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Sonntag, 8. August 2010

RIB-Fahrten in Göteborg mit Problemen


Für etwas unter 100 Euros kann man mit einem der RIB-Boote drei Stunden lang in Höchstgeschwindigkeit durch die Schärenwelt Göteborgs brausen, Vinga besuchen und Geschwindigkeit, Wasser, sowie Abenteuer spüren. Die Angebote sind vielschichtig und reichen von einer simplen Ausflugsfahrt in Höchstgeschwindigkeit (130 km/Stunde, was etwa 250 km/Stunde auf der Autobahn entspricht) über eine Fahrt innerhalb einer Konferenzaktivität bis zu Fahrten, die mit einem Essen von Meeresfrüchten unterbrochen wird.

RIB-Boote (Festrumpfschlauchboote) mit bis zu drei Hochleistungsmotoren unterliegen in Schweden bisher keinem Genehmigungsverfahren und die Fahrer müssen bisher auch ihre Fähigkeit nicht unter Beweis stellen, denn es gibt keine Pflicht für einen Bootsführerschein, keine Auflagen, die die Sicherheit der Passagiere garantieren und meist auch keine Garantieansprüche von Seiten der Kunden, falls es zu einem Schaden kommt.

Auch wenn in Zukunft ein Bootsführerscheinschein in Erwägung gezogen wird, so veröffentlichte das Verkehrsministerium Schwedens nun eine Warnung diese RIB-Boote nicht zu benutzen, da Rückradschäden, teilweise mit Dauerfolgen, immer häufiger auftreten, da viele Fahrer der Boote es als Spaß ansehen hohe Wogen zu kreuzen oder andere Manöver ausüben, die von den Passagieren eine gewisse Kenntnis von Seefahrt abverlangen, damit sie ihre Bewegungen dem RIB-Boot anpassen können.

Die Entscheidung des Verkehrsministerium wird von Kennern der Branche erneut als Zeichen gewertet, dass die Regeln auf See erhärtet werden müssen, damit auch RIB-Boote von erfahrenen und verantwortungsbewussten Fahrern gesteuert werden müssen und nicht von Abenteurern im Geschwindigkeitsrausch.

Herbert Kårlin

Montag, 14. Juni 2010

Höhere Sicherheit bei RIB-Booten in Göteborg

Ausflüge mit RIB-Booten gehören mit zu den bedeutendsten Attraktionen Göteborgs während der Sommermonate, und dies, obwohl die Steuermänner oft mehr an einen Hochgeschwindigkeitsrekord denken als die Sicherheit der Passagiere und damit auch Unfälle riskieren, die bisweilen selbst das Leben der Passagiere aufs Spiel setzten.

Diese Situation soll sich nun spätestens zur nächsten Saison im Jahre 2011 ändern, da die bisherige rein theoretische Prüfung der Bootsführer durch einen Eignungstest und eine praktische Prüfung ergänzt werden soll. Auf diese Weise soll die Sicherheit der Passagiere an erste Stelle gesetzt werden und Personen, die nur die Geschwindigkeit im Blut haben, von der Ausübung des Berufes ausgeschlossen werden.

Die Eigner der RIB-Boote begrüßen diese Entwicklung und arbeiten bei der Ausarbeitung der neuen Regeln eng mit der Seesicherheit zusammen. Auch wenn die Sicherheit und das Vergnügen der Passagiere der RIB-Boote in Zukunft steigen wird, so müssen sich die Teilnehmer der Ausflüge dennoch im Klaren darüber sein, dass sie ein gewisses Eigenrisiko tragen, denn bei Unfällen müssen sie sich an die eigene Versicherung wenden, da die Booteigner nur sich selbst gegen Rückgriffrechte von Passagieren absichern und normalerweise über keine Passagierversicherung verfügen.

Herbert Kårlin