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Samstag, 15. Juni 2013

Pflegedienst bekommt in Göteborg keine Parkplätze

Seit 15 Jahren klagen die Angestellten in den Pflegediensten Göteborgs darüber, dass ihnen auch bei dringenden Fällen keinerlei Parkplätze zur Verfügung gestellt werden und sie zudem die daraus resultierenden Strafzettel auch noch aus eigener Tasche bezahlen müssen. Weder die Stadt, noch das Straßenverkehrsamt oder die Besitzer der Wohnparkplätze fühlen sich von diesem Problem besonders betroffen, auch wenn sie alle einen funktionierenden Pflegedienst als normal betrachten und der Pflegedienst bei Notfällen schnell vor Ort sein soll.

Nachdem in Göteborg die Parkmöglichkeiten in der Stadt zudem reduziert werden, da man den Immobilienfirmen die Finanzierung auflasten will und auch nach dem selbst gesetzten Umweltziel die Autos aus der Stadt weitgehend fernhalten werden sollen, hat sich das Problem für den Pflegedienst in den letzten Jahren verstärkt. Nachdem nun in Göteborg auch noch die Policy eingeführt wurde, dass nur noch die bedeutendsten Pflegefälle nicht zu Hause gepflegt werden sollen, steigt zudem die Anzahl der Einsätze des Pflegepersonals, insbesondere bei akuten Fällen.

Bisher scheiterten alle Bemühungen des Pflegepersonals nach Parkplätzen, da die sozialdemokratische Regierung Göteborgs sich weigert die anfallenden Strafzettel zu übernehmen, das Straßenverkehrsamt nur daran denkt jeden Parkplatz so schnell wie möglich in eine rentable Mietfläche zu verwandeln und die Besitzer der Immobilien nicht einsehen, dass sie für einen von der Stadt zu tragenden Dienst ohne Gegenleistung kostenlose Parkflächen zur Verfügung stellen sollen. Nun verspricht die sozialdemokratische Regierung der Stadt erneut eine schnelle Lösung, die bereits seit 15 Jahren auf sich warten lässt.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Hochzeit für Strafzettel in Göteborg

Nachdem die Polizei im Västra Götaland dieses Jahr, statistisch gesehen, zu wenigen Verkehrssündern Strafzettel verpasste, muss sie nun noch vor Jahresende 1000 Strafzettel mehr ausstellen als sonst üblich. Um die Quote zu erfüllen beginnt daher eine Jagd auf Verkehrssünder, denn die Quote muss stimmen.

Die Anzahl an Strafzetteln im Laufe eines Jahres wird als Maß dafür gesehen, wie aktiv die Polizei in Göteborg und dem Västra Götaland für die Verkehrssicherheit arbeitet und damit vorbeugende Maßnahmen gegen tödliche Unfälle unternimmt. Statistik geht im Dezember jedoch vor gesunden menschlichen Verstand, da die Anzahl von Strafzetteln innerhalb eines Monats kaum eine Aussage über Verkehrssicherheit geben kann.

Nach Aussagen der Polizeibehörden kommt der Auftrag Strafzettel zu sammeln von den Bürgern, die in demokratischer Entscheidung die aktuelle Regierung wählten, was in gewisser Weise absurd erscheint, wenn die Verkehrspolizei selbst Parksünder jagt, die mangels sinnvoller städtischer Schneeräumung und Schneebergen auf offiziellen Parkplätzen, 10 Minuten lang einen Meter zu Nahe an einer Kreuzung oder einem Fußgängerübergang parken.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 23. Juli 2009

Falschparken in Göteborg kann teuer werden

Bisher bezahlen weniger als 10% der ausländischen Falschparker ihre Strafzettel in Göteborg, allen voran Norweger, die ihrerseits nicht zögern Ausländer in dieser Hinsicht zur Kasse zu bitten. Aber auch deutsche Touristen fallen immer häufiger auf, die ihre Fahrzeuge, wegen der akuten Parkplatznot in Göteborg, selbst an gefährlichen Stellen kostenlos für einige Stunden abstellen.

Bald wird diese Methode den Fahrzeughaltern teuer zu stehen kommen, da Schweden, mangels europäischer Abkommen, nun eigene Maßnahmen ergreifen will und nun ein entsprechendes Gesetz zur Abstimmung vorgelegt wurde.

Falschparker, die ihre Strafzettel nicht bis zur Ausreise aus Schweden bezahlt haben, riskieren, dass sie an der Grenze oder spätestens bei der nächsten Einreise zur Kasse gebeten werden. Weigern sie sich die zum Teil zahlreichen Strafzettel zu bezahlen, so wird ihr Fahrzeug als Pfand genommen und kann in bestimmten Fällen selbst verkauft werden. Das entsprechende Gesetz wird frühestens ab 2010 in Kraft treten.