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Sonntag, 10. März 2013

Das Wachstum Göteborgs ist rückläufig

Nach dem Statistischen Amt zählte die Stadt Göteborg ohne Randgebiete am letzten Dezember vorigen Jahres genau 526.089 Einwohner, was unter der bisher erwarteten Zahl liegt, auch wenn es bedeutet, dass die Stadt im Laufe des Jahres 2012 um 5715 Personen wuchs, die bei den Planungen der künftigen Infrastruktur berücksichtigt werden müssen.

Dass sich das Wachstum Göteborgs im Jahre 2012 etwas verlangsamte, liegt vor allem an der hohen Rückwanderung von Migranten, denn insbesondere Flüchtlinge aus dem Irak verlassen Göteborg immer häufiger um in die Heimat zurückzukehren. Die Rückwanderung hat sich auf Grund der steigenden Arbeitslosigkeit im vorigen Jahr in alle Länder beschleunigt, da eine immer größere Schicht an Migranten keine Zukunft mehr in Schweden sieht. Insgesamt verließen im vorigen Jahr 5273 Migranten Göteborg, 737 mehr als im Jahre 2011, wobei der Trend weiterhin steigend ist.

Dass die Bevölkerung in Göteborg dennoch weiterhin noch wächst, liegt jedoch nicht nur an der Arbeitszuwanderung und der relativ geringen Sterberate, sondern auch daran, dass im vergangenen Jahr 7621 Kinder in Göteborg zur Welt kamen, 113 mehr als im Jahre 2011, aber immer noch 236 weniger als im Spitzenjahr der Geburten 2010. Die Trend in Göteborg ist, nach dem Statistischen Amt, auf ganz Schweden zu übertragen.

Herbert Kårlin

Dienstag, 18. Januar 2011

Polizei greift Demonstranten in Göteborg

Am frühen Morgen griff die Göteborger Polizei die ersten 15 der rund 70 Demonstranten, die vor dem geschlossenen Auslieferungslager in Kållered gegen die Ausweisung von fünf Irakern demonstrierten, die schnellstmöglich nach Stockholm transportiert werden sollen und am 19. Januar in den Irak ausgeflogen werden. Wenig später wurden dann auch die restlichen Demonstranten vorübergehend festgenommen.

Trotz mehrerer wiederholten Warnungen verschiedener Menschenrechtsorganisationen, der UN und Europas setzt Schweden fort Iraker, denen kein Asylrecht gewährt wird, zwangsweise auszuweisen. Selbst die Regierung des Irak hat sich erfolglos an Schweden gewandt und das Land gebeten die Ausweisungen aufzuschieben bis die Sicherheit der Ausgewiesenen gewährleistet ist.

Amnesty International informierte die schwedische Regierung, dass die Ausweisung der fünf Iraker deren Leben im Heimatland aufs Spiel setzt und Schweden mit der Ausweisung dieser fünf Personen gegen sämtliche Rechte bedrohter Menschen verstößt. Erste Stimmen in Schweden vergleichen diese Ausweisungspolitik bereits mit jener von Sarkozy, für den Menschlichkeit ebenfalls keine Rolle spielt.

Herbert Kårlin

Freitag, 11. Juni 2010

Verfolgte Iraker werden aus Göteborg ausgewiesen

Seit dem Jahr 2005 hat sich die Situation für irakische Flüchtlinge in Schweden kaum verändert. Die Mehrheit ihrer Anträge auf Asyl wird abgelehnt, obwohl das Migrationsverket, das schwedische Ausländeramt, weiß, dass sich in Schweden nahezu 5000 Iraker ohne Papiere aufhalten, die nach ihrer Rückkehr in den Irak Verfolgungen ausgesetzt sind und bereits ausgewiesenen Iraker im ursprünglichen Heimatland selbst schon getötet wurden.

Die Aktion 2010, in der sich vor allem die Kirchen in den Göteborger Stadtteilen Bergsjön, Angered und Lundby engagieren, versuchen seit dem Jahre 2005, damals unter dem Namen Påskuppropet, Irakern dabei zu helfen ihre Asylanträge neu prüfen zu lassen. Nur knapp 2% der Fälle werden von den Behörden neu aufgenommen, wobei der Rest der Asylanten teilweise pauschal abgeschoben wird. Zu einem Großteil handelt es sich dabei um Christen, die im Irak sehr starken Repressalien ausgesetzt sind.

Die Aktion 2010, die verfolgten Flüchtlingen auch dabei hilft in der Anonymität zu verschwinden, kann die Situation dieser Personen nicht tatsächlich verbessern, da papierlose Anonymität auch in Schweden Armut bedeutet und eine permanente Angst von den Behörden aufgegriffen zu werden um in den Irak ausgewiesen zu werden. Heute sind es bereits fast 5000 Iraker, die versteckt irgendwo in Schweden auf ständige Hilfe angewiesen ist und ohne Änderungen im Verhalten des Migrationsverkets wird die Zahl noch steigen.

Herbert Kårlin