Posts mit dem Label Wohnungssuche werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Wohnungssuche werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 15. Januar 2013

Steigende Wohnungsnot in Göteborg

Auch wenn die Stadtverwaltung und das Bauamt Göteborgs jedes Jahr versprechen für ausreichend Wohnungen zu sorgen und den Wohnungsbau anzukurbeln, so zeigt die Statistik der städtischen Wohnungsvermittlungsgesellschaft Boplats, den alle benutzen müssen, die ohne Beziehungen auf Wohnungssuche gehen, eine andere Wirklichkeit, denn von Jahr zu Jahr wird es in Göteborg schwieriger eine Mietwohnung zu finden.

Im vergangen Jahr wurden auf Boplatz etwas über 7800 Wohnungen ausgeschrieben, was sogar rund 1000 mehr entspricht als im Vorjahr. Das Problem ist nur, dass durch das Wachstum der Stadt auch mehr Personen eine Wohnung suchen, denn während 2011 auf jede Wohnung nur 830 Bewerber kamen, so waren es 2012 bereits 960 Bewerber, was natürlich bedeutet, dass diejenigen, die sich erst kürzlich als Wohnungssuchende eingetragen haben, mit einer Wartezeit von etwa sieben bis acht Jahren rechnen müssen.

Da die Vermieter jedoch nur Mieter akzeptieren, die in der Regel ein Einkommen nachweisen können, das dreimal der Miete entspricht und daher meist zwischen 25.000 und 30.000 Kronen liegen muss, so scheiden viele der Bewerber bereits aus finanziellen Gründen aus. Göteborg überlegt nun aus diesem Grund Sozialbauten zuzulassen, die nur für Geringverdiener gedacht sind, aber dadurch natürlich auch die Exklusion ganzer Bevölkerungsgruppen verursachen werden.

Herbert Kårlin

Dienstag, 22. Mai 2012

Vermittlung von Wohnungen soll in Göteborg gerechter werden

Nachdem die Göteborger Wohnungsvermittlung Boplats im letzten Jahr mehrmals wegen seiner geringen Transparenz und diskriminierender Auswahl der Bewerber in Kritik geraten war, will die Stadt nun ein Programm online geben bei dem jeder seinen aktuellen Platz und den anderer Wohnungssuchender verfolgen kann. Ebenfalls erkenntlich soll sein wie lange die voraussichtliche Wartezeit für eine Besichtigung einer Wohnung sein wird.

Das neue System soll auch die Wohnungen und die entsprechenden Angaben von privaten Vermietern integrieren, denn auch wenn diese nicht gezwungen sind die Wartezeit als Auswahlkriterium zu nutzen, so kann der Besucher der Site dennoch ein System des Vermietungungssystems erkennen. Im Gegensatz zum bisherigen System soll es auch möglich sein, dass man unterschiedliche Wohnungsgrößen in unterschiedlichen Gegenden Göteborgs eingibt um seine Chance auf eine Wohnung zu erhöhen, was bisher nicht möglich war.

Im Dezember 2011 waren bereits 126.000 Personen bei Boplatz Göteborg registriert, wobei 30 Prozent unter ihnen nicht im Göteborger Raum wohnen, sondern in die Stadt ziehen wollen sobald sie eine Wohnung gefunden haben. Rund 40 Prozent der Suchenden haben gegenwärtig keine eigene Wohnung und 60 Prozent sind unter 30 Jahren alt. Im letzten Jahr wurden über Boplatz insgesamt 8855 Wohnungen vermietet, was für jeden Suchenden eine Wartezeit von mehreren Jahren verursacht.
Herbert Kårlin

Sonntag, 24. April 2011

Schwierige Wohnungssuche in Göteborg

Im Gegensatz zu Stockholm und Malmö hilft es Wohnungssuchenden in Göteborg wenig, wenn sie sich in der städtischen Vermittlungsstelle für Wohnungen (Boplats) eintragen, da bei der Auswahl derjenigen, die zu einer Besichtigung eingeladen werden, nicht entscheidet, wie lange man bereits eine Wohnung sucht, sondern die persönliche Meinung des entsprechenden Hauswirts entscheidet.

Während in anderen Städten grundsätzlich das Profil der am längsten Eingetragenen mit jenen der Hauswirte abgestimmt wird und sich jeder Wohnungssuchende ausrechnen kann, wie lange er auf eine Wohnung warten muss, wählen die Vermieter in Göteborg grundsätzlich aus der Gesamtliste von zur Zeit über 100.00 Wohnungssuchenden und entscheiden sich für diejenigen, die sie am liebsten als Mieter sehen wollen.

Junge Paare oder Einzelstehende, selbst bei gehobenem Einkommen, haben daher in Göteborg wenig Chancen überhaupt zu einer Besichtigung einer Wohnung eingeladen zu werden, Angestellte mit Zeitverträgen werden unmittelbar aussortiert und auch Berufsanfänger müssen mit einer Wartezeit von bis zu zehn Jahren rechnen, bevor sie den Kriterien der Hauswirte entsprechen.

Herbert Kårlin

Freitag, 11. März 2011

Erneut Skandal in Göteborger Hausverwaltung

Nachdem die Radiostation P4 bereits vor einer Woche aufdeckte, dass in der Göteborger Baugesellschaft Higab ein Angestellter eine Wohnung in einem denkmalgeschützen Gebäude einem Familienangehörigen vermittelte statt die Wohnung auszuschreiben, konnte der Radiokanal nun veröffentlichen, dass auch das städtische Konkurrenzunternehmen Poseidon ähnliche Methoden bei der Vergabe von Wohnungen wählt.

Obwohl es bei Poseidon bereits eine Warteliste für die freie Wohnungssuche und eine bevorzugte für Angestellte des Unternehmens und bereits bestehende Mieter gibt, vermittelte ein Angestellter eine Drei-Zimmer-Wohnung direkt an einen nahen Kollegen, der später die Wohnung an den Sohn weitergab, eine Situation, die man vielleicht bei einem privaten Unternehmen verstehen kann, nicht aber bei einem städtischen.

Nachdem Higab ihrem Angestellten bereits nach einer Woche, mit schriftlicher Verwarnung, den bisherigen Arbeitsplatz mit gleicher Verantwortung zurückgab und der Mieter die Wohnung selbstverständlich behalten kann, gibt die Stadt das Zeichen, dass Korruption und interne Vorteile in Göteborg fast schon normal sind, was das Vertrauen in ein gerechtes Göteborg stark beeinträchtigt. Nun bleibt abzuwarten, wie Poseidon die Affäre behandelt.

Herbert Kårlin