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Samstag, 10. April 2010

Göteborger Luft schlechter als die Europanorm fordert

Der kalte Winter im Raume Göteborg hatte eine Nebenwirkung, die bei jedem Medikament dafür sorgen würde, dass es aus dem Verkehr gezogen wird, denn die klimatische Kondition verursachte, dass acht von neue Stickstoffdioxid-Messtationen Messwerte ausspuckten, die erklärten, dass während der ersten drei Monate des Jahres die Göteborger Luft gesundheitsschädlich war und teils weit über den von Europa zugelassenen Werten lag.

Einen Zusammenhang mit dem starken Verkehr in Göteborg will die Stadtverwaltung nicht sehen, auch wenn die Verantwortlichen zugeben, dass sie die Wirkung des Verkehrs auf die NO2-Belastung nicht kennen. Erstaunt scheint die städtische Verwaltung auch darüber zu sein, dass am Botanischen Garten die Luft ebenso schlechte Werte aufweist wie in verkehrsstärkeren Gebieten, obwohl offensichtlich ist, dass entlang des Botanischen Gartens eine stark befahrene Schnellstraße führt.

Dass die Stadtverwaltung keinen Zusammenhang zwischen Verkehr und schlechter Luft sehen will ist verständlich, denn mit der Einführung der Straßenmaut hoffen sie auf ein möglichst starkes Verkehrsaufkommen, damit das gewünschte Infrastrukturpaket der Stadt finanziert werden kann. In diesem Zusammenhang wollen sie sich keine Gedanken darüber machen müssen vielleicht eine Umgehungsstraße zu bauen, damit Göteborg als letzte Stadt Schwedens ebenfalls vom Durchfahrtverkehr befreit wird und Västtrafik endlich eine sinnvolle Alternative für den Autoverkehr bietet.

Herbert Kårlin

Dienstag, 18. August 2009

Kein Lärmschutz für Anwohner des City Airport Säve, Göteborg

Der stadtnahe Flugplatz City Airport Säve, der gemeinsam von der Stadt Göteborg und dem Luftsfartsverket (Luftfahrtsamt) betrieben wird ist weiter im Aufwind und allein 2008 benutzten 844.000 Fluggäste den relativ kleinen Flughafen.

Seit 10 Jahren klagen die Bewohner über den Lärm bei Start und Landung, da Schallschutz für die Flughafenbetreiber ein Fremdwort ist. City Airport, mittlerweile der achtgrößte Flugplatz Schwedens, gemessen an der Menge an Passagieren, nutzt jeden erdenklichen Trick um, trotz steigender Einnahmen, betroffene Bewohner mit leeren Worten hinzuhalten und gerichtliche Entscheidung zu Gunsten der Betroffenen in die Länge zu ziehen.

Mittlerweile haben sich selbst Anwohner den Klagen gegen den City Airport angeschlossen, die bisher schwiegen, da privater und militärischer Flugverkehr oder Nachtflüge von Hubschraubern nicht einmal als Flugverkehr zählen und daher nicht als Belästigung betrachtet werden.

Nun hat der City Airport zum Unmut aller Anlieger auch noch beantragt bis zum 17. September Zeit zu bekommen um erklären zu können, warum er erneut in Revision ging. 10 Jahre Klageverfahren reichten nicht aus für Göteborg und Luftfahrtsamt, um einzusehen, dass auch Anwohner eines gewissen Lärmschutzes bedürfen und nicht die Anzahl der Landebahnen über Lärm entscheidet, sondern die Anzahl an kommerziellen, privaten und militärischen Flügen.

Weitere Informationen zum Thema bei
Säves buller överklagas igen

Herbert Kårlin