Montag, 13. Juni 2011

Militärübungen in den Göteborger Schären

Die rot-grüne Mehrheit Göteborgs lehnt den Kompromissvorschlag der Regionalregierung und der Verteidigung in Fragen zu den erhöhten Schießübungen in den südlichen Schären Göteborgs ab, was dazu führt, dass nur noch die Gerichte über die Forderungen der schwedischen Verteidigung entscheiden können.

Militär und Regionalregierung wollen von den 100 Tagen an genehmigten Schießübungen nicht abgehen und lediglich zusichern, dass sich innerhalb von drei Jahren die Durchschnittsübungen nicht über über mehr als 75 Tage pro Jahr erstrecken. Sämtliche Forderungen der Bewohner und der Regierung Göteborgs stoßen beim Militär auf taube Ohren.

Der linke Block Göteborgs hatte vorgeschlagen, die Schießübungen in den Schären auf 50 Tage pro Jahr zu begrenzen und zu garantieren, dass im Laufe von drei Jahren nicht an mehr als durchschnittlich 25 Tagen pro Jahr Übungen statt finden. Weiterhin sollten weder während der Ferienzeit, noch während der Nistzeit der Vögel in den eingerichteten Naturschutzgebieten, Schießübungen statt finden. Eine weitere Forderung war, dass Blindgänger und verschossene Munition wieder eingesammelt werden müssen.

Die Politiker Göteborgs weisen weiterhin darauf hin, dass bei der Antragsstellung von der Verteidigung unrichtige Angaben verwendet wurden, so wurden die Messwerte für Lärmbelästigungen der Inselbewohner verfälscht und es wurde nicht ausreichend nach Alternativen für Schießübungen in anderen Teilen Schwedens gesucht.

Herbert Kårlin

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