Posts mit dem Label Stadtmission werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Stadtmission werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 28. April 2014

Göteborg sucht eine Lösung für Bettler

Seit einem halben Jahr arbeiten die Stadt Göteborg, die Stadtmission, die Heilsarmee und die Diakonie Bräcke gemeinsam an einem Projekt, das Lösungen für die ärmsten Migranten aus der EU-Zone finden soll, die sich in der Stadt aufhalten, und bereits im vergangenen Winter einige Betten für diese Gruppe zur Verfügung stellte, einen Platz zum Wärmen hatte und ein Frühstück anbieten konnte, wenn auch nur ein Teil dieser Armen davon profitieren konnte.


Nun hat sich die Stadt Göteborg dazu entshlossen diese Zusammenarbeit vorerst auf ein weiteres halbes Jahr auszudehnen, da man gemeinsam analysieren will welche Vorteile die bisherige sechsmonatige Zusammenarbeit bracht, welche Mängel vorhanden waren und wie man unter Umständen eine permanente Lösung für diese ausgesetzte Gruppe an Personen finden kann. Ob die Zusammenarbeit auch im kommenden Winter fortsetzen wird, ist bisher allerdings unklar.

Inwieweit die Zusammenarbeit tatsächlich helfen konnte, ist bisher ebenfalls unbekannt, denn sehr viele der Migranten aus Rumänien, Bulgarien und anderen Ländern, nehmen keinen Kontakt mit den Ämtern oder Hilfsorganisationen auf, sondern leben ausschliesslich in ihren Fahrzeugen oder ihren Wohnwagen, viele unter ihnen bleiben das ganze Jahr über im Raum Göteborg. Um eine dauerhafte Lösung zu finden, ist allerdings kaum eine Zusammenarbeit von Hilfsorganisationen und Stadt Göteborg nötig, sondern eine Zusammenarbeit auf nationalem oder europäischen Niveau, da sonst nur das Risko besteht, dass immer mehr arme Europäer nach Göteborg kommen und andere Gemeinden meiden.

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 25. Dezember 2013

Freiwillige Weihnachtswohltätigkeit in Göteborg

Arme und Obdachlose in Göteborg konnten am Heiligen Abend geradezu wählen wo sie kostenlos ein Weihnachtsessen erhalten können und oft zudem ein kleines Weihnachtsgeschenk erhielten um wenigsten Weihnachten in guten Erinnerungen zu behalten. Private Organisatoren, Rettungsdienst und Stadtmission gaben sich Mühe rund 1000 bedürftigen Personen ein reichhaltiges Weihnachtsessen zu bieten.

Die Aktion zu Weihnachten ist zwar begrüßenswert, zeigt jedoch gleichzeitig eine Schattenseite Göteborgs, die beweist wie viele Arme bereits in der Stadt leben und nicht nur zu Weihnachten Probleme haben, sondern diese das ganze Jahr mit sich herumtragen ohne dass ihnen im Laufe des Jahres auf die gleiche Weise Hilfe geboten wird. Gemeinschaft und Ernährung sind aber das ganze Jahr über wichtig, nicht nur am Heiligen Abend.

Dass am Heiligen Abend rund 1000 Arme einen Weihnachtstisch und kleinere Geschenke finden, zeigt auch nicht das gesamte Bild der Armut der Stadt, denn sehr viele Arme wollen sich nicht als Bedürftige zeigen und verzichten selbst zu Weihnachten auf ein entsprechendes Angebot. Niemand weiß genau wie viel echte Armut bereits in Göteborg herrscht, aber die Zahlen schwanken zwischen 5000 und 20.000 Personen, und dies bei einer Stadt, die nur etwas über 500.000 Einwohner hat.

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 26. November 2013

Obdachlose ohne Zukunft in Göteborg

Auch wenn die Stadtmission in Göteborg ihr Bestes gibt und in der Stadt auch einige nächtliche Unterkünfte für europäische Obdachlose geschaffen wurden, so stellten Forscher im Auftrag der Obdachlosenzeitschrift Faktum fest, dass Obdachlose und sozial Ausgestoßene in der Stadt keine Zukunft und keine Chance haben. Unter den sechs untersuchten Städten Schwedens nimmt Göteborg nach wie vor den letzten Platz ein, weit abgeschlagen von Gemeinden wie Stockholm, Malmö oder auch Helsingborg, Lund und Växjö.


Die Forscher sind von dieser Entwicklung kaum überrascht, denn Göteborg sieht sich als Stadt der unzähligen Ereignisse, der Wissenschaft und der Modernität in der Obdachlose und Personen in sozialer Notlage keinen Platz haben. Die verantwortlichen Politiker wünschen sich, dass diese Schicht die Stadt verlässt, denn ohne Wohnung, ohne jede Unterstützung und ohne den geringsten Ansatz einer Hilfe, ist es schwierig zu überleben, aber die Personen in Not bleiben, da sie nicht wissen wohin sie gehen könnten.

Die größten Probleme, die die Forscher feststellen ist der Mangel an einfachen und billigen Wohnungen, die die Voraussetzung dafür sind wieder in ein normales Leben zurückzufinden und das zweite Problem sind Politiker, die die Augen vor den Problemen Obdachloser, Armer und Drogenabhängiger oder Alkoholikern, die wieder ein normales Leben führen wollen, einfach schließen, denn einige der Sozialämter wissen nicht einmal wie sie der Gewalt oder der Armut ausgesetzte Kinder in ihrem Stadtteil entdecken können. Nach den Forschern und Faktum fehlt in Göteborg der Wille etwas zu ändern.

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 21. November 2012

Happyland 1979 in der Göteborger Johanneskyrkan


Wie bereits im vorigen Jahr, so präsentieren auch dieses Jahr das Folkteatern und die Göteborger Stadtmission wieder ein weihnachtliches Theater, das nicht nur dem Publikum eine Stück präsentiert, das die menschliche Gesellschaft in Frage stellt, sondern dessen Einnahmen auch ausschließlich den Bedürftigen der Stadt zu Gute kommen, die insbesondere im Winter die Hilfe ihrer Mitmenschen benötigen, da in dieser Zeit nicht nur der Hunger, sondern auch die Kälte zu schaffen macht.

Zwischen dem 27. November und dem 20. Dezember präsentiert die gemischte Schauspielgruppe in der Göteborger Johanneskyrkan jeweils am Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag um 19 Uhr das Stück Happyland 1979, das während der Theatersaison 1979/80 im Folkteatern 100 Mal vor ausverkauften Räumen gespielt wurde und bereits damals die gleichen Fragen aufwarf wie heute, als ob die Zeit stehen geblieben wäre oder die Menschen blind durch die Welt gehen.

Happyland ist kein Weihnachtsmärchen, das man im Allgemeinen zu Weihnachten erwartet, was schon der Ort der Handlung aussagt, denn 1979 war die Handlung in einen Einkaufstempel gelegt und dieses Jahr in eine Kirche, die Obdachlose beherbergt. Und auch wenn bei Happyland Engel, Hirten und die Jungfrau Maria mit auf der Bühne stehen, so geht die Frage nicht um die Biblische Geschichte, sondern darum, wer sich eigentlich um das Jesuskind kümmern soll, um die Frage der Mitmenschlichkeit und die Frage ob es in unserer Welt noch einen Platz für die Liebe gibt.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 12. September 2012

GöteborgsvVarvet schließt die Anmeldungen

Nach dem steigenden Andrang bei der Teilnahme zum Göteborger Halbmarathon GöteborgsVarvet hatten sich die Veranstalter im Frühjahr entschlossen für das kommende Jahr die Anzahl der Teilnehmer zu erhöhen. Erstmals können an diesem Ereignis nun 62.000 Teilnehmer ihren persönlichen Rekord beim Lauf durch Göteborg beweisen, eine Menge, die es erforderlich macht besondere Vorkehrungen zu treffen.

Obwohl der kommende GöteborgsVarvet erst am 18. Mai 2013 stattfindet, mussten die Veranstalter bereits gestern mitteilen, dass die maximale Teilnehmerzahl erreicht ist und daher keinerlei Anmeldungen für das kommende Jahr mehr angenommen werden können. Obwohl die Anzahl der Teilnehmer erhöht wurde, müssen dieses Jahr die Anmeldungen drei Wochen früher geschlossen werden als voriges Jahr.

Allerdings gibt es für eine gewisse Anzahl an Läufern noch eine letzte Möglichkeit am Halbmarathon in Göteborg teilzunehmen, nämlich indem sie für gemeinnützige Zwecke oder das Sweden Team an den Start gehen. Wer für wohltätige Zwecke starten will, kann unter der Stadtmission, den Clowns ohne Grenzen oder für Mentor starten. Wer für die Nationalmannschaft der Skischützen laufen will (Sweden Team), muss bedenken, dass auch hier die Anzahl der Plätze auf 2500 Teilnehmer begrenzt ist.

Herbert Kårlin

Samstag, 25. Dezember 2010

Weihnachtsfest in der Stadtmission Göteborg

Wie jedes Jahr lädt die Stadtmission Göteborg alle Bedürftige Göteborgs während der drei Weihnachtstage zu einem Weihnachtsessen ein, das auch dieses Jahr in der Sankt Johanneskyrkan der Stadt serviert wird. In der Regel treffen sich an diesen drei Tagen jeweils etwa 500 Personen, die dort nicht nur essen, sondern auch gemeinsam Weihnachten feiern können.

Die Stadtmission lädt zum Weihnachtsessen nicht nur all jene ein, die selbst bei minus 15 Grad kein Dach über dem Kopf haben, sondern auch alle, die nach Drogen- oder Alkoholmissbrauch einsam sind und nur mit Hilfe von staatlicher Unterstützung überleben können. Auch zum Neuen Jahr plant die Stadtmission wieder eine Essensausgabe, die erneut von den Unternehmern der Stadt finanziert wird.

