Freitag, 7. Januar 2011

Immer mehr ausländische Arbeitskräfte in Göteborg

Egal, ob es sich um Ingenieure, IT-Spezialisten oder Angestellte in der Restauration handelt, immer häufiger greifen Arbeitgeber in Göteborg zu ausländischem Personal. Vor allem Kräfte aus Indien, China und der Türkei werden gerne von Arbeitgebern eingesetzt.

Allein im Jahre 2010 erhielten 500 Nichteuropäer in Göteborg eine Arbeitsgenehmigung und die Aufenthaltsgenehmigung, 40 % mehr als noch im Jahr davor. Alles weist darauf hin, dass die Kurve im neuen Jahr erneut aufwärts zeigen wird, da immer mehr Firmen die Vorteile von eingewanderten Arbeitskräften schätzen lernen.

Auch wenn das offizielle Argument für die Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte in Göteborg ein Arbeitskräftemangel ist, so geben die Arbeitgeber, die vor allem auf ausländische Kräfte setzten, ein bedeutenderes Argument an. Nichteuropäische Arbeitskräfte sind besser ausgebildet als schwedische Arbeitskräfte und akzeptieren einen weitaus härteren Arbeitsdruck.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 6. Januar 2011

Neue Beleuchtung am Götaplatsen in Göteborg

Nach jahrelangen politischen Diskussionen innerhalb der Göteborger Stadtverwaltung wird nun die Beleuchtung am Götaplatsen in Göteborg aufgerüstet, damit dieser zentrale Platz mehr Sicherheit für Bewohner und Gäste Göteborgs bietet und den Platz gleichzeitig aufwertet.

Sobald die Weihnachtsbeleuchtung am Göteplatsen abmontiert ist, beginnen die ersten Arbeiten, die bis zum September des Jahres fortsetzen werden. Große Projektoren werden vom Kunstmuseum aus den gesamten Platz beleuchten, damit Treppen und Geländer in Zukunft ebenfalls ins Licht getaucht werden.

Aber auch sämtliche Bäume auf dem Götaplatsen und der Poseidonbrunnen, das Symbol Göteborgs, erhalten eine völlig neue Beleuchtung, die den zentralen Platz auch nachts attraktiver machen werden. Die Arbeiten dehnen sich auf mehrere Monate aus, da auch das Mauerwerk teilweise aufgeschlagen werden muss um eine indirekte Beleuchtung einiger maßgeblicher Stellen zu erlauben.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 5. Januar 2011

Kinderwagen in Göteborger Cafés nicht willkommen

Immer mehr Cafés in der Innenstadt Göteborgs wollen keine Kinderwagen mehr in ihren Räumen zulassen. Bereits am Eingang tauchen die Schilder mit einem durchgestrichenen Kinderwagen auf und weisen die Eltern darauf hin, dass sie ihre Wagen vor der Tür des Cafés abstellen sollen.

Gerade in der Innenstadt Göteborgs war es bisher in zahlreichen Cafés so, dass wegen mehreren Kinderwagen in den oft kleinen Innenräumen maximal die Hälfte der Plätze besetzt werden konnten und Kunden die Gänge wegen parkenden Kinderwagen kaum noch benutzen konnten. Immer mehr Mütter wollten ihre Wagen direkt neben ihren Tischen haben.

Keines der Cafés mit Kinderwagenverbot will keine Kinder im Innenraum haben und viele bieten ihren Kunden kostenlos Schlösser für ihre vor der Tür stehenden Kinderwagen an, aber sie sind nicht in der Lage zu überleben, wenn ihre Cafés mit mehreren Kinderwagen belegt werden statt mit zahlenden Gästen.

Herbert Kårlin

Dienstag, 4. Januar 2011

Skanska plant in Göteborg grünes Bürohaus

Das Bauunternehmen Skanska beginnt nun mit einer neuen Etappe des Projekts Tennet am Gullbergsstrand in Göteborg. Bis 2012 wird dort für etwa 300 Millionen Kronen ein Bürohaus mit 12.500 Quadratmetern entstehen, das den höchsten Anforderungen für Grüne Bauten gerecht wird.

Skanska wird dieses Gebäude in Göteborg nach der internationalen Norm LEED Platinum bauen und damit alle Anforderungen für umweltfreundliches Bauen erfüllen, was sich bereits mit Sedum auf dem Dach und dem modernsten Ventilationssystem bemerkbar macht. Nur die 90 geplanten Parkplätze im Untergeschoss wirken noch etwas fehl am Platz, wenn man an Umwelt denkt..

