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Freitag, 23. September 2011

Autofreier Tag fällt in Göteborg aus

Bereits im Juli des Jahres gab der Göteborger Stadtrat bekannt, dass Göteborg am 22. September wieder am internationalen autofreien Tag teilnimmt, wenn auch nicht damit, dass in der Stadt weniger Autos verkehren sollten, sondern damit, dass das Straßenverkehrsamt die Bewohner darüber informieren sollte, dass sie mehr zu öffentlichen Verkehrsmitteln und Fahrräder greifen sollen.

Wer nun am gestrigen Tag nach einem einzigen Zeichen zum autofreien Tag in Göteborg suchte, musste sehr lange suchen, ohne jedoch fündig zu werden, denn nicht an einer einzigen Stelle der Stadt waren Plakate oder andere Hinweise zu finden, die man als zusätzliche Information oder als Aufruf betrachten konnte. Der autofreie Tag war in Göteborg ein Tag wie jeder andere.

Als nun die Sprecherin der Grünen Göteborgs, Kia Andreasson, das Straßenverkehrsamt nach den Aktionen zum Tag fragte, so bekam sie zur Antwort, dass man in einzelne Maßnahmen keine Gelder stecken kann, das Straßenverkehrsamt jedoch täglich daran arbeitet den Autoverkehr zu reduzieren. Man könnte natürlich auch mit anderen Worten sagen, dass sich das städtische Straßenverkehrsamt nicht für Entscheidungen des Stadtrates interessiert, sondern, wie so üblich in Göteborg, eben arbeitet wie es genehm scheint.

Herbert Kårlin

Samstag, 9. Juli 2011

Ein autofreier Tag in Göteborg

Nach einer Pause von mehreren Jahren wird Göteborg dieses Jahr erneut am autofreien Tag am 22. September teilnehmen, wenn auch nach einem eigenen Modell, den sich das Straßenverkehrsamt und der Stadtrat ausgedacht haben und vermutlich einmalig auf der ganzen Welt ist, da er der politischen Propaganda dienen soll und keinen Autofahrer hindern soll an diesem Tag in die Innenstadt zu fahren.

Göteborg wird am autofreien Tag weder eine Straße sperren noch aber dazu aufrufen sein Auto zu Hause stehen zu lassen, sondern setzt auf Information, eine Kampagne, die den Bürgern der Stadt zeigen soll welche Leistung ihre politischen Vertreter bereits geleistet haben, indem sie die Infrastruktur so gestaltet haben, dass man in Göteborg kaum noch ein Auto benötigt.

Da, nach Meinung der Stadtverwaltung, auch das Infrastrukturpaket, das den Autoverkehr mehr in Tunnels legen wird, eine neue Struktur der allgemeinen Verkehrsbetriebe und die Reduzierung von Parkplätzen in der Innenstadt vorsieht, Autos in der Innenstadt überflüssig machen wird, muss man den Bürgern nicht demonstrieren, wie eine autofreie Stadt aussieht, sondern ihnen nur die politischen Pläne mit Plakaten und Druckwerken erklären.

Herbert Kårlin