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Samstag, 9. November 2013

Göteborg will Straßenkunst zulassen

Nachdem alle Maßnahmen gegen Schmierereien und unerlaubte Graffiti in Göteborg keinerlei Wirkung zeigten und lediglich die Kosten für das Reinigen der öffentlichen und privaten Flächen erhöhte, will die Stadt nun einen Schritt vorwärts gehen und als erste schwedische Gemeinde Straßenkunst, unter gewissen Voraussetzungen, im gesamten Raum Göteborgs zulassen.


Auch wenn die Idee als solches positiv klingt, so wird Straßenkunst jeder Art jedoch nicht völlig frei im Raum Göteborg sein, sondern die Künstler benötigen eine Genehmigung bevor sie ihr Werk realisieren, denn nach wie vor wird nicht jede Stelle der Stadt Künstlern zur Verfügung stehen und jede Art von Schaden wird nach wie vor verboten sein. Die Stadt behält sich auch vor Kunst von Schund zu trennen, also eine Art Zensur einzuführen.

Ob dieser Vorschlag zur Öffnung der Straßenkunst, die von Graffiti über Skulpturen im öffentlichen Raum bis zu Mobile in Bäumen geht, tatsächlich sinnvoll ist oder sogar zu mehr Schaden führen wird, ist noch offen, denn Tatsache ist, dass sehr viele Straßenkünstler anonym bleiben wollen und deswegen wohl kaum einen offiziellen Antrag stellen wollen, da dies gegen die Regeln ganzer Gruppen von Künstlern verstößt, auch wenn bei vielen die Qualität der Kunst wohl kaum in Frage gestellt werden kann. Und jene, die nur Wände vollschmieren werden von den neuen Regeln ohnehin nicht berührt.

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 20. Juni 2011

Kunst in den Rondellen Göteborgs

Nachdem man Büsche und Blumenarrangements aus Kostengründen aus den Kreisverkehren Göteborgs entfernte, die Stadt andererseits jedoch viele triste Kreisverkehre wieder aufwerten will, schlugen die Sozialisten vor, in Kreisverkehren Skulpturen oder Wasserspiele zu errichten, die der Stadt ein einheitliches Bild verleihen und leere Grasflächen wieder attraktiv machen.

Dieser an sich positive Vorschlag spaltet nun den Stadtrat und führte dazu, dass die Entscheidung auf Ende August vertagt wurde. Die Göteborger Grünen unter Kia Andreasson wollen auf keinen Fall Kunst in Kreisverkehren, sondern sind dafür dort Schilder anzubringen, die Autofahrer dazu auffordern die öffentlichen Verkehrsmittel zu nehmen und wollen Kreisverkehre als Erziehungsmittel einzusetzen.

Nach Kia Andreasson hat Kunst nichts in Kreisverkehren zu tun, sondern gehört eher an Haltestellen der öffentlichen Verkehrsmittel oder zu öffentlichen Stellen, wo es auch ein Publikum gibt, das ein Kunstwerk betrachtet und nicht nur an ihnen vorbei fährt. Die Frage ist natürlich, ob jemand, der in letzter Sekunde zum Bus rennt, auch Zeit dafür findet eine Skulptur in aller Ruhe zu betrachten.

Herbert Kårlin