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Samstag, 29. Juni 2013

Neue Methode des Taschendiebstahls in Göteborg

Jede Woche werden bei der Göteborger Polizei bis zu 170 Taschendiebstähle angezeigt. Obwohl die Hauptsaison für die Diebe erst begonnen hat, konnte man daher während der ersten sechs Monate des Jahres bereits 2700 gemeldete Fälle zählen bei denen die Diebe jedoch nur in Ausnahmefällen gefunden werden konnten, da sie in der Regel zu zweit arbeiten, denn der Täter gibt die Ware so schnell wie möglich an einen Helfer, damit man das belastende Material nie im Besitz des Täters nachweisen kann und diesen daher, trotz Zeugenaussagen, gehen lassen muss.

Nachdem jedoch die Bewohner Göteborgs mittlerweile ihre Geldbörsen und Smartphones an immer sichereren Stellen aufbewahren, damit Taschendiebe nicht mehr zugreifen können, haben diese in diesem Jahr eine neue Methode gefunden und die Zielgruppe gewechselt. Vor allem im Einkaufszentrum Nordstan und der Einkaufsstraße Kungsgatan werden immer häufiger Frauen mit Kinderwagen Opfer der Taschendiebe.

Die Täter beobachten aus nächster Nähe junge Frauen mit Kinderwagen an oder in denen die Frauen ihre Taschen unterbringen. Sobald dann jedoch eine Frau dem Wagen kurz den Rücken wendet um in ein Schaufenster zu sehen oder eine Ware genauer zu betrachten, reicht ein schneller und gezielter Griff nach der Geldbörse oder dem Smartphone. Da die betroffenen Frauen den Diebstahl in der Regel erst später bemerken, sind die Diebe dann längst in der Menge verschwunden.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 5. Januar 2011

Kinderwagen in Göteborger Cafés nicht willkommen

Immer mehr Cafés in der Innenstadt Göteborgs wollen keine Kinderwagen mehr in ihren Räumen zulassen. Bereits am Eingang tauchen die Schilder mit einem durchgestrichenen Kinderwagen auf und weisen die Eltern darauf hin, dass sie ihre Wagen vor der Tür des Cafés abstellen sollen.

Gerade in der Innenstadt Göteborgs war es bisher in zahlreichen Cafés so, dass wegen mehreren Kinderwagen in den oft kleinen Innenräumen maximal die Hälfte der Plätze besetzt werden konnten und Kunden die Gänge wegen parkenden Kinderwagen kaum noch benutzen konnten. Immer mehr Mütter wollten ihre Wagen direkt neben ihren Tischen haben.

Keines der Cafés mit Kinderwagenverbot will keine Kinder im Innenraum haben und viele bieten ihren Kunden kostenlos Schlösser für ihre vor der Tür stehenden Kinderwagen an, aber sie sind nicht in der Lage zu überleben, wenn ihre Cafés mit mehreren Kinderwagen belegt werden statt mit zahlenden Gästen.

Herbert Kårlin

Montag, 26. April 2010

Rollstuhlfahrer haben Probleme mit dem öffentlichen Verkehr in Göteborg

Unter den 240 Straßenbahnen, die zur Zeit in Göteborg verkehren, hat die Hälfte keinerlei Platz für Rollstuhlfahrer, da die Modelle nicht für Behinderte, und zum Großteil auch nicht für den Transport von Kinderwagen, gebaut wurden. Von den restlichen 120 Straßenbahnen können 80 je einen Rollstuhlfahrer mit an Bord nehmen und 40 neue Modelle erlauben zwei Rollstühle.

Nach einem Problem im Januar, als ein Fahrer sich weigerte mit zwei, unkorrekt platzierten, Rollstühlen am Järntorget seine Fahrt fortzusetzen und damit eine starke Polemik und ein Chaos im öffentlichen Verkehr verursachte, wird nun von den Verkehrsbetrieben studiert, ob man die 80 älteren Wagen, die Platz für je einen Rollstuhl haben, für den Transport von zwei Rollstühlen umbauen kann, was pro Wagen Kosten in Höhe von 50.000 Kronen erfordern würde.

Nach den ersten Vorstudien zweifeln die Göteborger Verkehrsbetriebe jedoch an dieser Lösung, da der Umbau für zwei Rollstühle neue Probleme verursachen werden, diesmal für den sicheren Transport von breiten oder mehreren Kinderwagen in den entsprechenden 80 Straßenbahnen. Bevor nun die Studien weiter betrieben werden, werden die Verkehrsbetriebe daher eine Bedarfsstudie beauftragen, da es relativ selten ist, dass zwei Rollstühle im gleichen Wagen transportiert werden wollen.

Herbert Kårlin

Sonntag, 4. April 2010

Baby & Barn auf der Svenska Mässan

Vom 9. bis zum 11. April findet auf der Svenska Mässan in Göteborg die fünfte Messe Baby & Barn (Baby und Kind) statt, die in einer Zeit, wo in Schweden immer mehr Babys geboren werden, mehr als willkommen ist. Allein im Jahr 2009 konnte man im Land rund 112.000 Geburten verzeichnen.

Während man natürlich, wie auf jeder Messe dieser Art, alle Produkte findet, die ein Kind nur glücklich machen können oder Eltern das Leben etwas erleichtert, findet man auch Gotlands Turistföreningen vertreten, die sich besonders für Tourismus mit Kleinkindern einsetzten oder das Göteborger Liseberg, das zur kinderfreundlichsten Einrichtung Schwedens gewählt wurde.

Erstmals findet man auf der Messe Baby & Barn in der Svenska Mässan auch eine Teststrecke für Kinderwagen, wo Eltern und kommende Eltern etwa zehn unterschiedliche Kinderwagen selbst testen können. Hier werden Kinderwagen wirklich auf die Probe gestellt, wenn sie über Kies geschoben werden, Sand meistern sollen oder Treppen nehmen müssen. Im Vordergrund steht natürlich die Sicherheit für das Kleinkind.

Im Rahmen von Konferenzen und anderen Veranstaltungen kommt bei Baby & Barn auch das Thema Mobbing aufs Tablett, denn nur wenn Eltern erste Zeichen rechtzeitig erkennen und ihre Kinder zeitnah erziehen kann Mobbing bekämpft werden. Mobbing beginnt heute bereits im Kinderhort und im Kindergarten, was viele Eltern nicht wahr haben wollen.

Herbert Kårlin