Posts mit dem Label Regen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Regen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 18. Juli 2013

Die Magengrippe kommt in Göteborg mit Regen

Nach einer Studie mehrerer Forscher der Universität in Umeå hängt die Anzahl der Magengrippen in Göteborg sehr eng mit der Regenmenge und den dadurch von der Wasserqualität des Göta Älv ab. In der Regel steigt die Anzahl der Magengrippen regelmäßig wenige Tage nach einer Niederschlagsmenge von mindestens 25 Millimeter innerhalb von 24 Stunden um rund 20 Prozent an.

Als Ursache sehen die Forscher die Tatsache, dass das Wasser des Göta Älvs, nach einer Passage in den Reinigungsanlagen, eine der wichtigsten Trinkwasserquellen der Stadt ausmacht, die Reinigungsanlagen jedoch die hohe Menge der Bakterien und Viren, die nach einem Regenfall in den Fluss geführt werden, nicht ausfiltern können und diese daher teilweise in den Wasserleitungen landen. Jeder Regenfall kann daher in Göteborg zu einem Gesundheitsrisiko werden.

Obwohl die Stadtverwaltung Göteborgs die Wasserqualität der Stadt in jeder Situation als vorbildlich darstellt, zeigt die Studie, die auf die Statistiken der Ärzte Göteborgs baut, dass nach größeren Regenfällen regelmäßig die Anzahl der Magengrippen steigt, sobald dieses Wasser die Reinigungsanlagen passiert hat. Auch wenn sich die Forscher Umeås für die Studie nur mit dem Trinkwasser Göteborgs beschäftigt haben, nehmen sie an, dass ein ähnliches Problem in mehreren schwedischen Städten zu finden ist.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 21. März 2013

Zukünftiges Trinkwasser in Göteborg

Zum Weltwassertag am 22. März will die Stadt Göteborg durch verschiedene Aktionen die Bürger der Stadt dazu auffordern bewusster mit Wasser umzugehen und vor allem Abwasser rein von gefährlichen Stoffen wie Medikamenten oder Chemikalien zu halten. Insbesondere wollen sie die Göteborger dazu bringen ihre Autos nur noch in offiziellen Autowaschanstalten zu waschen und nicht an der Straße, da diese Art von Autowäsche das Abwasser mit Ölresten und Schwermetallen belastet und dadurch die Reinigung bedeutend verteuert.

Diese Informationen der Stadt müssen auch in Zusammenhang mit dem Projekt VISK (Virus i vatten - skandinavisk kundskapsbank) gesehen werden, einem Projekt an dem auch Göteborg teilnimmt und das auf skandinavischem Niveau die Probleme der zukünftigen Wasserreinigung erforscht, insbesondere auch in Hinblick auf die Klimaveränderungen, die in Schweden zu verstärkten Regenfällen führen werden.

Forscher aus Schweden, Norwegen und Dänemark suchen bereits seit drei Jahren nach Methoden, die garantieren, dass Trinkwasser auch in Zukunft vom Wasserhahn getrunken werden kann, was in Göteborg besondere Probleme mit sich führen kann, da die größte Menge des Trinkwassers aus dem Göta Älv gewonnen wird, was bei einer Klimaerwärmung und Überschwemmungen bedeutet, dass sich in Zukunft weitaus mehr Viren, Bakterien und Parasiten im Rohwasser befinden werden als heute und das aktuelle Reinigungswerk dieser Wasserverschlechterung nicht Herr werden kann.

Herbert Kårlin

Pferdesport in Göteborg

Samstag, 20. August 2011

Göteborg in hundert Jahren entvölkert

Nach einem Interview, das die schwedische Nachrichtenagentur TT mit dem Meteorologen Pär Holmgren führte, gibt es in hundert Jahren kaum noch jemanden, der in Göteborg leben will, da die Klimaveränderungen, die jährlich fortschreiten, das Leben an der süd- und westschwedischen Küste unmöglich machen werden. Niemand wird sich, nach Meinung von Pär Holmgren, freiwillig einem Klima aussetzen, wie es in Göteborg zu erwarten ist.

Eines der grundlegenden Probleme innerhalb der nächsten hundert Jahre ist bereits das steigende Wasserniveau, das bei Stürmen große Teile der Stadt unter Wasser setzen wird und die Autotunnels, auch jenen, den Göteborg für die nächsten Jahre plant, überschwemmen wird ohne dass das Wasser ins Meer zu pumpen ist. Zum anderen werden die häufigen starken Regenfälle das Leben ungemütlich machen und den Straßenverkehr regelmäßig zum Stillstand bringen.

Göteborg ist, wie andere Städte an der Küste, nicht auf die kommenden Klimaveränderungen vorbereitet und weder Straßen noch Gebäude sind so gebaut, dass sie die häufigeren Regenfälle verkraften. Stadtplaner richten sich nur auf vergangene und gegenwärtige Werte, beziehen jedoch nicht die globalen Konsequenzen der Klimaveränderungen ein. Selbst Gebäude an Meer und Flüssen werden von Zerstörungen nicht verschont bleiben.

Herbert Kårlin

Montag, 15. August 2011

Überschwemmungen in Göteborg

Die Regenfälle, die am Sonntag Nachmittag über Göteborg einsetzten und bis zu den heutigen Morgenstunden anhielten, verursachten ein bedeutendes Verkehrschaos in der Stadt, da die Wassermassen sowohl Umgehungsstraßen als auch Teile der Autobahn überschwemmten und für den Verkehr gesperrt werden mussten. Der einsetzende Berufsverkehr am frühen Morgen musste sich auf kleinen Nebenstraßen zur den Arbeitsplätzen durchkämpfen.

Die starken Regen, der eine Menge erreichte, die in Göteborg bisher noch nie gemessen wurden, setzte auch über 300 Keller unter Wasser, was die Feuerwehr noch den gesamten Montag über beschäftigen wird. Während der Nacht und der frühen Morgenstunden gingen bei den Rettungszentralen über 50 Anrufe die Stunde ein.

Obwohl das Wasser am Vormittag rückläufig ist, stehen noch überall am Rande der Straßen Fahrzeuge, die vom Regen überrascht wurden und abgestellt werden mussten. Da der Wetterdienst im Laufe des Tages weitere starke Regenfälle über Göteborg voraussagt, wird sich die Lage voraussichtlich erst in der Nacht zum Dienstag beruhigen und der Verkehr wieder reibungslos laufen.

Herbert Kårlin