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Dienstag, 20. November 2012

Probleme mit Kleidersammlungen in Göteborg

Wie jedes Jahr kurz vor Weihnachten tauchen in ganz Göteborg Container auf, die von den unterschiedlichsten Organisationen aufgestellt werden und der Kleidersammlung dienen. Parallel dazu werden in Briefkästen Drucke verteilt, die erklären, wann man an welcher Stelle seine gebrauchten Kleidungsstücke, Spielwaren und Schuhe, die in gutem Zustand sein sollen, abgeben kann oder wann ein Fahrzeug vorbeikommt, das man bisweilen sogar per Telefon bestellen kann.

Sicher kommt ein Teil dieser Aktionen von anerkannten Organisationen, die die Not anderer erkannt haben und helfen wollen. Gleichzeitig haben jedoch auch kriminelle Gruppen entdeckt, dass man mit gebrauchter Kleidung ein Vermögen machen kann und haben bei den Sammlungen sehr wenig Wohltätigkeit im Kopf. Manche der Organisationen haben ihren Sitz im Ausland, so dass jede Kontrolle unmöglich ist.

Die Stadt Göteborg will nun die Spreu vom Weizen trennen und von jeder Organisation fordern, dass auf den Containern oder den Rundschreiben ein Konto genannt wird, das mit der Ziffer 90 beginnt, denn nur Organisationen, die über ein entsprechendes Konto verfügen, sind auch in Schweden anerkannt und bereit aufzuschlüsseln wie Gelder und Waren verteilt werden. Hinzu kommt, dass dies auch garantiert, dass mindestens 75 der Einnahmen guten Zwecken dienen und nur der Rest in die Verwaltung und das Einsammeln fließen kann.

Herbert Kårlin

Dienstag, 3. Januar 2012

Kleidersammlung in Göteborg in Kritik

Obwohl die Hilfsorganisation Humana auf der Liste der unseriösen Hilfsorganisation in Schweden steht, da sie teilweise als Sekte eingestuft ist und es unbekannt ist wie die Kleider verteilt oder verkauft werden oder wohin Gelder überwiesen werden, hat die Stadt Göteborg der Organisation erlaubt etwa 20 Container für Kleidersammlungen an unterschiedlichen öffentlichen Plätzen der Stadt aufzustellen.

Humana hat erst kürzlich den Namen gewechselt wie auch die Farbe ihrer Container, ohne jedoch die Arbeitsweise zu ändern oder ein sogenanntes 90er-Konto zu erhalten, das in Schweden allen humanitären Organisation gewährt wird, die bereit sind ihre Buchhaltung aufzudecken und auch tatsächlich eine humanitäre Hilfe leisten. Der früheren Organisation UFF, heute Humana, wurde dieses Konto wegen Unregelmäßigkeiten entzogen.

Jan Rinman, der für das Aufstellen dieser Containern in Göteborg zuständig ist, erklärt die Situation auf die Weise, dass das Straßenverkehrsamt lediglich überprüft, ob der Standort für einen Container vergeben werden kann, nicht um welche Organisation es sich handelt, obwohl ein simpler Blick auf eine öffentliche Liste genügen wurde, um zu entscheiden, ob man eine seriöse oder eine unseriöse Organisation unterstützt. Ob die Vergabe der Standorte korrekt verlief und von der Stadt verantwortet werden kann, wird im kommenden Herbst von der Stadt Göteborg überprüft.

Herbert Kårlin

Samstag, 9. Januar 2010

Die Hilfsorganisation Hjärtehjälpen stößt in Göteborg auf Probleme

Seit dem Jahre 2007 sammelt die schwedische Hilfsorganisation Hjärtehjälpen Kleidung um sie an Bedürftigen im Baltikum und Polen weiterzugeben. Den Sammlungen gehen in der Regel Flugblattaktionen voraus, bei denen die Bevölkerung gebeten wird an bestimmten Tagen die Kleidung an zentralen Stellen zu deponieren, damit die Hilfsorganisation sie dann abholen kann.

Die jüngste Aktion von Hjärtehjälpen erfolgte nun im Göteborger Stadtteil Västra Frölunda, was unmittelbar eine gewisse Polemik hervorrief, da die Hilfsorganisation auf der Schwarzen Liste der schwedischen Hilfsorganisationen steht, da sie weder Mitglied des offiziellen Verbandes ist, noch klare Angaben darüber existieren wo die Kleidung verteilt wird, zumindest auf staatlich geregeltem Niveau.

Rechtlich gesehen benötigt man in Schweden weder eine besondere Genehmigung, noch die Anerkennung des Staates wenn man Hilfe leisten will, was jedoch, wie jetzt in Västra Frölunda, dazu führt, dass unmittelbar in ganz Göteborg davon abgeraten wird der entsprechenden Organisation eine Hilfe zukommen zu lassen. Hjärtehjälpen auf seiner Seite unterstreicht seine Seriosität und behauptet, dass ein Anerkennungsverfahren eingeleitet sei, was jedoch zeit- und arbeitsaufwendig sei.

Herbert Kårlin