busverkehr verboten, in der Hoffnung, dass damit das Problem zu Ende wäre. Wie die GP (Göteborgs-Posten) nun schreibt, hat sich das Problem jedoch nur verlagert und die Busse fahren weiterhin.

Das Netz der Verkäufer und Käufer hat sich sehr gut organisiert, denn sobald einer der Alkoholbusse an seiner Verkaufsstelle parkt, kommen von allen Seiten die Kunden, die die Ware dann in ihre eigenen Fahrzeuge verladen und den Alkohol anschließend an anderen Verkaufsstellen an Endkunden weiterverkaufen, auch an Jugendliche, die in Schweden kaum an einer anderen Stelle Alkohol kaufen können.

Das Geschäft floriert und erlaubt den illegalen Importeuren immer höhere Gewinne, da sich auch hier die Preise an die Entwicklung der staatlichen Systembolagen anpassen und der Import nicht gerade billig ist. Die Importeure bezahlen nämlich ihren Passagieren, die bei einer Kontrolle vorgeben können, dass ihnen ein Teil der Ware gehört, bis zu 1000 Kronen pro Reise und auch die Fahrten nach Deutschland sind nicht gerade umsonst. Und dennoch ist die Ware für die Kunden noch billiger als in den staatlichen Geschäften.

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 22. September 2011

Die 27. Buchmesse in Göteborg

Um 10 Uhr morgens öffnen sich die Türen zur 27. Buchmesse in Göteborg, die dieses Jahr unter dem Thema „tre länder, ett språk“ steht, drei Länder, eine Sprache. Gemeint ist damit die Literatur der drei deutschsprachigen Länder Schweiz, Österreich und Deutschland. Während der vier Tage werden 50 der rund 3000 Programmpunkte ausschließlich der deutschsprachigen Literatur gewidmet sein.

Auf 170 Quadratmeter Ausstellungsfläche bieten 62 deutschsprachige Verlage ihre Produkte an, die das gesamte Spektrum zwischen Belletristik und Kinderbuch bis zu Kochbüchern und Büchern für den Unterricht abdecken, insbesondere jedoch die junge Garde der deutschsprachigen Literaten in Schweden bekannt machen soll, denn bisher werden jedes Jahr etwa fünfmal soviel schwedische Bücher ins Deutsche übersetzt als umgekehrt, eine Situation, die sich nach allen vier Ländern ändern soll.

Auch wenn Elfriede Jelinek nicht an der Göteborger Buchmesse teilnehmen wollte, so spielt die Nobelpreisträgerin Herta Müller eine doppelt so wichtige Rolle, denn sie wird am heutigen Donnerstag nicht nur die Messe eröffnen, sondern sie wird am Freitag um 13 Uhr, gemeinsam mit dem Nobelpreisträger Mario Vargas Llosa, auch für die Befreiung des seit zehn Jahren gefangenen Dawid Isaaks eintreten. Gleichzeitig werden am Eingang zu den Messehallen 5000 Bücher des Buches „Hopp“ von Dawid Isaaks verteilt.

Herbert Kårlin

Samstag, 7. Mai 2011

Verkaufserfolg für Göteborger Torten Almondy

Wer heute eine der tiefgefrorenen Almondy-Torten in einem der 41 Länder kauft, in denen sie angeboten werden, denkt nur selten daran, dass es sich dabei um ein schwedisches Produkt handelt. Noch weniger wissen jedoch, dass diese Torten erstmals in Göteborg in größerer Anzahl gebacken wurden und die Hauptstelle sich nach wie vor in Göteborg befindet.

Seit die Firma im Jahre 1890 entstand und eine Mandeltorte anbot, hatte sie noch nie einen so großen Erfolg wie im April dieses Jahres. Nur in einem Monat konnte das Unternehmen weltweit Torten im Werte von über 50 Millionen Kronen verkaufen, etwa die Menge, die die Göteborger Tiefkühl-Konditorei im ganzen Jahr 2000 verkauft hat.

Die Nachfrage nach tiefgefrorenen Torten steigt jedes Jahr etwas mehr an, wobei Almondy allein während der letzten zehn Jahre ein Umsatzplus von 23 Prozent verzeichnen kann. Während die Großkonditorei zu Beginn seine Werke vor allem lokal verkaufte, gehen mittlerweile 80 der Produktion in andere Länder. Vor allem Deutschland und Großbritannien sind von den Göteborger Torten jedes Jahr mehr begeistert.

Herbert Kårlin

Montag, 22. November 2010

Stena Line oder Zugang zum Göta Älv

Nach einer Umfrage von GP (Göteborgs Posten) unter den Politikern Göteborgs zeigt sich, dass immer weniger unter ihnen daran denken die Fähren nach Dänemark auf einen anderen Platz im Hafen zu verlegen, obwohl durch die aktuelle Lösung ein großer Teil des südlichen Älvstrandes nicht für Göteborger zugänglich ist und Teile der Stadt für Besucher und Bewohner unattraktiv sind.

Auch wenn die Argumente der Göteborger Politiker sehr unterschiedlich sind, so ist der Hauptgrund vermutlich einzig und allein das wirtschaftliche Interesse, da Stena Line in Göteborg 1400 Angestellte zählt und jedes Jahr über eine Million Reisende transportiert, was Schweden einen Umsatz von über 2 Milliarden Kronen bringt. Eine Aufschlüsselung, die nur Göteborg betrifft, liegt leider nicht vor.

