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Sonntag, 20. April 2014

Göteborg muss weniger Lebensmittel vernichten

Die Bürger Göteborgs werfen nach den aktuellen Statistiken jedes Jahr 15.000 Tonnen an Essen und Lebensmittel in ihre Mülltonnen, was umgerechnet bedeutet, dass jeder Haushalt der Stadt 5000 Kronen in Form von Nahrungsmitteln wegwirft, Geld, das mit Sicherheit besser angewendet werden kann. Um dieses gesellschaftliche Phänomen zu begrenzen, hat Göteborg nun eine Kampagne ins Leben gerufen, die die Einwohner der Stadt innerhalb von zwei Wochen zum Umdenken bringen soll.

Am häufigsten landen in Göteborg Obst, Gemüse, Brot und Milchprodukte im Abfall, teilweise weil die Einkaufsgewohnheiten der Bürger wenig überdacht sind, teilweise weil die Ware nicht mehr frisch aussieht und teilweise weil sich die Käufer mehr auf das Verfallsdatum als die tatsächliche Haltbarkeit verlassen und Milchprodukte wegwerfen ohne zu kosten ob sie noch schmecken oder bereits sauer sind.

Zwei Wochen lang sollen nun die Einwohner Göteborgs durch Kino- und Fernsehreklame darüber informiert werden wie sie Lebensmittel sinnvoll einkaufen und anweden können, ein Aufklärungsversuch, der sehr teuer ist aber nur einen zweifelhaften Erfolg erzielen kann, da sich das gesamte Verhalten der Göteborger zum Essen ändern muss, was durch kurze Reklameeinschläge kaum erreicht werden kann, zumal Göteborgs Entscheidung aus Lebensmittelabfall Biogas zu machen dem Konsumenten ein ruhiges Gewissen verschafft.

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 21. Oktober 2011

Schulessen wird in Göteborg Unterrichtsstoff

Am gestrigen Donnerstag begann die Arbeit von MEDEL, einem von Europa mit 5,6 Millionen Kronen finanzierten Projekt, bei dem untersucht wird inwieweit das Schulessen in den Unterrichtsplan aufgenommen werden kann und welche Vorteile und Nutzen daraus gezogen werden können. An diesem Pilotprojekt beteiligen sich alle zehn Göteborger Stadtteile mit ihren Kindergärten und Hauptschulen.

Statt dass die Kinder innerhalb von zehn Minuten eine maximale Menge Essen in sich hineinstopfen, soll die Mahlzeit in den Unterricht integriert werden. Die Kinder sollen daher nicht nur Essen, sondern Fachpädagogen erklären vor und nach dem Essen woher die Nahrung kommt, welchen Sinn gesundes Essen hat und was in Lebensmitteln enthalten ist.

Während der ersten zwei Monate wird das Ausbildungszentrum Burgården, das sich in Studium Restaurang & Bageri, Berufshochschule in Göteborg umbenannt hat, die rund 400 Lehrer der beteiligten Schulen und Kindergärten in Nahrungsmittelkunde ausbilden, damit diese ab dem Jahreswechsel ihre Kenntnisse an die Kinder weitergeben können. Das Projekt läuft vorerst bis August 2013 und wird anschließend ausgewertet.

Herbert Kårlin