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Freitag, 21. Oktober 2011

Schulessen wird in Göteborg Unterrichtsstoff

Am gestrigen Donnerstag begann die Arbeit von MEDEL, einem von Europa mit 5,6 Millionen Kronen finanzierten Projekt, bei dem untersucht wird inwieweit das Schulessen in den Unterrichtsplan aufgenommen werden kann und welche Vorteile und Nutzen daraus gezogen werden können. An diesem Pilotprojekt beteiligen sich alle zehn Göteborger Stadtteile mit ihren Kindergärten und Hauptschulen.

Statt dass die Kinder innerhalb von zehn Minuten eine maximale Menge Essen in sich hineinstopfen, soll die Mahlzeit in den Unterricht integriert werden. Die Kinder sollen daher nicht nur Essen, sondern Fachpädagogen erklären vor und nach dem Essen woher die Nahrung kommt, welchen Sinn gesundes Essen hat und was in Lebensmitteln enthalten ist.

Während der ersten zwei Monate wird das Ausbildungszentrum Burgården, das sich in Studium Restaurang & Bageri, Berufshochschule in Göteborg umbenannt hat, die rund 400 Lehrer der beteiligten Schulen und Kindergärten in Nahrungsmittelkunde ausbilden, damit diese ab dem Jahreswechsel ihre Kenntnisse an die Kinder weitergeben können. Das Projekt läuft vorerst bis August 2013 und wird anschließend ausgewertet.

Herbert Kårlin

Dienstag, 24. November 2009

Umweltbewusstsein und Schulessen in Göteborg

In einer mittelgroßen Schule in Göteborg wird jährlich Essen im Werte zwischen 100.000 und 150.000 Kronen vernichtet. Dies bedeutet, dass in allen Schulen der Stadt insgesamt etwa eine Million Kronen an Essen im Abfall landen. Oder mit anderen Worten: Bis zu 20% des Schulessens landet in der Mülltonne und würde in Entwicklungsländern die Schüler einer Großstadt ernähren.

Die Gründe für diese Verschwendung sind vielschichtig zu sehen. Einige Schüler nehmen einfach grundsätzlich zuviel ohne darüber nachzudenken, andere nehmen auch Essen, das sie nicht mögen und wieder andere kommen zu spät und essen dann ihre Teller nicht leer, weil sie gleichzeitig mit ihren Kameraden vom Tisch aufstehen wollen.

Die Schulen und die Stadt Göteborg haben nun das Projekt Minska Svinneriet (Das Verschwinden reduzieren) ins Leben gerufen, das auf mehreren Ebenen darauf einwirken soll, dass weniger Lebensmittel im Abfall landen. Es soll hier jedoch kein Zwang auf Schüler und Eltern ausgewirkt werden, sondern man will mit Sensibilisierung ans Ziel kommen. Damit den Schülern bewusst wird, was sie essen, wird im Schulprogramm, zum Beispiel, jedes Lebensmittel zu seiner Herkunft in Verbindung gesetzt, so dass jedem Schüler klar wird, dass Fleisch eben wirklich von einer Kuh oder einem Schwein kommt. Es wird erklärt wieviel Wasser und Energie eine einzige Tomate benötigt bis sie reif ist, aber es werden auch praktische Maßnahmen einbezogen, so dass spät kommende Schüler etwas kleinere Teller erhalten auf denen das etwas kleinere Gericht immer noch reichlich aussieht und angenehm präsentiert wird.

Herbert Kårlin