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Montag, 9. Dezember 2013

Verkehrschaos nach dem ersten Schnee in Göteborg

Im Grunde kam am frühen Sonntagmorgen nicht sehr viel Schnee nach Göteborg, aber knapp zehn Zentimeter nasser Schnee sorgte dennoch für ein Chaos, das die Stadt allerdings verhindern können hätte, da der Schneefall vom Wetterdienst rechtzeitig und sehr präzise angekündigt worden war. Das größte Problem war daher vermutlich, dass der Schneefall nicht einen Wochentag, sondern das Wochenende wählte.


Als erstes Problem kann man bezeichnen, dass die Straßen Göteborgs am frühen Morgen nicht geräumt wurden, da weder die notwendigen Schneepflüge noch das Personal zur Verfügung standen, obwohl es selbst ohne Ankündigung des Wetterdienstes relativ normal ist, dass es in Göteborg ab Dezember schneien kann. Dass der üble Straßenzustand anschließend zu mehreren Unfällen führte, liegt auf der Hand, da die Autofahrer ebenfalls nicht auf Schnee, aber ihr Auto angewiesen waren.

Das zweite Problem kam nämlich von Seiten des öffentlichen Verkehrsunternehmens Västtrafik, denn mehrere Straßenbahnen konnten auf Grund der vereisten Gleise nicht verkehren und die Busse hatten bisher keine Winterreifen. Da Göteborg sehr hügelig ist, waren bereits sehr früh am Morgen einige Steigungen wegen querstehenden Bussen ebenfalls für den Verkehr gesperrt. Um wieder ohne Umwege und Verspätungen am Ziel anzukommen, musste man in Göteborg auf den Abend warten, kurz bevor die Straßen sich in eine Eisbahn verwandeln werden, da der Streudienst am Sonntag Abend auch nur minimal besetzt ist.

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 20. August 2011

Göteborg in hundert Jahren entvölkert

Nach einem Interview, das die schwedische Nachrichtenagentur TT mit dem Meteorologen Pär Holmgren führte, gibt es in hundert Jahren kaum noch jemanden, der in Göteborg leben will, da die Klimaveränderungen, die jährlich fortschreiten, das Leben an der süd- und westschwedischen Küste unmöglich machen werden. Niemand wird sich, nach Meinung von Pär Holmgren, freiwillig einem Klima aussetzen, wie es in Göteborg zu erwarten ist.

Eines der grundlegenden Probleme innerhalb der nächsten hundert Jahre ist bereits das steigende Wasserniveau, das bei Stürmen große Teile der Stadt unter Wasser setzen wird und die Autotunnels, auch jenen, den Göteborg für die nächsten Jahre plant, überschwemmen wird ohne dass das Wasser ins Meer zu pumpen ist. Zum anderen werden die häufigen starken Regenfälle das Leben ungemütlich machen und den Straßenverkehr regelmäßig zum Stillstand bringen.

Göteborg ist, wie andere Städte an der Küste, nicht auf die kommenden Klimaveränderungen vorbereitet und weder Straßen noch Gebäude sind so gebaut, dass sie die häufigeren Regenfälle verkraften. Stadtplaner richten sich nur auf vergangene und gegenwärtige Werte, beziehen jedoch nicht die globalen Konsequenzen der Klimaveränderungen ein. Selbst Gebäude an Meer und Flüssen werden von Zerstörungen nicht verschont bleiben.

Herbert Kårlin