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Donnerstag, 8. November 2012

Spielplatz der Zukunft in Göteborg

Als der Spielplatz im Keillers Park in Göteborg in so schlechtem Zustand war, dass man ihn dem Erdboden gleich machen musste um einen neuen Spielplatz schaffen zu können, wurden nicht nur diejenigen nach ihrer Meinung gefragt, die das Geld für den neuen Platz aufbringen, sondern auch jene, die ihn benutzen, insbesondere die Kinder der nahen Rambergskolan, die dann auch so manche Anregung geben konnten.

Das Ergebnis der Gesamtplanung war dann, dass der Spielplatz so großzügig wie möglich wurde und seine Einflüsse aus der Natur und der Landwirtschaft holte. Natürlich kann man auf dem neuen Spielplatz auch klettern, wenn auch nicht gerade auf gefährliche Höhen, aber es wurden auch eine kleine Picknickfläche für die Pausen beim Spiel geschaffen, wobei der Untergrund aus robustem Kunstgras besteht und die Stühle Blumen nachgebildet wurden.

Für die Gestaltung des Spielplatz im Keillers Park am Ramberget wurde sehr unterschiedliches Material wie Holz, Sand, Kies, Beton und Kunstgras verwendet. Die Steintiere in den verschiedenen Ecken des Spielplatzes wurden von der Künstlerin Karin Agelii gestaltet und geben der Anlage einen besonderen Touch. Etwas abseits vom Spielplatz sind noch einige kleine Häuschen gebaut, die selbst bei schlechtem Wetter noch genutzt werden können.

Herbert Kårlin

Sonntag, 23. Mai 2010

Massiver Protest gegen Moscheebau in Göteborg

Bereits im Mai 2011 sollte die Göteborger Moschee auf Hisingen fertiggestellt sein. Noch bevor jedoch, nach dem ersten Spatenstich im April, die Baugenehmigung rechtskräftig werden konnte, haben bereits 200 Göteborger gegen die Genehmigung geklagt, die nun von der Region Västra Götaland erneut geprüft werden muss.

Die Göteborger Bürger beschweren sich vor allem, weil man in einem Park eine Moschee errichten soll, in einer Gegend, in der es kaum Moslems gibt. Sie klagen auch, dass in dieser Grünanlage alle anderen Bauprojekte abgelehnt wurden und dann plötzlich eine Moschee entstehen darf. Selbst Befürworter einer Moschee nehmen bereits Abstand von diesem gigantischen Bauprojekt zu Füßen des Keillers Park.

Die moslemische Versammlung sieht bei der Ablehnung des Projekts weniger, dass sich Göteborger, die dort nicht einmal ein Gartenhaus bauen durften, sich in ihren Grundrechten gestört führen, sondern sehen die Einsprüche als Propaganda gegen den Islam und als politische Aktion gegen ihren Glauben, eine Situation, die die Verantwortlichen des Göteborger Bauamts jedoch voraussehen konnten.

Herbert Kårlin

Montag, 12. April 2010

Der Bau einer Moschee in Göteborg weckt Gefühle

Geplante Moschee (Modell der Architekten)

Bereits seit 16 Jahren soll eine zweite Moschee in Göteborg erbaut werden. Diese Woche erfolgt nun der erste Spatenstich, da die Finanzierung endgültig gesichert ist. Wegen der hohen muslimischen Bevölkerung in Göteborg wurde diese zweite Moschee geradezu eine Notwendigkeit. Zum einen liegt die bereits existierende Nasir Moschee in Höbsbo wenig zentral, sie ist zu klein, und zum anderen wird die dortige Lehre von der Mehrheit der Moslems in Göteborg nicht als klassische Lehre akzeptiert.

Während die Entscheidung zum Bau einer weiteren Moschee auf Hisingen eine gute Entscheidung war, so war die Platzwahl vermutlich eine Fehlentscheidung, die rechtsextremen Parteien die Karten in die Hände spielt und zukünftige Auseinandersetzungen geradezu einkalkuliert. Direkt zu Fuße des Rambergets im Keillers Park wird die neue Moschee stehen, an und teilweise in einem der schönsten historischen Parks Göteborgs und besser sichtbar als jedes andere religiöse Bauwerk Göteborgs.

Kein Wunder daher, dass rechte Gruppen Göteborgs am Sonntag zu einer Demonstration aufriefen und 150 Personen zu Füßen des Parkes sammeln konnten. Ebenso normal, dass sich dann eine 400 Personen starke Gegendemonstration bildete und die Polizei alle Hände zu tun hat die beiden Gruppen auseinander zu halten. Die Platzwahl für die Moschee führte jedoch dazu, dass die rechten Gruppen keine rassistischen Motive benutzen mussten, sondern sich für die Erhaltung des Parkes einsetzen, was ihnen zahlreiche Sympathisanten zuführt, die eine religiöse oder rassistische Auseinandersetzung meiden würden.

Herbert Kårlin