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Sonntag, 18. Mai 2014

Göteborg will größter städtischer Unternehmer bleiben

Auch wenn ein Untersuchungsausschuss feststellte, dass die Firmenkonzentration in den Händen der Stadt Göteborg eines der größten Probleme bei Bestechungen ist und die Verflechtung von politischer Arbeit und der gleichzeitigen Tätigkeit in der Leitung eines städtischen Unternehmens in vielen Fällen eine neutrale Entscheidung unmöglich macht, zeigt sich nun, dass die rot-grüne Mehrheit des Stadtrates an dieser Situation nichts ändern will, nicht zuletzt deshalb, weil dadurch jedes Mitglied des Stadtrates seine Einkünfte verbessern kann.


Während einer Sitzung kam der rot-grüne Stadtrat mit absoluter Mehrheit zur Entscheidung sämtliche großen Unternehmen, die unter städtischer Führung stehen, zu behalten, entgegen dem Rat eines von der Stadt beauftragten Untersuchungsausschusses, der dringend zum Verkauf einiger Firmen geraten hatte. Nach Meinung des Stadtrates muss die Frage eines möglichen Verkaufs erst tiefer untersucht werden, kann aber in fernerer Zukunft nicht ganz ausgeschlossen werden.

In dieser Hinsicht ist auch nicht erstaunlich, dass die Führung der Stadt eher erwägt die Straßenbahnbetriebe von einer Firma in ein Amt umzuwandeln und auch angeschlagene Unternehmen weiterführen will, da man damit die Gesamtgewinne mindern kann, die lukrative städtische Firmen erwirtschaften. Im Gegensatz zur Opposition, die gerne einige Firmen verkaufen würde, sieht die rot-grüne Mehrheit nur ein Projekt, das man verkaufen könnte, nämlich das Liseberg-Hotel in Heden. Aber auch dies ist verständlich, da dieses kleinere Hotel bei der Umwandelung des Gebietes in ein Wohn-/Freizeitgebiet ohnehin jeden Wert verliert und, unter Umständen, sogar abgerissen werden muss.

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 16. Februar 2012

Liseberg trotz Regenzeit im Aufwind

Der neue Geschäftsführer für den Vergnügungspark Liseberg in Göteborg bewies im letzten Jahr, dass das städtische Unternehmen durch marktwirtschaftliche Anpassungen Gewinne erhöhen kann und Preissteigerungen von den Besuchern ohne jedes Zögern akzeptiert werden. Entscheidend ist nur, dass es keine Konkurrenz zu Liseberg gibt und der Vergnügungspark mehr bieten kann als Kopenhagen oder Stockholm.

Trotz der stürmischen und regnerischen Weihnachtszeit, die selbst dazu führte, das Liseberg einen Tag geschlossen werden musste und an anderen Tagen die Besucher ausblieben, zählte der gesamte Liseberg-Konzern im letzten Jahr 2,9 Millionen Gäste, also nur 500.000 weniger als im Vorjahr. Da für die Stadt jedoch nicht die Anzahl der Besucher, sondern die Gewinne zählen, so muss man das vorige Jahr unter einem anderen Aspekt betrachten.

Während der Göteborger Konzern im Jahre 2009 rund 72,2 Millionen Kronen ausmachte und 2010 sogar nur 64,8 Millionen, liegen die Zahlen für 2011 nun bei 78,1 Millionen Kronen. Um auch in Zukunft die erste Stelle im skandinavischen Vergnügungsmarkt einzunehmen, investiert Liseberg dieses Jahr 120 Millionen Kronen in den Ausbau des Haupteingangs und in weitere Attraktionen, wobei die Besucher des laufenden Jahres nun auch das Göteborghjulet in den Parkanlagen finden werden.

Herbert Kårlin

Dienstag, 2. August 2011

Schlechteste Vermieter machen höchste Gewinne in Göteborg

Von den Bruttoeinnahmen der privaten Groß-Vermieter in Göteborg gehen jeweils knapp 50 Prozent an den Unterhalt der Gebäude, Wohnungen und der Umgebung, ein Prozentsatz, der den Besitzern immer noch einen hohen Gewinn garantiert. Noch höher jedoch ist der Gewinn, wenn man, wie das Unternehmen Wallenstam, nur 37 Prozent in Wohnungen und Gebäude steckt.

Nicht verwunderlich ist es daher, dass das Unternehmen Wallenstam mit seinen rund 3000 Mietwohnungen in Göteborg einen sehr schlechten Ruf unter den Mietern hat und die Aktien der Firma zu Höchstwerten gehandelt werden. Der Bruttogewinn des vorigen Jahres konnte mit dieser Sparpolitik über 2 Milliarden Kronen erreichen und die Aktien warfen über 200 Millionen Kronen ab, ein wirtschaftliches Wachstum, das auf Kosten der Mieter erwirtschaftet wird.

Aber selbst das von Mietern am besten bewertete Unternehmen Stena Fastigheter konnte einen Gewinn von knapp 400 Millionen Kronen im vorigen Jahr erwirtschaften und 190 Millionen Kronen an die Aktionäre weitergeben, und dies, obwohl 49 Prozent der Einnahmen für die Instandhaltungen und Reparation der Gebäude, Wohnungen und Grünanlagen investiert wird, was die Mieter und Mieterverbände mehr als zufriedenstellend betrachten.

Herbert Kårlin

Dienstag, 13. April 2010

Lisebergs Restaurants in Göteborg mit Rekordgewinn

Während die Hälfte der Gaststätten Göteborgs im letzten Jahr wegen mangelndem Umsatz in die Krise geriet und für einige die Zukunft mehr als ungewiss ist, verzeichneten die Restaurants der mittleren und oberen Kategorie Göteborgs in vielen Fällen einen bedeutenden Aufschwung.

Allen voran kann man die Restaurantkette Liseberg nennen, zu der die Lokale in Liseberg, das Veranstaltungsrestaurant Rondo, Hotell Liseberg und die Barken Viking gehören und eine Untergesellschaft der Gesellschaft Liseberg sind, deren Eigener wiederum die Stadt Göteborg ist.

Im Jahr 2009 machte die Liseberg-Kette einen Rekordumsatz von 249 Millionen Kronen, was einem Gewinn von 7,7 Millionen Kronen entspricht und gleichzeitig 277 Angestellte ernährt. Dieser Rekordgewinn beruht zu einem gewissen Teil mit Sicherheit auf der schwachen Krone im Jahre 2009, aber noch mehr darauf, dass immer mehr Personen anspruchsvolles Essen in entsprechender Atmosphäre suchen und Besucher Göteborgs die hohe Qualität der Restaurants Göteborgs entdecken.

Herbert Kårlin