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Freitag, 31. Januar 2014

Göteborg bekommt ein weiteres Kino

Auch wenn man in vielen Ländern vom Kinosterben spricht, so kann man in Göteborg eher sagen, dass es, trotz der bereits zahlreichen Kinos, immer noch zu wenig Säle gibt, da die Nachfrage, vor allem an Wochenenden, immer noch bedeutend größer ist als das Angebot  und zudem zahlreiche ausgezeichnete Filme Göteborg nie erreichen. Dieses Manko will nun die Kinokette SF-Bio AB beheben und plant daher eine dritte Einrichtung in der Stadt öffnen.


Das geplante Kino, das bisher noch keinen Namen hat, wird voraussichtlich im Frühjahr 2015 öffnen und in drei Kinosälen Platz für 230 Besucher bieten. Dass sich in diesem neuen Kino die modernste Technik finden wird und voraussichtlich auch ein Café oder einfacheres Restaurant angeschlossen sein wird, gilt für die Geschäftsführung von SF-Bio geradezu als selbstverständlich. Das Programm soll in etwa dem Stockholmer Sturebiografen entsprechen, also Filme höchster Qualität umfassen.

Das neue SF Bio, das sich am Götaplatsen befinden wird, direkt im kulturellen Zentrum Göteborgs, wird vor allem dem städtischen Bio Roy Konkurrenz machen, das in seinem alten Kinosaal das gleiche Publikum anspricht und nur wenige Schritte vom neuen SF Bio entfernt liegt. Wenig erstaunlich ist, dass das Gebäude mit dem neuen Kino dem schwedischen Immobiliengiganten Wallenstam gehört, dem auch die Gebäude gehören in denen die beiden anderen SF Kinos untergebracht sind, der Biopalatset und die Filmstaden Bergakungen.

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 2. August 2011

Schlechteste Vermieter machen höchste Gewinne in Göteborg

Von den Bruttoeinnahmen der privaten Groß-Vermieter in Göteborg gehen jeweils knapp 50 Prozent an den Unterhalt der Gebäude, Wohnungen und der Umgebung, ein Prozentsatz, der den Besitzern immer noch einen hohen Gewinn garantiert. Noch höher jedoch ist der Gewinn, wenn man, wie das Unternehmen Wallenstam, nur 37 Prozent in Wohnungen und Gebäude steckt.

Nicht verwunderlich ist es daher, dass das Unternehmen Wallenstam mit seinen rund 3000 Mietwohnungen in Göteborg einen sehr schlechten Ruf unter den Mietern hat und die Aktien der Firma zu Höchstwerten gehandelt werden. Der Bruttogewinn des vorigen Jahres konnte mit dieser Sparpolitik über 2 Milliarden Kronen erreichen und die Aktien warfen über 200 Millionen Kronen ab, ein wirtschaftliches Wachstum, das auf Kosten der Mieter erwirtschaftet wird.

Aber selbst das von Mietern am besten bewertete Unternehmen Stena Fastigheter konnte einen Gewinn von knapp 400 Millionen Kronen im vorigen Jahr erwirtschaften und 190 Millionen Kronen an die Aktionäre weitergeben, und dies, obwohl 49 Prozent der Einnahmen für die Instandhaltungen und Reparation der Gebäude, Wohnungen und Grünanlagen investiert wird, was die Mieter und Mieterverbände mehr als zufriedenstellend betrachten.

Herbert Kårlin