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Die Stadt Göteborg lässt die Arbeit der Polizei des Västra Götalands überprüfen, da diese, entgegen der gültigen Gesetze, mehrere rumänische Prostituierte in ihr Heimatland abschob, obwohl die Ausübung der Prostitution in Schweden nicht strafbar ist und Rumänien zur Europäischen Gemeinschaft gehört, also die Frauen sich frei in Schweden bewegen dürfen.Die ausgewiesenen Frauen waren über ein kriminelles Netzwerk nach Göteborg gelockt und zur Prostitution gezwungen worden. Als die Polizei in dieses Frühjahr zuschlug, konnte sie neun Zuhälter und Menschenhändler greifen. Die ausgenutzten Frauen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren, die alle im Gebiet Rosenlund in Göteborg arbeiteten, wurden von der Polizei aus Schweden zwangsweise ausgewiesen.Die Polizei argumentiert bei den Ausweisungen, dass die Frauen sich nicht über eine ehrenhafte Weise versorgen können, obwohl in Schweden nichts dagegen spricht, dass eine Frau von ihren sexuellen Diensten leben kann und darf. Nun muss der staatlich Beauftragte für Rechtsfragen die Angelegenheit überprüfen und entscheiden, ob sich die Gerichte mit den Zwangsausweisungen beschäftigen müssen oder nicht.Herbert Kårlin
Obwohl die schwedische Polizei seit dem 10. Juli die Möglichkeit hat auch bei einfacher Umweltverschmutzung vom Sünder eine Strafe in Höhe von 800 Kronen zu fordern und im Västra Götaland mit 14 Strafzettel härter gegen Umweltsünder vorgegangen wird als in anderen Teilen Schwedens, teilte die Polizei in der Stadt Göteborg selbst bisher nicht einen einzigen Strafzettel aus, was das Gesetz gewissermaßen außer Kraft setzt.Auch in Zukunft will die Polizei Umweltsünder nur in Sonderfällen zur Kasse bitten, wobei die Polizeileitung an Ereignisse wie Mittsommer oder Schulabschlussfeiern denkt, wenn sie wegen Alkohol- und Drogenmissbrauch im Einsatz sind und gleichzeitig am meisten Flaschen und Abfall auf den Straßen landet. In diesen Fällen ist es denkbar, dass auch Umweltverschmutzung geahndet wird. Inwieweit das Gesetz in Göteborg überhaupt seine Wirkung zeigen kann, hängt jedoch nicht nur von der Polizei ab, sondern auch von der Stadt selbst, da an vielen Stellen Papierkörbe völlig abwesend sind, an anderen diese einmal die Woche geleert werden und selbst an extrem stark frequentierten Plätzen der Abfall nur einmal am Tag abgeholt wird, was insbesondere die Benutzer von Parkanlagen dazu verleitet den Abfall nicht mit nach Hause zu nehmen, sondern neben den Papierkörben einen Abfallberg zu bauen, was nach Gesetz bereits verboten ist.Herbert Kårlin
Bei der gestrigen, genehmigten Demonstration des Jugendverbands der extrem rechten Gruppierung Sverigedemokraterna entlang der Avenyn in Göteborg wurden die rund 100 Demonstranten von der fünffachen Anzahl an Gegendemonstranten auf den Bürgersteigen begleitet, die an einer Stelle auch mit einem Sitzstreik die Demonstration aufhalten wollten, der von der Polizei aufgelöst wurde.Die Polizei spricht von einigen aggressiven Elementen unter den Gegendemonstranten, die mit Eiern und Tomaten auf die Demonstranten der Sverigedemokraterna warfen, während der Jugendverband auch von Flaschen und Steinen spricht. Während der Demonstration gab es jedoch keine persönlichen Übergriffe und keine Verletzten.Die Gegendemonstranten sprechen von einer aggressiven Einstellung und Übergriffen von Seiten der Polizei, die in ihren Augen, die extrem rechten Gruppen Göteborgs schützt. Die absolute Mehrheit der Gegendemonstranten distanzieren sich von den Eier- und Tomatenwerfern und sagen, dass sie lediglich mit Buhrufen neonazistische Parolen der Demonstranten übertönen wollten.Herbert Kårlin
Nach Willen der schwedischen Polizeibehörden sollen kleiner Straftaten und Vergehen in Zukunft von mobilen Einheiten direkt vor Ort behandelt und protokolliert werden, was bedeutetet, dass Täter und Zeugen nicht mehr grundsätzlich im nächsten Polizeigebäude ihre Aussagen machen müssen, sondern vor Ort vernommen werden können. Diese Methode soll Zeit und Geld sparen, aber Bürgern auch ein höheres Sicherheitsgefühl vermitteln, da dadurch die Polizei mehr Zeit auf den Straßen verbringt statt vor einem Schreibtisch.Obwohl sich mobile Polizeistationen bereits in mehreren Teilen Schwedens, unter anderem auch in Stockholm, bewährt haben, sucht die Polizeibehörde in Göteborg noch nach eigenen, an die Stadt angepasste Lösungen. Die Verantwortlichen in Göteborg bestreiten nicht die Effizienz von mobilen Polizeistationen, sonder fragen sich, inwieweit diese in Göteborg angewandt werden können um die Kriminalität zu reduzieren.In der Regel arbeiten mobile Polizeistationen mit Undercover-Polizei zusammen, die sich in Göteborg vor allem am Wochenende in sensiblen Szenen an der Avenyn, Järntorget und Linnégatan bewegt. Restaurants, Kneipen und Nightclubs der Stadt stehen der Kooperation zwischen Zivilpolizei und mobilen Polizeistationen sehr offen gegenüber, haben jedoch in Göteborg, nach eigenen Aussagen, bisher wenig von der Präsenz der Polizei entdeckt.Herbert Kårlin