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Donnerstag, 5. November 2009

Demonstration gegen die Privatisierung des Göteborger Hafens

Am 5. November um 15 Uhr 30 wollen die Hafenarbeiter Göteborgs vor dem Rathaus am Gustav Adolf Torg gegen die geplante Privatisierung des Hafens protestieren. Die Demonstration soll gleichzeitig mit der Beschlussfassung des Stadtrates stattfinden, der den Hafen, und vor allem seine Beschäftigten, bei der ersten Krise nun so schnell wie möglich los werden will.

Die Gewerkschaften der Hafenarbeiter kritisieren vor allem den Mangel an Zusammenarbeit und der Diskussion mit der Stadt Göteborg. Nach Aussage der Gewerkschaften verweigert die Stadt seit Monaten jeden Dialog und verschließt sich jedem Vorschlag von Seiten der Hafenarbeiter und will, ungeachtet jeden Risikos, den Hafen an die wenig verbleibenden multinationalen Konzerne verkaufen, was dem größten skandinavischen Hafen voraussichtlich mehr Nachteile als Vorteile bringen wird.

Nachdem die Stadtverwaltung während der letzten Monate weder die Briefe der Gewerkschaften beantwortet hat noch auf einen einzigen Debattenartikel reagiert hat, wollen die Gewerkschaften nun eine letzte Möglichkeit des Dialoges bieten, während ihrer Demonstration vor den Fenstern der Stadtoberen. Sie erwarten, dass die Stadt Göteborg zumindest ihre Argumente anhört, nachdem sie über Jahrzehnte hinweg auch die von der Arbeitern erwirtschaftete hohen Gewinne eingestrichen hat.

Herbert Kårlin

Freitag, 11. September 2009

Die Göteborger Hafenarbeiter protestieren gegen die Privatisierung des Hafens

Nach Jahren des Gewinnes mit dem Göteborger Hafen hat sich die Mehrheit des Stadtrates nun, nach Beginne der wirtschaftlichen Krise, entschlossen den Hafen zu privatisieren. Ein wissenschaftliches Gutachten und das Beispiel Stockholms garantieren der Stadt durch diese Maßnahme, zumindest kurzfristig, einen garantierten Gewinn und weniger Probleme mit den Forderungen der Hafenarbeiter.

Im ersten Schritt sollen aus einer großen Gesellschaft, die zur Zeit den gesamten Hafen kontrolliert drei unabhängige städtische Gesellschaften geschaffen werden, die dann einzeln an internationale Unternehmen verkauft werden sollen. Als Hauptinteressent treten im Moment vor allem chinesische Unternehmen auf, die auch bereit sind alle Hafenarbeiter zu übernehmen.

77% der Hafenarbeiter Göteborgs sprechen sich gegen den Verkauf des Hafens aus und fürchten bei einem Verkauf um ihre Arbeitsplätze und rechnen mit einer Verschlechterung ihrer Situation bei Übernahme des Hafens durch ein multinationales Unternehmen. Nach ihrer Meinung reicht es aus, wenn die Stadt, nach Jahren des Abwartens, sie endlich als eigene Gewerkschaft anerkennt und mit ihnen einen konkreten Vertrag abschließt, um aus Göteborg wieder den weltweit zweitschnellsten Hafen zu machen. Ihre Vertreten sind auch der Meinung, dass die Entscheidung des Stadtrates, die im Herbst zu erwarten ist, im Endeffekt nur zu Lasten der Göteborger Steuerzahler sein wird.

Herbert Kårlin