Zum 24. März plant die Stadtmission, in Zusammenarbeit mit dem Folkteatern Göteborg, in der Johanneskirche die Aufführung des Theaterstücks „Breaking the Rules“ nach dem gleichnamigen Preisfilm von Lars von Triers. Die beiden Schauspieler Göran Ragnerstam und Karin Lykke werden das Stück gemeinsam mit Amateurschauspielern aufführen, wobei sämtliche Einnahmen der Stadtmission zur Verfügung gestellt werden.

Herbert Kårlin

Dienstag, 30. März 2010

Steigende Armut in Göteborg

Während in Schweden die Schicht jener, die unter der Armutsgrenze leben müssen langsam abnimmt, kann man diese Tendenz für Göteborg nicht bestätigen. Hier steigen sowohl Armut als auch die Einkommenskluft zwischen verschiedenen Gruppen. Besonders betroffen sind vor allem Einwanderer aus nichteuropäischen Ländern, allein erziehende Mütter und Jugendliche.

Immer mehr Kinder können aus Geldmangel an keinerlei Freizeitaktivitäten mehr teilnehmen und müssen im Sommer auf jede Urlaubsreise verzichten, während andere mehrmals verreisen. Früher konnte die Göteborger Stadtmission einzelne Freizeitaktivitäten noch finanziell unterstützen. Heute reichen die finanziellen Mittel der Hilfsorganisation kaum noch für notdürftigste Dinge wie Brillen, Medizin oder Zahnpflege aus.

Auch Studenten, die keine reichen Eltern haben, haben immer größere Probleme über die Runde zu kommen, da die staatlichen Studienkredite nicht mehr für Unterkunft, Miete und öffentliche Verkehrsmittel in Göteborg ausreichen. Ohne Unterstützung von Eltern müssen nahezu alle Studenten neben ihrem Studium einer Arbeitstätigkeit nachgehen, was wiederum dazu führt, dass sich die Studienzeit verlängert und minder bemittelte Studenten auch oft schlechtere Abschlüsse machen und dadurch auch in Zukunft weniger Chancen im Berufsleben haben als Studenten mit wohlhabenden Eltern.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 13. Januar 2010

Obdachlose überleben den kalten Winter in Göteborg

Auch wenn es in Göteborg immer noch freie Betten für Obdachlose gibt ziehen es etwa 90 Personen vor keine Zuflucht zur Wärme zu suchen. Die intensive Arbeit von Stadtmission und anderen sozialen Diensten konnten während eines Jahres zwar etwa 40 Obdachlose im Winter zu ihren Unterkünften lotsen, aber ein „harter Kern“ will davon nicht sehr viel wissen.

Unter den 90 Obdachlosen, die nun schon seit zwei Wochen mit einer Kälte von bis zu minus 15 Grad zu kämpfen haben befinden sich vor allem Alkoholiker und psychisch Kranke, die sich eine Parallelwelt aufgebaut haben und oft die Gefahr der Kälte nicht verstehen. Bisweilen ist zu dieser Personengruppe keinerlei Kontakt aufzubauen.

Die Stadtmission und die Stadtpolizei Göteborgs konnten während der letzten zwei Wochen zwar nur noch wenige Obdachlose nachts ganz im Freien entdecken, denn manche ziehen sich in den offenen Teil des Bahnhofs oder der Nordstan zurück und wieder andere schlafen in Treppenhäusern oder auf öffentlichen Toiletten. Aber niemand kann sagen wie lange alle 90 Obdachlosen, die keine offizielle Schlafmöglichkeit suchen, bei bleibender Kälte noch überleben können.

Herbert Kårlin

Montag, 14. Dezember 2009

Kamele an der Domkirche in Göteborg

Seit 14 Jahren findet man vor Weihnachten bereits eine Lebende Krippe vor der Gustavi Domkirche in Göteborg. Die Stadtmission macht mit dieser Aktion auf eine besondere Weise auf ihre Arbeit aufmerksam, was jedes Jahr einen großen Aufwand erfordert, da Schafe, ein Kamel und Esel bei diesen Darbietungen natürlich nicht fehlen dürfen.

Bisher war die Lebende Krippe der Stadtmission nur vor der Göteborger Domkirche zu finden und zog Tausende jedes Mal Tausende von Besuchern an. Dieses Jahr kommen zum ersten Mal auch die Einwohner von Partille, Biskopsgården und Härlanda in den Genuss die weihnachtliche Vorführung bei sich zu empfangen.

Die Lebende Weihnachtskrippe in Göteborg gleicht natürlich jenen in den meist südlicheren Städten, indem Steuereintreiber, Herodes, das Jesuskind, die Weisen aus dem Morgenland und ein Engelchor eine Rolle spielen. Als Schauspieler findet man natürlich die Freiwilligen der Göteborger Stadtmission und Schüler der Engström-Schule.

Herbert Kårlin