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Samstag, 10. März 2012

Göteborgs Promotion von Reitwegen und Joggingrunden

Die Stadt Göteborg bietet auf seinem Website seit kurzem auch einen kartographischen Dienst an, der das Freizeitleben in der Stadt und seiner näheren Umgebung fördern will. In der ersten Stufe wird dem Anwender eine Hilfe geboten Reitwege oder Joggingrunden jeder Länge zu finden, aber auch die besten Beobachtungsstellen für Vögel zu entdecken oder bestimmte Pflanzenarten zu finden, so zumindest die Ankündigung.

Wer diese neuen Dienste dann tatsächlich benutzt, muss sich jedoch auf eine etwas längere Suche einstellen, da sich diese Dienste im Angebot der Stadt nahezu verstecken und zahlreiche Klicks erfordern, ganz davon abgesehen, dass man sich bereits sehr gut in Göteborg auskennen muss um auf der Karte dann die gesuchte Stelle auch ausfindig zu machen, da sich der Programmierer mit einer Minimalarbeit begnügte.

Während man die Runden für Reitsport und Jogging noch finden kann, auch wenn die Runden nur sehr oberflächlich dargestellt sind und die verschiedenen Zugangsmöglichkeiten weitgehend fehlen, ist das Versprechen Pflanzen und Tiere zu finden als unbedeutend zu betrachten und hilft wirklich nur jenen, die eben ein Stück Natur suchen in der auch Tiere und Pflanzen zu finden sind. Für wirkliche Liebhaber der Natur ist der Dienst vollkommen ungeeignet.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 11. November 2010

Konferenz zur bilogischen Vielfalt in Göteborg

Nicht nur Linné wird mit den Pflanzen und Tieren in Schweden in Zusammen gebracht, sondern auch die Universität Göteborg, die weltweit in der Erforschung und Lehre der biologischen Vielfalt eine bedeutende Rolle spielt. Vor allem die Untersuchung der Verwandtschaften innerhalb der Tier-, Pflanzen und der Pilzwelt stehen hier im Vordergrund.

Am 22. und 23. November treffen sich nun im Konferenzzentrum Wallenberg in Göteborg 150 nordische Forscher aus diesen Bereichen um über die aktuelle Evolution von Tieren, Pflanzen und Pilzen zu reden und welche Rolle diese Evolution innerhalb des ökologischen Systems einnimmt. Aber auch darüber, welche künftige Rolle Tiere und Gewächse für die Qualität von Wasser und Luft haben werden. Hierbei werden vor allem die theoretischen Modelle der Universität Göteborg eine Rolle spielen.

Die Konferenz Systematikdagarna 2010 wird gemeinsam von der Universität Göteborg, dem Naturhistorischen Museum der Stadt und dem Botanischen Garten Göteborg veranstaltet und von der ArtDatenbank wirtschaftlich unterstützt.

Herbert Kårlin

Montag, 23. August 2010

Die Schären vor Göteborg werden aufgewertet

Die schwedische Umweltbehörde und Europa finanzieren in den nächsten sechs Jahren gemeinsam mit 92 Millionen Kronen die Aufwertung von 14 Schäreninseln des Västra Götalands, was auch den Inselstreifen vor Göteborg betrifft. Das Gesamtprojekt soll die Inseln für Besucher zugänglicher machen und gleichzeitig die von der Ausrottung bedrohten Pflanzenarten retten.

Auch wenn man heute große Teile der Schären vor Göteborg als Schutzgebiete ausgezeichnet sind, so wird die Landschaft wegen jahrelanger Überweidung und unkoordinierten Arbeiten immer mehr von Heide überwuchert, die die ursprüngliche Pflanzen- und Tierwelt immer weiter verdrängt. Diese Entwicklung soll nun mit Europageldern gestoppt werden.

Gleichzeitig mit der Rekonstruktion der Natur, unter anderem mit dem umstrittenen Abbrennen der Heide, soll nicht nur die ursprüngliche Schärenlandschaft auf den betroffenen Inseln zurückgewonnen werden, sondern auch für den Tourismus attraktiver gemacht werden, der sich heute oft auf den Besuch von Freizeitbooten beschränkt, die dort an natürlichen Häfen oder direkt an der Küste anlegen.

Herbert Kårlin