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Dienstag, 7. Oktober 2014

Neue Brücke in Göteborg in Frage gesetzt

Wie bereits zu erwarten, so hat das Seefahrtsamt das Urteil über den neuen Brückenbau in Göteborg rechtzeitig angefochten um den Bau zu verhindern. Parallel hierzu haben sich auch die Gemeinden Gullspång und Ale dem Einspruch angeschlossen, da auch diese befürchten, dass die niedrige Brücke der westschwedischen Stadt die Seefahrt bedeutend beeinträchtigen wird, da man dort einen reibungslosen Autoverkehr über den Göta älv der Flussschifffahrt und der Seefahrt vorziehen wird.

Bild: Tenjin Visual/Arpeggio

Nach Berechnungen des Seefahrtsamts müsste eine Brücke mit einer freien Segelhöhe von nur 12 Metern, statt den bisher 19,5 Meter, für nahezu alle Lastfahrzeuge und für rund 60 Prozent der Segelschiffe, die den Göta älv befahren, geöffnet werden, was bedeutet, dass entweder der Flussverkehr gestaut wird und sich die Transportkosten zu Wasser dabei stark erhöhen würden, oder aber der Verkehr zwischen der Innenstadt und Hisingen täglich mehrmals zusammenbrechen wird, eine Tatsache, die weder von Göteborg noch von den Gerichten bisher beachtet wurde.

Für die Stadtverwaltung ist es nach wie vor notwendig eine niedrige Brücke modernster Technik mit futuristischem Aussehen zu bauen und die Vorbereitungen schreiten auch nach dem Einspruch gegen das Urteil weiter fort. Für die Stadtverwaltung kommt es auch nicht in Frage die bisherige Brücke mit vorhandener Technik zu stärken um ihre Lebensdauer zu verlängern. Als Ursache gilt das Streben zur 400-Jahrfeier der Stadt eine nordische Modellstadt zu präsentieren, die mit ihrem Aussehen, nicht jedoch mit ihrer sinnvollen Funktionalität überzeugt.

Copyright: Herbert Kårlin

Der Botanaische Garten in Göteborg

Mittwoch, 17. September 2014

Eine neue Brücke für Göteborg

In der ersten Instanz wurde der Stadt Göteborg vom Umweltgericht ein Geschenk überreicht, denn nach dem Urteil darf die neue Hisingsbron, eine Brücke vom Stadtzentrum zur Insel Hisingen, mit einer freien Höhe von nur 12 Meter gebaut werden, wenn auch unter mehreren Auflagen, die eine genaue Dokumentation über Öffnungen, Behinderungen der Seefahrt und Beeinträchtigungen des Straßenverkehrs erfordern. Das Urteil heißt nun für die Stadt die Planung und Vorbereitung fortzusetzen, obwohl noch ein Berufungsverfahren aussteht, das Göteborg verlieren lassen kann.


Da das Umweltgericht auch entschieden hat, dass die Brücke jede Stunde einmal für den Schiffverkehr geöffnet werden muss damit die gegenwärtig rund 15 Handelsschiffe täglich einen Zugang zum Meer haben, beunruhigt den Stadtrat kaum, auch wenn dies mit langen Schlangen an Autos, Bussen und Straßenbahnen verbunden sein kann. Und abgesehen davon, dass die Bürger der Stadt die Citymaut abschaffen wollen, was wiederum bedeutet, dass die Kosten für die geplante Brücke nicht mehr abgesichert sind, sondern bald rund zwei Milliarden Kronen fehlen werden.

Die Frage ist natürlich auch wie die nächste Instanz entscheiden wird, da das Seefahrtsamt Einspruch gegen das Urteil einlegte, denn die Schifffahrt auf dem Göta älv soll ausgebaut werden und die Schiffe werden zudem immer größer. Die niedrige Brücke Göteborgs wird allerdings auch von der Region kritisiert, die nicht nur das persönliche Interesse Göteborgs sieht, sondern das wirtschaftliche Interesse der gesamten Region im Auge hat. Aber auch das „positive“ Urteil der ersten Instanz hat einen kleinen Haken, den man in Göteborg gerne überliest, denn die Stadt muss nach fünf Jahren Brückenbenutzung auch nachweisen, dass die Seefahrt von der niedrigen Brücke nicht beeinträchtigt wurde.

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 5. März 2011

Hohe Werte an Stickstoffdioxid in Göteborg

Göteborg gehört nach wie vor zu den drei Städten Schwedens, die im letzten Jahr erneut so hohe Werte an giftigem Stickstoffdioxid (NO2) aufwiesen, dass die nationale Norm nicht eingehalten wurde. Die zulässigen Werte wurden in Göteborg im Jahre 2010 bei allen Messstationen der Stadt überschritten.

Allerdings wies Göteborg mit bis zu 200 µg/m3 die schlechtesten Werte Schwedens auf, was zum einen natürlich an der geografischen Lage der Stadt liegt, aber auch bedeutend von der Seefahrt, unter anderem den Fähren von Stena Line, beeinflusst wird. Eine Verlegung der Fähren und Kreuzfahrtschiffe außerhalb die Älvsborgsbron würde die Werte jenen von Malmö und Stockholm anpassen.

Wird Stickstoffdioxid in einer Konzentration von 40-100 µg/m3 über längere Zeit hinweg eingeatmet, so führt es zu Kopfschmerz und Schwindel, kann aber auch zu Atemnot und zu Lungenödeme führen. Stickstoffdioxid ist extrem giftig und kann bei geringer Konzentration nicht wahrgenommen werden.

Herbert Kårlin

Dienstag, 8. Februar 2011

Unternehmer des Jahres entlässt Personal

Erst vorige Woche wurde Ola Oskarsson von Ernst & Young zum Unternehmer des Jahres gekürt, da er ein zukunftssicheres Unternehmen mit Erfolg leitet und mit seinem Unternehmen Marin Mätteknik Wege in die Zukunft öffnet. Innerhalb von fünf Jahren konnte das Göteborger Unternehmen mit der Vermessung des Meeresbodens seinen Umsatz von 18 Millionen auf 300 Millionen Kronen steigern.

Nach einer Gesetzesänderung verliert das Unternehmen nun sämtliche Unterstützungen des schwedischen Seefahrtsamts, da nach europäischen Verordnungen Unterstützung nur noch für Frachtfahrzeuge vergeben werden dürfen und nicht für Forschungs- und Messfahrzeuge. Ola Oskarsson wird durch diese Gesetzesänderung unter Umständen gezwungen seine Schiffe zu verkaufen und 60 Personen zu entlassen.

Da die Geschäfte für das Unternehmen gut laufen, so hat Ola Oskarsson natürlich eine weitere Möglichkeit zu überleben. Er kann seine Schiffe ausflaggen, damit er die Kosten senken kann, was jedoch bedeutet, dass auch sein gesamtes Personal dann nach den Bedingungen des Wahllandes des Schiffes angestellt wird und keinerlei schwedische Sicherheitsbedingungen mehr eingehalten werden müssen.

Herbert Kårlin