Erst die technische Entwicklung der letzten beiden Jahre erlaubt es Skanska zu den vorgesehenen Kosten den höchsten Anforderungen im grünen Bauen nachzukommen, da mittlerweile sowohl Farben, Isolationsmaterial, Beleuchtung und Teppiche zu akzeptablen Preisen in umweltfreundlicher Qualität angeboten werden.

Herbert Kårlin

Montag, 3. Januar 2011

In Göteborg finden Asylanten Hilfe

Auf Grund der erhärteten Bedingungen für Asylanten und der steigenden Anzahl an Zwangsrückführungen müssen immer mehr Asylanten in Schweden im Untergrund leben. In ganz Schweden steigt die Zahl derer, die ohne Papiere, ohne Arbeit und mit einem Minimum an Geld überleben müssen, permanent an.

Für viele Antragsteller, die von den Behörden abgewiesen werden, ist Göteborg und die Organisation „Ingen människa är illegal“ (Niemand ist illegal) die letzte Anlaufstelle, wo ihnen dabei geholfen wird in den Untergrund der Anonymität zu verschwinden, ein Schritt, den nur die Verzweifeltsten unter ihnen wagen.

Nach dem Wahlsieg der extrem rechten Partei Schwedens (Sverigedemokraterna) stieg in Göteborg die Anzahl jener, die dieses verzweifelten Menschen helfen wollen, bedeutend an. Die Organisation vermittelt eine Unterkunft in Schweden, hilft jenen, die mit keinen Freunden und Verwandten Verbindung aufnehmen können, mit Rat und hilft ihnen finanziell, damit sie als Menschen ohne jede Rechte und ohne Namen irgendwo in Schweden überleben können.

Herbert Kårlin

Sonntag, 2. Januar 2011

Göteborg setzt Wärmekameras gegen Vandalismus ein

Vier Schulen im Göteborger Stadteil Askim setzten im Jahre 2010 versuchsweise Wärmekameras bei der Überwachung der Gebäude ein, die vor allem die hohen Schäden an Glasbruch und Graffiti beschränken sollten. Bereits nach dem ersten Versuchsjahr hat sich das Projekt bewährt, denn Glasbruch ging von einem Schaden von 178.000 Kronen im Jahre 2009 auf 25.000 Kronen zurück und das Beseitigen von Graffitischmierereien von 74.000 Kronen auf 7000 Kronen.

Nun setzt Askim auf eine Ausdehnung der Überwachung und wird für 2011 ein Budget von 300.000 Kronen gegen den Vandalismus in Schulen einsetzen, was sich in kürzester Zeit bezahlt machen wird. Im Gegensatz zu üblichen Überwachungskameras benötigt man für Wärmekameras in Schweden keine Genehmigung, die Schulen können aber nahezu den gleichen Erfolg verzeichnen.

Nach dem Erfolg in den vier Schulen Askims erwägen im Jahre 2011 auch andere Schulen Göteborgs dem Beispiel zu folgen, da in der Stadt jährlich Fensterscheiben für 17 Millionen Kronen von Jugendlichen eingeschlagen werden und die Reinigung der Graffitischmierereien weitere 21 Millionen Kronen kostet.

Herbert Kårlin

Samstag, 1. Januar 2011

In Göteborg Hilfe bei Bluthochdruck per Handy

In einer Zusammenarbeit zwischen der Sahlgrenska Akademin und der Göteborger Universität studieren Ärzte und Wissenschaftler die Möglichkeit Bluthochdruck als Einzelbild und dessen Symptome zu koordinieren, um Patienten per Handy die bestmögliche Hilfe zu bieten und die Einzelsymptome besser analysieren zu können.

Bisher besuchen Patienten mit Bluthochdruck einen Arzt im Laufe des Jahres ein- bis viermal, was dazu führt, dass die mit Bluthochdruck zusammenhängenden Symptome vergessen sind oder auch falsch berichtet werden. Nach Meinung der Göteborger Ärzte ist nur ein täglicher Rapport in der Lage das Krankheitsbild jedes einzelnen Patienten zu verstehen um damit auch jedem einzelnen Patienten mit Bluthochdruck mit den richtigen Medikamenten und Ratschlägen zu helfen.

Das aktuelle Projekt, das im Jahre 2011 startet, benutzt des Handy als Kommunikation. Patienten berichten täglich über ihr Befinden, was unmittelbar ausgewertet wird, wodurch der Arzt gezielt, ebenfalls per Handy, Zusatzfragen stellen kann, Apotheken und Hausärzten über die Änderung der Medizinierung informieren kann und es an Hand der Aufzeichnungen und Kurven das Einzelbild erlaubt jeden Patienten individuell zu analysieren. Sollte dieses Projekt das gewünschte Resultat zeigen, so wird es etwa ein Jahr später auf breiter Fläche getestet.

Herbert Kårlin