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Mittwoch, 4. September 2013

Göteborger Fischkirche unter Denkmalschutz

Bisher findet man in Göteborg 75 Bauwerke, die unter Denkmalschutz stehen, wobei in den letzten zwölf Jahren lediglich 17 unter ihnen in die Liste aufgenommen wurden, letztmals der Bockkran in Eriksberg im Jahre 2012. Nun wollen Landesregierung und die Stadt Göteborg ein weitere Gebäude und ein gesamte Ansammlung an Häusern unter Denkmalschutz stellen, damit zwei touristisch interessante Projekte erhalten bleiben können.

Blick auf den Bockkran in Eriksberg

Bei den beiden Projekten handelt es sich zum einen um die Fischkirche (Feskekôrka), das Gebäude mit dem Göteborger Fischmarkt, und das Quartier Furiren in Haga mit seinen Landshövdingehus, einem Baustil, den man ausschließlich in Göteborg findet und die damals sehr häufigen Brände verhindern sollten. Haga ist heute der von Göteborgern und Touristen meist besuchte Stadtteil Göteborgs, der durch seine Antiquitätenläden und seine Cafés eine kleine Stadt innerhalb Göteborgs darstellt.

Die Region und die Stadt wollen das Verfahren nun sehr schnell durchziehen, damit sowohl Feskekôrka als auch Furiren noch dieses Jahr einen geschützten Status erhalten können und eine entsprechende Plakette an den Gebäuden angebracht werden kann. Falls die Eigentümer der Gebäude damit einverstanden sind, so soll nach der Entscheidung die Plakette anlässlich eines kleinen Festes angebracht werden zu dem alle Bürger der Stadt eingeladen sind.

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 10. Februar 2013

Statt der Göteborger Gasglocke ein Restaurant

Seit Jahren steht die Göteborger Gasglocke ungenutzt im Zentrum der Stadt, da alle bisherigen Pläne zur Anwendung verworfen wurden. Nur die Tatsache, dass das Gebäude zu einem Wahrzeichen der Stadt wurde, verhinderte bisher den Abriss. Da das Gebäude jedoch nun rapide verfällt und der Erhalt jedes Jahr mehrere Millionen Kronen kostet, haben sich sämtliche Parteien Göteborgs geeinigt und wollen den Bau abreißen, nicht jedoch ohne ein neues Wahrzeichen an der gleichen Stelle zu schaffen.

Außer der wartenden Seemannsfrau, dem Bockkran, dem Läppstiftet, den Gothia Towers und einigen anderen Wahrzeichen der Stadt ist es natürlich nicht ganz einfach ein altes Wahrzeichen mit einem neuen zu ersetzen, das möglichst die bestehenden Wahrzeichen aussticht. Entsprechend weit auseinander gehen auch die Meinungen der Verantwortlichen, zumal man sich auch nicht einig ist, ob das neue Wahrzeichen mehr Touristen oder die Bewohner der Stadt überzeugen soll.

Eine sehr konkrete Idee kommt von Kjell Björkqvist der Volkspartei, der vorschlägt ein Gebäude zu bauen, das nicht nur die gleiche Höhe wie die Gasglocke hat, sondern auf dessen Spitze sich ein verglastes Restaurant dreht. Die Grünen bleiben in diesem Punkt sehr wage und sehen nur, dass der neue Bau die beiden Flussseiten verbinden muss, was etwas merkwürdig scheint, wenn man bedankt, dass sich auf der anderen Seite vor allem Industrie und eine Werft befindet. Da die Sozialdemokraten noch keine klare Vorstellungen haben, denkt Tina Wallenius der Grünen noch daran, dass das neue Gebäude zu einem wichtigen touristischen Ziel der Stadt werden muss.

Herbert Kårlin

Freitag, 18. Mai 2012

Der Eriksbergskran in Göteborg unter Denkmalschutz

Der Eriksbergskran, ein Monument, das jeden, der mit dem Schiff nach Göteborg kommt, an die alte Werftaktivität der Stadt erinnert und heute ein Wahrzeichen Göteborgs ist, das zudem Göteborger Lichtdesignern den weltweit bekanntesten Beleuchtungspreis einbrachte, soll seinen Sonderstatus behalten und auch in Zukunft ein Symbol der Hafenstadt bleiben.

