Posts mit dem Label Einwohner werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Einwohner werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 4. Februar 2012

Auch 2011 stieg die Anzahl der Göteborger an

Obwohl im letzten Jahr über 300 Kinder weniger geboren wurden als noch im Vorjahr, stieg die Anzahl der Bewohner Göteborgs im Jahre 2011 weiter an. Da zum Jahreswechsel 6632 mehr Personen in Göteborg wohnten als noch vor zwölf Monaten, hat die Stadt nun über 520.000 Einwohner, bei steigender Tendenz. Während früher jedoch die Geburten noch eine bedeutende Rolle spielten, handelt es sich nun um immer mehr Zuwanderer, was eine völlig andere Herausforderung an die Stadt stellt.

Durch die Zuwanderer wird die Wohnungsnot der Stadt von Jahr zu Jahr bedeutender, denn selbst wenn die Stadt ihr Ziel von 2000 Wohnungen im Jahr einhalten sollte, was die letzten Jahre über nicht der Fall war, so bleibt der Wohnungsbau auf Jahre hinter der Notwendigkeit zurück, ohne dass die bisherige Wohnungsnot auch nur um das geringste reduziert wird.

Der Wohnungsbau spiegelt auch die Verteilung der neuen Göteborger in der Stadt, denn während die Stadtteile Majorna und Linné kaum wachsen, ziehen die Neugöteborger immer häufiger ins Zentrum oder nach Lundby, also die beiden Stadtteile, in denen das Bostadsrätt vorherrscht und, wie in Lundby, eine rege Bautätigkeit stattfindet. Für die Finanzen der Stadt ist das Bevölkerungswachstum interessant, da jemand mit Bostadsrätt zur mittleren bis höheren Einkommensgruppe gehört.

Herbert Kårlin

Dienstag, 5. Januar 2010

Göteborgs Bevölkerung wächst, was neue Probleme schafft

Auch im Jahre 2009 wuchs die Bevölkerung Göteborgs wieder und konnte 6500 Personen mehr zählen als zum vorhergehenden Jahreswechsel. Die Ursache ist nicht nur die hohe Geburtenrate, sondern auch die Tatsache, dass in Zeiten der Krise und der wirtschaftlichen Unsicherheit nur wenige Göteborger umziehen wollen oder gar an den Kauf eines Hauses denken.

Die Politiker der Stadt begrüßen dieses Wachstum und sind stolz darauf, dass Göteborg nun wohl endgültig über eine halbe Million Einwohner aufweist. Viele von ihnen vergessen dabei, dass dieses Wachstum auch eine Herausforderung an die Stadt ist, denn die Kindergartenplätze sind jetzt schon zu gering, die Schulklassen nehmen beängstigende Größen an, in den Wohnungen leben immer mehr Menschen auf kleinstem Raum und in der Zukunft fehlen massiv Wohnungen und Ausbildungsplätze in der wachsenden Stadt.

Im Gegenzug zielen die für die nächsten Jahre geplanten Bauvorhaben der Stadt im Freihafen, an der Avenyn oder bei Skeppsbron auf einkommensstarke Haushalte und Luxuswohnungen, was auf die heutige Durchschnittsfamilie wenig zutrifft. Sparmaßnahmen auf Grund der aktuellen Krise betreffen vor allem jene Bewohner Göteborgs, die zum wachsenden Teil der Bevölkerung gehören. Es bleiben daher nur sehr wenige Jahre für die Stadtverwaltung, wenn sie das soziale Gefüge der Stadt erhalten will.

Herbert Kårlin