Montag, 20. Juni 2011

Kunst in den Rondellen Göteborgs

Nachdem man Büsche und Blumenarrangements aus Kostengründen aus den Kreisverkehren Göteborgs entfernte, die Stadt andererseits jedoch viele triste Kreisverkehre wieder aufwerten will, schlugen die Sozialisten vor, in Kreisverkehren Skulpturen oder Wasserspiele zu errichten, die der Stadt ein einheitliches Bild verleihen und leere Grasflächen wieder attraktiv machen.

Dieser an sich positive Vorschlag spaltet nun den Stadtrat und führte dazu, dass die Entscheidung auf Ende August vertagt wurde. Die Göteborger Grünen unter Kia Andreasson wollen auf keinen Fall Kunst in Kreisverkehren, sondern sind dafür dort Schilder anzubringen, die Autofahrer dazu auffordern die öffentlichen Verkehrsmittel zu nehmen und wollen Kreisverkehre als Erziehungsmittel einzusetzen.

Nach Kia Andreasson hat Kunst nichts in Kreisverkehren zu tun, sondern gehört eher an Haltestellen der öffentlichen Verkehrsmittel oder zu öffentlichen Stellen, wo es auch ein Publikum gibt, das ein Kunstwerk betrachtet und nicht nur an ihnen vorbei fährt. Die Frage ist natürlich, ob jemand, der in letzter Sekunde zum Bus rennt, auch Zeit dafür findet eine Skulptur in aller Ruhe zu betrachten.

Herbert Kårlin

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