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Mittwoch, 23. Juni 2010

Der göteborger Dialekt dehnt sich aus

Der allgemeine Trend in Schweden geht dahin, dass lokale Dialekte langsam verschwinden. Nur die Dialekte der drei größeren Städten werden bisweilen, zu Lasten ländlicher Dialekte, auch von jenen übernommen, die in der Stadt arbeiten oder studieren und können sich daher zumindest behaupten.

Nach jüngsten Untersuchungen stellte man nun fest, dass sich das Göteborskan, der Dialekt Göteborgs, am weitesten und schnellsten ausbreitet, denn mittlerweile wird dieser Dialekt bereits an der nördlichen Küste des Bohuslän gesprochen und dehnt sich südlich bis nach Kungsbacka aus, eine Entwicklung, die Sprachwissenschaftler als äußerst ungewöhnlich bezeichnen. Nur die Ausdehnung des Göteborska ins Innenland von Västra Götaland geht etwas zögernd voran.

Auch wenn diese Entwicklung ungewöhnlich ist, so entbehrt sie dennoch nicht einer gewissen Logik, denn immer mehr Bewohner des Umlandes arbeiten in Göteborg und werden daher mit dem Göteborger Dialekt täglich konfrontiert. Göteborska zu sprechen bedeutet für diese Gruppe wiederum auch schneller soziale Kontakte zu schließen und daher in Göteborg integriert zu werden.

Herbert Kårlin

Samstag, 17. Oktober 2009

Göteborger handeln lieber in Einkaufszentren außerhalb der Stadt

Der größte Gewinner der Krise und der Arbeitslosigkeit in Göteborg ist das Einkaufzentrum in Kungsbacka in Halland. Während der Handel in Göteborg stagniert und gesamt gesehen unter dem schwedischen allgemeinen Wachstum zurückbleibt, konnte Kungsbacke eine Umsatzsteigerung von 10% verbuchen.

Diese Situation gibt umso mehr zu denken, wenn man bedenkt, dass Göteborg den höchsten Bevölkerungszuwachs Schwedens verzeichnet und damit auch die Kaufkraft der Stadt, trotz Krise, steigt. Eine Entwicklung, die sich auch im nächsten Jahr voraussichtlich fortsetzt. Während selbst Geschäfte in Kållered, am Rande der Stadt, finanzielle Einbussen und Konkurse verzeichnen, erwirtschaften die gleichen Konzerne außerhalb Groß-Göteborgs mit Göteborgern einen Gewinn.

Die Stadtverwaltung will nun mit dem Ausbau von Avenyn und dem Södra Älvstranden diese Entwicklung umkehren, was jedoch eine zweifelhafte Aktion ist, da es sich sowohl bei der Entwicklung des Södra Älvstranden als der Avenyn um Geschäfte der oberen Preisklasse handelt und die Zugangsbeschränkungen durch die geplante Maut, sowie die reduzierten Parkmöglichkeiten eher das Gegenteil bewirken werden.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin