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Donnerstag, 12. Dezember 2013

Västtrafik erneut in der Kritik

Wenn sich am 15. Dezember die Fahrpläne für die öffentlichen Verkehrsmittel Västtrafik ändern, so werden die Bewohner von Lerum und Alingsås, die als Pendler täglich nach Göteborg kommen, entdecken, dass sie ab diesem Tag weitaus länger auf die Anschlüsse zwischen Zügen und Bussen warten müssen als bisher, da Västtrafik wenig davon hielt die Fahrpläne zu koordinieren, sondern bei der Planung vor allem an das Einsparen von Kosten dachte.


Die Gemeinden Lerum und Alingsås sind allerdings nicht nur erbost über die Nachlässigkeit von Västtrafik, sondern vor allem darüber, dass die Verantwortlichen der öffentlichen Verkehrsmittel nicht einmal Kontakt mit ihnen aufnahmen um gemeinsam eine Lösung für das Problem zu finden. Wie fast schon üblich in Göteborg, so wird zwar vom Wunsch der Kommunikation gesprochen, in der Tat aber jede Entscheidung von „oben“ herab gefällt, vor allem wenn sie Kritik herausfordert.

Västtrafik verteidigt sich lediglich damit, dass man bei einem Gespräch mit dem Straßen- und Schienenverkehrsamt feststellte, dass man nicht mehr Züge einsetzen kann als bisher. Und die Verantwortlichen fügen hinzu, dass dadurch ein Gespräch mit Lerum und Alingsås auch unsinnig gewesen wäre, da man Tatsachen nicht verändern kann. Niemand von Västtrafik ist allerdings der Meinung, dass man vielleicht die Busse in diesem Fall dem Schienenverkehr anpassen können hätte.

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 31. Oktober 2012

Fehlplanungen bei der Citymaut

Auch wenn die Entscheidungen zur Citymaut in Göteborg bereits seit 2009 eine festgelegte Sache ist, so hat man bis heute nicht die nötige Infrastruktur geschaffen, die mit der Einführung der Maut verbunden ist, da die Fixpunkte in den Entscheidungen sich wenig um die betroffenen Bürger drehten, sondern darum, dass die Maut so schnell wie möglich eingeführt werden muss und ein gigantisches Projekt in Gang gesetzt wurde, dessen Kosten heute noch niemand abschätzen kann.

Eines der wichtigsten Probleme am 1. Januar 2013 wird sein, dass es für Pendler nicht genügend Parkplätze geben wird, so dass für viele die Frage nach einem Umstieg auf die öffentlichen Verkehrsmittel gar nicht erst in die Diskussion kommt, sondern die Stadt Göteborg einen Teil ihrer Bürger einfach zum Bezahlen einer Zusatzsteuer zwingen wird, da das Ziel der Maut in Göteborg ohnehin nichts anderes ist als möglichst viel Geld für das Infrastrukturpaket einzunehmen.

Aber auch andere Probleme werden erst im Laufe des Jahres 2013 oder gar erst 2014 behoben sein, denn die Fahrradwege sind nicht entsprechend ausgebaut, dass alle Göteborger auch ohne bedeutende Gefährdung mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren können und einige Eisenbahnstationen an denen längere Züge eingesetzt werden, haben nicht die entsprechend langen Bahnsteige, so dass man vom letzten Wagon aus eben auf den Schotter springen muss. Sicher ist für den Stadtrat jedoch eines: Die Maut wird pünktlich eingeführt, egal wie schlecht das ganze Projekt geplant und koordiniert ist.

Herbert Kårlin
 

Freitag, 17. Dezember 2010

Västtrafik setzt auf Parkplätze für Pendler

Bevor in Göteborg im Jahre 2013 die Maut eingeführt werden soll, benötigt Göteborg auf allen Einfahrtstrecken Parkplätze für Pendler, die Kosten von mindestens 100 Millionen Kronen verursachen. Västtrafik will damit die Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln Göteborgs attraktiver und einfacher machen.

Zusätzlich zu Pendlerparkplätzen sollen Einzelfahrscheine für öffentliche Verkehrsmittel billiger werden, was wiederum Zuschüsse in Millionenhöhe erfordert. Auch alle Pendlerzüge sollen bis 2013 mehr Waggons erhalten und damit längere Bahnsteige, damit vor allem die Reisenden von Alingsås und Kungsbacka Göteborg besser erreichen können.

Bei den bisherigen Plänen sind jedoch keine Maßnahmen zu finden, die die Probleme der verkehrsgefährlichen Busse oder eingestellten Touren abbauen sollen. Ebenso wenig findet man in den geplanten Maßnahmen eine Stellungsnahme zu regelmäßigen Problemen im Winter, wenn Busverkehr, Straßenbahnverkehr und vor allem der Eisenbahnverkehr regelmäßig zusammenbrechen und öffentliche Verkehrsmittel keinerlei Alternative für Autofahrer darstellen.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 23. September 2010

50.000 Pendler erhalten kostenlose Buskarte in Göteborg

Zwischen dem 25. September und dem 20. Oktober erhalten 50.000 Pendler, die normalerweise mit dem Auto zur Arbeit in die Innenstadt Göteborgs fahren, von Västtrafik ein zweiwöchiges kostenloses Ticket, das ihnen erlaubt alle öffentlichen Verkehrsmittel im Västra Götaland zu benutzen. Nach Einschätzung von Västtrafik kann man mit dieser Aktion etwa 10.000 neue Kunden gewinnen.

Das Verteilen kostenloser Fahrscheine gehört zu regelmäßigen Werbemaßnahmen der städtischen Verkehrsbetriebe und soll, unter anderem, langfristig den Autoverkehr in der Innenstadt reduzieren. Die Tickets werden den Glücklichen nach einem Auswahlkriterium von Västtrafik per Post zugeschickt, wobei Autopendler ihr Interesse bis zum 20. Oktober ebenfalls direkt bei Västtrafik anmelden können.

Inwieweit die Verteilung der kostenlosen Fahrscheine seine Wirkung zeigt, ist schwer zu messen, wobei sich jedoch bereits bei früheren dieser Aktionen zeigte, dass viele ihre Tickets, die nicht als persönliche Fahrscheine gekennzeichnet sind, an Familienmitglieder oder Freunde weiterreichen, die damit 50% einer Monatskarte einsparen können oder damit stadtüberschreitende Reisen kostenlos unternehmen können.

Herbert Kårlin