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Sonntag, 9. Juni 2013

Göteborgs Umweltpolitik vor dem Scheitern

Bereits seit Jahren setzt Göteborg in eine verbesserte Umwelt und finanziert mit Milliardenbeträgen Arbeiten, die Göteborg zur gesündesten und umweltfreundlichsten Stadt Schwedens machen sollen. Die Stadt arbeitet mit Europagelder, erhält Preise für seine grünen Initiativen und der Stadtrat lobt sich selbst für alle zwölf Initiativen, die zur Umweltstadt Göteborg führen sollen.

Während es im vergangenen Jahr noch möglich schien, dass Göteborg vielleicht mit der einen oder anderen Idee seinem Ziel zumindest nahe kommen könnte, zeigt sich bereits heute, dass keines der Ziele erreicht werden kann und manche unter ihnen, zum Beispiel der Abbau der Überdüngung und lebendiges Wasser in Flüssen und Seen, mit einem bedeutenden zusätzlichen finanziellen Aufwand gegen 2050 möglich sein können, so sind die Hälfte der Pläne und Ideen reine Luftschlösser der Stadt.

Vor allem die Erklärungen zu einer frischen und gesunden Luft und das Leben in einem giftfreien Milieu scheinen in unendlicher Ferne zu liegen, was auch logisch ist, wenn man bedenkt, dass es in Göteborg keine Umgehungsstraße gibt und daher jeder Verkehr Richtung Oslo und ins Bohuslän durch die Stadt führen muss und auch keinerlei Pläne für eine Umgehungsstraße existiert, da eine Citymaut hochgesetzte Pläne finanzieren soll, aber dazu benötigt man einen möglichst starken Verkehr in Göteborg, was wiederum mit einer schlechten Luftqualität bezahlt wird.

Herbert Kårlin

Sonntag, 14. Oktober 2012

Göteborger Abgeordnete halten wenig von Umweltschutz

Obwohl sich der Stadtrat Göteborgs als Vorreiter einer grünen Bewegung sieht und die Stadt zur Umweltstadt Europas machen will, scheint dies die einzelnen Gewählten kaum zu interessieren, denn öffentliche Aussagen sind eine Sache, aber der persönliche von Steuern finanzierte Komfort und die Praxis eine andere. Auch interne Regeln spielen in persönlichen Fragen zum Umweltschutz keine große Rolle, denn sie gelten ohnehin nur „für die Anderen“.

Offiziell sollen alle Gewählte der Stadt bei Reisen innerhalb eines Radius von 500 Kilometern auf Flugzeuge verzichten und öffentliche Verkehrsmittel nehmen. Seit diese Regel jedoch eingeführt wurde, muss man feststellen, dass sich die Betroffenen immer häufiger des Flugzeugs bedienen, denn innerhalb eines Jahres ging die Anzahl der Flugreisen von Abgeordneten um 20 Prozent nach oben und über 50 der Flugreisen zählte man innerhalb des verbotenen Radius, was wenig von einer bewussten Umweltpolitik spricht.

Auch wenn die Opposition sonst jede Chance nimmt um die Sozialdemokraten bei Verfehlungen zu kritisieren, ist dieses Mal selbst Helene Odenjung der Volkspartei der Meinung, dass die Betroffenen wohl ihre berechtigten Gründe hatten das Flugzeug bei Kurzreisen zu nehmen. Die Kritik kommt dieses Mal aus den eigenen Reihen, was zu einer neuen Formulierung in der Verordnung führt, dass nämlich Flugreisen innerhalb eines Radius von 500 Kilometern grundsätzlich nicht mehr in Frage kommen, auch nicht als Ausnahmefall.

Herbert Kårlin