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Dienstag, 19. November 2013

Vogelsterben wegen falschem Lärmschutz

In Göteborg und seinen Randgemeinden liebt man große Glasflächen, egal ob es sich um den Bau von Büroräumen, Wohnungen oder einem Lärmschutz an Autobahnen und Schnellstraßen handelt. Was jedoch für den Menschen in vielen Fällen als ideal betrachtet wird, kann für die Natur verheerende Folgen haben, insbesondere wenn Stadt- und Straßenplaner das Denken verlernt haben und nur nach ihrer Vorstellung von Ästhetik suchen.

So entstand auch neben der E20 bei Göteborg eine Glaswand, die den Bewohnern Partilles den größten Lärm der Schnellstraße abhalten soll. Zwei Vogelschützer entdeckten nun die fatale Wirkung dieser durchsichtigen Mauer, denn sie fanden an nur einem Morgen rund 70 tote oder schwer verletzte Seidenschwänze entlang des Glasschutzes, den ein Vogel natürlich nicht sehen kann. Die Verantwortung will nun natürlich niemand übernehmen, denn das Straßenverkehrsamt sieht den Fehler bei der Gemeinde und diese schiebt den Fehler auf das Amt, das nun einmal Erfahrung mit dem Bau von Lärmschutz hat und nach eigenen Anweisungen an Vögel denken soll.

Wenn es nur um die Glaswand gegangen wäre, so wären sicher auch Vögel gestorben, aber dass auf einer kurzen Strecke so viele toten Seidenschwänze lagen, lag vor allem daran, dass man eine Seite der unsichtbaren Mauer mit Ebereschen bepflanze, die im Herbst die herrlich roten Vogelbeeren tragen, die bevorzugte Nahrung der Seidenschwänze um diese Zeit. Man hatte daher nicht nur eine unsichtbare Gefahr für die Vögel aufgebaut, sondern diese auch noch mit der entsprechenden Bepflanzung angezogen. Nachdem die GöteborgsPosten über den Vorfall berichtete, wollen sich nun Partille und das Straßenverkehrsamt zusammensetzten um nach einer Lösung zu suchen.

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 4. Juli 2011

Partille Cup in Göteborg mit Hindernissen

Am Montag kommen Jugendliche aus der ganzen Welt zum 42. Partille Cup nach Göteborg um am vermutlich größten Handballereignis weltweit teilzunehmen. Noch am Sonntag Abend war jedoch nicht klar, ob alle Mannschaften, die sich angemeldet haben, auch tatsächlich teilnehmen können, da noch etwa zehn Mannschaften in schwedischen Botschaften in den Heimatländern festsitzen.

Die Mitglieder der Mannschaften aus Ländern wie Indien, Nigeria oder Kenya hatten am Sonntag noch kein Einreisevisum für Schweden, wobei die Ursachen dieses Problems weitgehend unbekannt sind und am Sonntag nicht bekannt war, ob die schwedischen Botschaften für die Verzögerungen verantwortlich sind oder aber einige Teilnehmer ihre Anträge zu spät gestellt haben. Visaprobleme häufen sich jedoch in letzter Zeit, da die neuen Regeln biometrische Visa vorschreiben, die nicht alle Botschaften ausstellen können.

Am diesjährigen Partille Cup nehmen insgesamt 1057 Mannschaften aus 89 Ländern teil, die etwa 4000 Wettkämpfe bestreiten, die über ganz Göteborg verteilt sind. Eine Woche lang wird die Stadt von Jugendlichen aus der ganzen Welt eingenommen, die sich jedoch bei ihrem Bummel durch die Stadt in vielen Fällen mit dem Betrachten von Schaufenstern begnügen müssen, da für sie schwedische Preise in unerschwinglicher Höhe liegen.

Herbert Kårlin

Samstag, 2. Juli 2011

Göteborger Partille Cup in Skandal verstrickt

Kurz bevor der internationale Partille Cup, das größte europäische Handballturnier für Jugendliche, am 4. Juli in Göteborg angepfiffen wird, gerät der Ehrenvorsitzende Gunnar Quist ins Kreuzfeuer der Polizei. Seit Jahren hat Gunnar Quist billigen Alkohol in Deutschland gekauft um ihn dann mit Gewinn in Göteborg zu vermarkten, wobei er, nach eigenen Aussagen, nie Alkohol an Jugendliche lieferte.

Auch wenn Gunnar Quist kein Einzelfall, sondern eher noch einer der kleineren illegalen Alkoholhändler in Göteborg ist, so unterscheidet sich der Fall dennoch von den anderen, da der IK Sävehof, dessen Ehrenvorsitzender Gunnar Quist ist, ein bedeutender Sportklub der Stadt ist und insbesondere Jugendlichen einen gesunden Weg innerhalb sportlicher Veranstaltungen zeigen soll und auch international eine gewisse Bedeutung hat .

Der Vorstand des IK Sävehof nahm nach Einleitung der polizeilichen Untersuchungen unmittelbar Abstand von den illegalen Alkoholverkäufen seines Ehrenvorsitzenden, auch wenn es sehr unwahrscheinlich ist, dass während der Jahre niemand im Klub etwas von den Aktivitäten Gunnar Quists bemerkt haben will, obwohl der Gründer des Partille Cups zum Import ein Auto verwendete, dass er im Namen des Sportklubs von der Gemeinde mietete.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 21. April 2010

Die Maut schafft neue Probleme in Göteborg

Während die Stadt Göteborg mittlerweile fast einheitlich zufrieden ist mit dem neuen Infrastrukturpaket, das darauf baut, dass die Maut eingeführt wird und den Västlänken, eine Brücke über den Göta Älv und andere Projekte finanziert, macht sich bemerkbar, dass Göteborg bei seinen Planungen und Kalkulationen die Randgemeinden vergessen hat.

Mit Einführung der Maut wird sich der Verkehr auf mehreren kleineren Straßen, vor allem in Lerum, Partille und Mölndal verdoppeln und zu erheblichen Staus führen. Dass diese Situation weitere Investitionen von bis zu 500 Millionen Kronen erfordert, war nicht nur den Randgemeinden, sondern auch Göteborg bewusst, ohne jedoch diese Planungen und Kosten im Infrastrukturpaket aufzunehmen.

Auch wenn die Randgemeinden sich bereit erklären die Hälfte der Kosten zu übernehmen, will Göteborg von weiteren Straßen und Ausbauten nichts wissen und verweist dabei darauf, dass die Randgemeinden auf öffentliche Verkehrsmittel nach Göteborg setzen sollen. Aber auch wenn die Randgemeinden in Busse investieren würden, so wird sich der Verkehr in der Nähe ihrer Wohngebieten noch um mindestens 50% erhöhen, da auch der heutige Transitverkehr durch Göteborg nach Einführung der Maut teilweise auf Nebenstraßen ausweichen wird und die reinere Luft Göteborgs wird zu Lasten der Randgemeinden gehen.

Herbert Kårlin