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Dienstag, 4. September 2012

Göteborgs Vororte bekommen Hilfe

Nachdem die schwedische Regierung im Herbstbudget 200 Millionen Kronen zusätzlich für Vororte mit großen sozialen Problemen vorsieht, verteilt auf die kommenden zwei Jahre, zeigt sich nun, dass sich unter den 15 Problemvororten fünf in Göteborg befinden, während Stockholm und Malmö nur jeweils über zwei davon verfügen, was ein Zeichen dafür sein kann, dass Göteborg in Fragen Integration ein Schlusslicht bildet und dabei ist eine Ghettosituation zu schaffen.

Wie viel den Stadtteilen Östra Bergsjön, Västra Bergsjön, Hjällbo, Gårdsten und Norra Biskopsgården allerdings zusteht, wird sich erst noch zeigen, da die Zahlungen von den tatsächlichen Resultaten abhängig sein werden, was nicht bedeutet, dass jedes der betroffenen Gebiete zwei Jahre lang jeweils 6,67 Millionen Kronen erhält. Nur wenn die größten sozialen Probleme der Stadtteile auch tatsächlich abgebaut werden, wird die Regierung eine angemessene Summe überweisen, was bedeutet, dass sich Göteborg bemühen muss auch Ergebnisse vorzuweisen.

Bevor daher Ende 2013 die erste Summe an die Städte überwiesen wird, will die Regierung wissen ob die Zahlungen an Sozialhilfe tatsächlich rückläufig sind, ob die Schulbildung einen Schritt nach vorne machte und die Schüler bessere Resultate aufweisen und wie viele der Bewohner in diesem Jahr auch eine Beschäftigung fanden, die man nicht nur als Pseudoarbeit betrachten kann, Probleme, die Göteborg während der letzten Jahre nicht lösen könnte. Die teilweise sehr schlechten Verbindungen von den betroffenen Vororten zu möglichen Arbeitsplätzen dürfte ein weitere Problem der Geldbeschaffung sein.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 28. März 2012

Hilfe bei abgebrochenem Gymnasium

Im Rahmen des von Europa mit 97 Millionen Kronen finanzierten schwedischen Projekts „Plug In“, will die Stadt Göteborg zwischen 2012 und 2014 mehr Schüler dazu animieren ihre Gymnasialstudien zu Ende zu führen, aber auch die Quote des guten Abschlussbewertungen verbessern. Die Vorbereitungen des Projekts sind bereits voll im Gange, auch wenn die praktische Arbeit erst zum Herbst beginnen soll.

In erster Linie will Göteborg zwei Pädagogen einstellen, die, zum Teil auch indirekt als Koordinator, mit allen Schulabbrechern Kontakt aufnehmen und sie davon überzeugen sollen das Gymnasium abzuschließen. Gegenwärtig beenden in Göteborg jährlich etwa 1000 Schüler zwischen 16 und 19 Jahren die Schule ohne Abschluss. Auch wenn ein Teil unter ihnen dann den Abschluss auf dem Zweiten Bildungsweg nachholt, bleiben gegenwärtig zu viele Schüler auf der Strecke und haben Probleme einen Arbeitsplatz zu finden.

Nach einem europäischen Ziel sollen bis zum Jahre 2020 weniger als zehn Prozent der Jugendlichen im Alter zwischen 16 und 24 Jahren ihre Schulbildung ohne gymnasialen Abschluss beendet, eine Zahl, die gegenwärtig europaweit bei 14,1 Prozent liegt. Auch wenn Schweden bereits heute mit 9,7 Prozent das Ziel erreicht hat, wollen die meisten Gemeinden des Landes ihre Quote weiterhin verbessern, da eine gute Ausbildung als Schlüssel zum beruflichen Erfolg gilt.

Herbert Kårlin

Dienstag, 7. September 2010

Arme EU-Bürger in Göteborg eine Zukunftsfrage

Im Frühjahr 2010 war die Politik Göteborgs noch davon bestimmt Bettler aus Göteborg auszuweisen und in die Heimatländer zurückzuschicken, was sich jedoch als wenig sinnvolle Maßnahme entpuppte und weder den erhofften Erfolg zeigte, noch aber die Situation der Betroffenen veränderte.

Nach nur einem halben Jahr ändert sich nun die Policy der Stadt Göteborg und sie will zum Modellfall Europas werden, bei der die Bettler und armen Straßenmusiker, unter denen sich eine bedeutende Anzahl an Roma befindet, individuell behandelt werden um diesen Bürgern Europas eine Zukunft in der Stadt zu garantieren.

Wohnungsprogramme, Arbeitsmarktsprogramme und die Kontrolle, dass Kinder auch eine Schulbildung erhalten, sind nur einige der Punkte an denen die Stadt Göteborg arbeitet. In erster Linie gilt es die Bettelei zu reduzieren, die zwar nicht illegal ist, aber der Stadt dennoch einen negativen Anstrich gibt, Kriminalität fördert und Bettlern dennoch kein regelmäßiges Einkommen garantiert.

Herbert Kårlin