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Freitag, 9. Mai 2014

Food Trucks in Göteborg am Startfeld

Als gestern in Göteborg der Termin für die Anmeldung von sogenannten Food Trucks auslief, hatten sich insgesamt 55 zukünftige fliegende Essenshändler beworben an zentralen Stellen der Stadt zur Mittagszeit ein günstiges Essen von Lastwagen aus anzubieten, da das Geschäft mit Food Trucks in Stockholm ein voller Erfolg ist und nahezu ausschließlich zufriedene Kunden und Händler geschaffen hat.

Göteborg hat sich entschlossen Food Trucks versuchsweise für ein Jahr zuzulassen und dann über ihre Zukunft zu entscheiden. Allerdings werden von den 55 Antragstellern am 16. Mai nur 20 eine Genehmigung erhalten und müssen sich zudem darauf verlassen, dass ihnen Göteborg einen sinnvollen Platz zuweisen wird, denn gegenwärtig ist völlig unbekannt an welchen Stellen die Food Trucks zum Verkauf von einem leichteren Mittagessen parken dürfen.

Das Auswahlkriterium der Stadt bezieht sich nicht nur auf die Unbescholtenheit der Antragsteller, sondern Göteborger Food Trucks müssen auch Essen anbieten, das man in den üblichen Mittagsrestaurants nicht findet und sie dürfen keinem Restaurant in der Nähe des zugewiesenen Parkplatzes Konkurrenz machen. Die größte Chance zu den Glücklichen gehören zu dürfen, dürften daher jene Food Trucks haben, die ein etwas ausgefallenes Angebot haben, zum Beispiel tropische Hausmannskost, das dänische Smörebröd oder afrikanische Spezialitäten, also Gerichte, die bisher in Göteborg kaum zu finden sind.

Copyright: Herbert Kårlin

Vergnügungspark Liseberg

Samstag, 9. November 2013

Göteborg will Straßenkunst zulassen

Nachdem alle Maßnahmen gegen Schmierereien und unerlaubte Graffiti in Göteborg keinerlei Wirkung zeigten und lediglich die Kosten für das Reinigen der öffentlichen und privaten Flächen erhöhte, will die Stadt nun einen Schritt vorwärts gehen und als erste schwedische Gemeinde Straßenkunst, unter gewissen Voraussetzungen, im gesamten Raum Göteborgs zulassen.


Auch wenn die Idee als solches positiv klingt, so wird Straßenkunst jeder Art jedoch nicht völlig frei im Raum Göteborg sein, sondern die Künstler benötigen eine Genehmigung bevor sie ihr Werk realisieren, denn nach wie vor wird nicht jede Stelle der Stadt Künstlern zur Verfügung stehen und jede Art von Schaden wird nach wie vor verboten sein. Die Stadt behält sich auch vor Kunst von Schund zu trennen, also eine Art Zensur einzuführen.

Ob dieser Vorschlag zur Öffnung der Straßenkunst, die von Graffiti über Skulpturen im öffentlichen Raum bis zu Mobile in Bäumen geht, tatsächlich sinnvoll ist oder sogar zu mehr Schaden führen wird, ist noch offen, denn Tatsache ist, dass sehr viele Straßenkünstler anonym bleiben wollen und deswegen wohl kaum einen offiziellen Antrag stellen wollen, da dies gegen die Regeln ganzer Gruppen von Künstlern verstößt, auch wenn bei vielen die Qualität der Kunst wohl kaum in Frage gestellt werden kann. Und jene, die nur Wände vollschmieren werden von den neuen Regeln ohnehin nicht berührt.

Copyright: Herbert Kårlin