Erstaunlich ist jedoch sowohl bei Stena Line als auch den städtischen Politikern, dass man am südlichen Älvstrand nur von den Passagierfähren spricht, denn zwischen dem Dänemark-Kai und dem Deutschland-Kai liegen auch die Frachtfähren der Gesellschaft, die problemlos verlagert werden können und damit Platz für die Fähren nach Dänemark schaffen könnten, was finanziell sicher günstiger wäre als der Plan, den Oscarsleden zu überdachen.

Herbert Kårlin

Dienstag, 19. Oktober 2010

Stena Line soll den inneren Hafen in Göteborg verlassen

Seit den 50er Jahren liegen die Fähren von Stena Line nach Dänemark und Deutschland an den Kais des inneren Hafens in Göteborg und zum Teil in nächster Nähe der Innenstadt. Seit 2004 wird diese privilegierte Situation in Frage gestellt, da vor allem die Boote nach Dänemark auch die städtische Entwicklung des südlichen Flussufers verhindern.

Nun hat Stena Line in erster Instanz vor dem schwedischen Umweltgericht seine Rechte zum Anlegen am heutigen Stena-Pier verloren, da die Linie unter anderem über keinen Ausweichhafen verfügt, sollte irgend ein Problem auftauchen oder ein Unglück im Hafenbecken geschehen. Stena Line hat ging nun gegen diese Entscheidung in Revision und hat bis zum 9. November Zeit ihre Argumente zu festigen.

Aber selbst wenn Stena Line nun als Sieger hervorgehen sollte, so bahnt sich bereits das nächste Problem an, da der Göteborger Stadtteil Masthugget aufgewertet werden soll und auch hierbei die Dänemark-Fähren von Stena Line das größte Problem sind. Nach Aussagen von Stena Line sind die Fähren am heutigen Platz von größter Bedeutung für die touristische Entwicklung Göteborgs und Alternativen sind weder im Freihafen, noch auf der Nordseite des Flusses oder im äußeren Hafen vorhanden, was Stena Line nun sicher vor dem Umweltgericht beweisen muss.

Herbert Kårlin

Montag, 27. September 2010

Die Buchmesse 2011 in Göteborg wird vorbereitet


Nachdem die Literatur Afrikas im Zentrum der diesjährigen Buchmesse Bok & Bibliotek in Göteborg lag, wird nun die kommende Messe im Jahr 2011 vorbereitet bei der die deutschsprachige Literatur das Leitthema wird. Auf 170 Quadratmetern können nächstes Jahr die Besucher Literatur aus Deutschland, Österreich und der Schweiz entdecken, Werke aus drei Ländern, die alle eine eigene Identität tragen.

Die Partner der drei Länder wollen während der Göteborger Buchmesse dem dominant skandinavischen Publikum vor allem die jungen Autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vorstellen. Die Besucher der Messe können mit etwa 25 deutschsprachigen Autoren rechnen, die auch an Seminaren, Lesungen und anderen Veranstaltungen teilnehmen werden, wobei das treue, literaturinteressierte Publikum der Seminare hofft, dass die Gespräche und Diskussionen, trotz deutschem Thema, zum Teil auch in Englisch gehalten werden.

Weder die ersten Namen von Autoren noch die teilnehmenden Verlage werden von den Veranstaltern bisher genannt, was mit Sicherheit auch daran liegt, dass deutsche Verfasser weitaus weniger öffentliche Arbeit leisten als schwedische Autoren und manche von ihnen geradezu „unsichtbar“ bleiben wollen und nur mit ihren geschriebenen Worten ihr Publikum erreichen wollen.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Die Buchmesse 2011 in Göteborg wählt deutsche Literatur als Thema

Während das Hauptthema der kommenden Buchmesse in Göteborg afrikanische Literatur ist und deren Vielfalt damit dem schwedischen Publikum näher gebracht wird, so wurde nun von der Göteborger Bokmässan auch das Thema für das Jahr 2011 vorgestellt. 2011 wird der deutschen Literatur der Ehrenplatz geboten.

Da deutschsprachige Literaten seit 1999 dreimal den Nobelpreis erhielten, wird der Hauptraum jedoch nicht allgemein von deutschsprachigen Büchern aus Deutschland, Österreich und Schweiz gefüllt, sondern von Literatur, die nach dem Fall der Berliner Mauer entstand und daher ein modernes literarisches Bild deutschsprachiger Literatur bietet.

Zahlreiche Verlage aus Deutschland, Österreich und Schweiz werden während der 27. Göteborger Buchmesse im Jahre 2011 daher die Möglichkeit haben mit modernen Romanen, Thrillern, Biographien und anderen Werken das schwedische Publikum vertraut zu machen und so eine moderne Brücke zwischen den vier Ländern errichten.

Die Göteborger Buchmesse 2011 wird zwischen dem 22. und dem 25. September stattfinden und in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Sverige, der Buchmesse in Frankfurt, dem Österreichischen Buchhändler- und Verlegerverband, der Handelskammer Österreich, dem Schweizer Buchhändler- und Verlegerverband sowie dem Schweizer Kulturrat Pro Helvetia vorbereitet.

Herbert Kårlin