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Dienstag, 1. November 2011

Mietfahrräder in Göteborg machen Winterpause

Als gestern die Mietfahrräder Göteborgs, Styr & Ställ, in die Winterpause gingen, um erst im kommenden April wieder an die üblichen Stellen zu kommen, waren die zur Zeit 600 Fahrräder während der Saison 2011 insgesamt rund 180.000 Mal ausgeliehen gewesen, was bedeutet, dass jedes Fahrrad nahezu zweimal am Tag für eine kleinere Fahrt benutzt wurde, eine Quote, die die Stadt als befriedigend betrachtet.


Insgesamt wurden im Jahre 2011 etwas über 20.000 Dreitagesabonnements zu je zehn Kronen und rund 2000 Saisonabonnements zu je 250 Kronen verkauft, was für den französischen Betreiber J.C. Decaux bedeutet, dass die 51 Fahrradterminals Bruttoeinnahmen von über 700.000 Kronen erwirtschafteten und daher bisher keine Gewinne erziehen konnten, sondern weiterhin von Steuergeldern finanziert werden müssen.

Zur kommenden Saison sollen nun weitere zehn Fahrradterminals im Zentrum errichtet werden. Stufenweise sollen dann bis zum Jahre 2013 an 70 bis 80 Fahrradterminals 1000 Fahrräder zur Verfügung stehen, wobei es nicht geplant ist die Randgebiete Göteborgs mit im städtischen Verleihsystem aufzunehmen, was bedeutet, dass sich Touristen, die länger als jeweils eine halbe Stunde lang ein Fahrrad benötigen, auch in Zukunft an die wenigen privaten Verleiher wenden müssen.

Herbert Kårlin

Samstag, 19. Juni 2010

Mietfahrräder in Göteborg bekamen einen Namen

Da man in Göteborg jedem kleinsten öffentlichen Ereignis einen Namen gibt, selbst wenn später niemand diesen Namen anwendet, so bekam auch der Fahrradverleih, der ab 10. August seinen Betrieb in der Innenstadt aufnimmt, seinen Namen. Nach einer Ausschreibung wurden sie nun bei der ersten Pressevorstellung Styr & Ställ genannt, was soviel bedeutet wie „lenke es und stell es ab“.


Auch das Verleihsystem, das unter der Leitung der französischen Firma JC Decaux, nun zum ersten Mal nach Skandinavien kam, weist in der Fahrradstadt Göteborg einige Änderungen auf, denn die Mietkarten gelten jeweils für drei Tage oder eine Saison, also von Frühjahr bis Ende Oktober. Die Leihgebühr von zehn, bzw. hundert Kronen bei einer Jahreskarte, kann per Internet oder direkt an einer der auf etwa sechzig geplanten Verleihstellen per Kreditkarte bezahlt werden.

Auch wenn dieser Preis unter jenem der anderen europäischen Städte wie Paris, Montpellier oder Berlin liegt, so darf dabei nicht vergessen werden, dass sich bei diesem Preis jeder Leihzyklus nur auf 30 Minuten begrenzt. Wer also als Tourist die Stadt per Fahrrad entdecken will, muss mit einer bisher nicht bekannt gegebenen Summe rechnen oder mit zwei Karten alle 30 Minuten das Fahrrad wechseln.

Dies zeigt natürlich, dass Göteborg bei seinem Fahrradverleih weniger an seine Besucher dachte, sondern mehr an die Bewohner der Stadt selbst, die nur kurz von einem Ort zum nächsten wollen, denn schon der Besuch in einer Lebensmittelboutique dauert länger. Auch der Ausbau des Systems in Randgebiete wird schwierig, da man ohne bedeutendes Training nicht in 30 Minuten von Saltholmen bis in die Innenstadt kommt.

Herbert Kårlin