Sowohl die Stadt Göteborg als auch die Region Västra Götaland wollen den 80 Meter hohen und 112 Meter breiten Bockkran, der seit 1969 die Nordseite des Göta älv dominiert, unter Denkmalschutz stellen, was natürlich auch bedeutet, dass das ehemalige Hafenbecken ebenfalls erhalten bleiben muss und nicht für Bauzwecke zugefüllt werden darf. Ob der Kran in Zukunft als reines Monument stehen bleiben soll oder auch für touristische Zwecke erschlossen wird, ist nach wie vor unbekannt.

Der Bockkran in Eriksberg ist heute der einzige seiner Art, der in ganz Schweden erhalten blieb. Als der Kran, der in Köln gebaut wurde, 1969 in der Göteborger Werft in Betrieb genommen wurde, konnten im Trockendock die damals größten Tanker der Welt gebaut werden, wobei der Bockkran eine Tragkraft von bis zu 450 Tonnen hat. Mit dem Niedergang der Werften verschwanden sämtliche Anlagen und machten modernen Bauprojekten Platz. Nur der weithin sichtbare Kran erinnert noch an diese Glanzzeit Göteborgs.
Herbert Kårlin

Mittwoch, 24. August 2011

Göteborger Kran wird Kulturdenkmal

Seit 1959, zur Hochzeit des Werftbetriebes in Göteborg, wurde am Norra Älvstranden ein Kran mit 75 Meter freier Höhe gebaut, der es erlaubte in der ehemaligen Werft Schiffe von bis zu 500.000 Tonnen zu bauen. Als die Fabrikhallen dann luxuriösen Wohnungen weichen mussten, blieb als Relikt dieser Kran bestehen, der zeitweise für Bungysprünge verwendet wird und ein kleiner Restaurant mit bester Aussicht erhalten soll.

Nun will die Regionalregierung diesen Kran, der auch ein Symbol für Göteborg ist und für seine Design-Beleuchtung weltweit berühmt wurde, zum Kulturdenkmal ernannt werden, zumal von dieser Art an Bockkränen weltweit nur noch wenige Exemplare erhalten sind, da sie mehrheitlich verschrottet wurden. Sollte in wenigen Wochen der Kran unter Denkmalschutz gestellt werden, so darf er auch in Zukunft nicht mehr abgebaut werden und muss regelmäßig unterhalten werden.

Der Schutz des Kranes stellt jedoch noch einige Fragen, denn die heutige orange Farbe entspricht nicht der ursprünglichen, da der Bockkran ursprünglich grün war und mit blauen Buchstaben den Text Eriksberg trug. Nach dem Schutz muss der Kran daher neu gemalt werden, was die Design-Beleuchtung zerstören wird. Hinzu kommt, dass die jährlichen Wartungskosten in Höhe von rund einer Million Kronen ebenfalls von jemandem bezahlt werden müssen, da keinerlei Aktivität im und am Kran diese Summer erwirtschaften kann.

Herbert Kårlin

Samstag, 5. Juni 2010

Göteborg erhält Preis für die beste Beleuchtungskunst


Jedes Jahr zeichnet die IALD (International Association of Lighting Designers) ein Projekt aus, das sich durch seine Beleuchtung auszeichnet, also einem Objekt, das durch Beleuchtungsdesign einen besonderen Wert verliehen bekommt. Dieses Jahr wurden 210 Projekte eingereicht, wobei sich sieben für den „Award of Excellence“ auszeichneten.

Zu diesen sieben Projekten gehörte der alte Bockkran in Eriksberg, der noch heute an die Werftaktivitäten in den Hafenbecken erinnert und ein Symbol der Hafeneinfahrt Göteborgs ist. Im Auftrag der Älvstranden Utveckling Ab haben die Lichtdesigner Karl Piipo und Deike Canzler den Kran auf dezente, jedoch sichtbare Weise in ein Lichtkunstwerk verwandelt, das die Jury in Las Vegas überzeugte.

Zum ersten Mal in der Geschichte dieses Preises sagte der Jury ein schwedisches Projekt zu, das nach ihrer Bewertung „mit außerordentlichen Präzision Form, Struktur und Farbe auf hervorragendste Weise vereint. Ein wertvoller Beitrag für die lokale Kultur.“ Göteborg ist somit die einzige Stadt Schwedens, die nun ein international anerkanntes Beleuchtungskunstwerk aufweisen kann.

Herbert Kårlin