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Sonntag, 17. April 2011

Steigende Klein-Kriminalität in Göteborg

Im vorigen Jahr wurden 35.293 kleinkriminelle Taten in Göteborg bei der Polizei angezeigt, also nahezu zehn Prozent mehr als vor fünf Jahren. Auch wenn allgemeine Unruhen und Gewaltverbrechen häufig an Randgebieten der Stadt eintreffen, so ist die Kleinkriminalität vor allem auf das Zentrum der Stadt konzentriert.

An der Spitze der Schäden stehen Schmierereien in Bussen und Straßenbahnen, was trotz der Installation von Überwachungskameras in den Fahrzeugen kaum rückläufig ist, zumal die Identität der Täter in den meisten Fällen nicht eindeutig festgestellt werden kann.

In der Innenstadt Göteborgs riskiert man vor allem Taschendiebstahl (3011 Fälle im Jahr 2010), Diebstähle aus Fahrzeugen (2767 Fälle), Sachbeschädigung an Fahrzeugen und Fahrraddiebstähle. Wohnungs- und Hauseinbrüche sind in der Innenstadt mit insgesamt 33 Fällen im vorigen Jahr dagegen relativ selten.

Herbert Kårlin

Dienstag, 28. Dezember 2010

Göteborg überlegt die Kameraüberwachung von Gefahrenstellen

Die Göteborger Polizei erwägt die Kameraüberwachung von fünf öffentlichen Stellen der Stadt, an denen die häufigsten Verbrechen, insbesondere gewaltsamer Diebstahl, verzeichnet werden.

In erster Linie ist in Göteborg die Überwachung von den als Haupt-Verbrechensplätze erkannten Gebiete geplant. Es handelt sich hierbei um öffentliche Stellen an denen während der letzten Jahre die größte Anzahl an Gewaltverbrechen stattfand, was bewaffneten Diebstahl, Misshandlungen und Vergewaltigung beinhaltet.

Die Installation von Live-Überwachungskameras soll vor allem den Drottningtorget (Hauptbahnhof), den untere Teil der Avenyn, den Brunnsparken sowie die Stora Nygatan und einen Teil der Vasagatan betreffen.

Die Methode der Verbrechensbekämpfung durch Überwachungskameras wird bereits in mehreren europäischen Ländern mit wechselndem Erfolg eingesetzt und wird in Göteborg vor allem als vorbeugende Methode betrachtet. Zur Zeit werden von der Göteborger Polizei mögliche Nutzen und Kostenaufwand abgewogen, bevor Anfang Januar eine endgültige Entscheidung getroffen wird.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 8. September 2010

Gewaltverbrechen steigen in Göteborg

Bereits zum vierten Mal legt Sven-Åke Lindgren, Professor an der Universität Göteborg, nun einen Rapport zur Entwicklung der Kriminalität im Göteborger Raum vor. Der Trend ist dabei eindeutig. Diebstahl und Raub sind rückläufig, während Gewaltverbrechen weiterhin zunehmen.

Immer häufiger benötigen Opfer eines Übergriffs medizinische Behandlung und, nach parallelen Rapporten, werden Drohungen und Übergriffe mit Messeren eine immer häufigere Gefahr, wobei es dieses Jahr bereits mehr Tote in Göteborg nach Messerstechereien gab als die vorgehenden Jahre, ohne dass jedoch die Angst der Göteborger vor einem Übergriff steigt.

Die Ursache für die steigende Anzahl an Gewaltverbrechen in Göteborg kann der Forscher jedoch weniger klären, wobei jedoch einige der Gründe in steigendem Gebrauch von Drogen und Alkohol zu suchen sind und auch die wachsende Anzahl an Gruppen, die sich in der Göteborger Subkultur bewegen, die Anzahl der gewaltsamen Übergriffe erhöht.

Herbert Kårlin