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Samstag, 2. Juni 2012

West Sweden und ihr frühere Direktor in Brüssel

Auch wenn Kjell Peterson als ehemaliger Direktor der Lobby-Organisation West Sweden seine Arbeit in Brüssel wegen bedeutenden Skandalen niederlegen musste, zum Beispiel weil er es als normal empfand, dass seine Parkvergehen, seine Feste mit reichlich Alkohol in luxuriöser Umgebung und ein selbst eingeführtes dreizehntes Gehalt von Steuergeldern bezahlt wurden, so zeigt sich heute wie wenig er sich einer Schuld bewusst ist und wie weit seine Skrupelschwelle bereits gesunken ist.

Da Kjell Peterson nach seinem Scheitern in Brüssel nun nach Schweden zurückkehren will, fordert er West Sweden auf ihm die gesamten Umzugskosten zwischen 100.000 und 200.000 Kronen zu bezahlen. Er geht davon aus, dass er dienstlich nach Brüssel zog und daher auch seine Rückkehr nach Schweden in voller Höhe finanziert werden muss. Auch dass ihm wieder eine Arbeit in Spitzenposition zusteht, hält der Ex-Direktor für normal.

Auch nach der Veröffentlichung der Affäre Kjell Peterson kamen weitere zweifelhafte Rechnungen bei West Sweden an, die belegen, dass der frühere Direktor erhebliche Summen nicht zweckgebunden ausgab. West Sweden lässt nun sämtliche Verträge mit Kjell Peterson überprüfen um ihn eventuell für den Schaden haftbar zu machen. Solle sich allerdings zeigen, dass bereits der Vertrag lückenhaft oder unüberlegt war, so wird West Sweden wohl auch noch den Umzug bezahlen müssen, da Peterson sich vermutlich wenig einsichtig zeigt.
Herbert Kårlin

Montag, 26. März 2012

Göteborg will West Sweden verlassen

Nach den zahlreichen Unregelmäßigkeiten des Unternehmens West Sweden, das den Gemeinden der Region zu Subventionen aus der Europakasse verhelfen sollte und der Kritik, dass das Unternehmen wenige tatsächliche Ergebnisse zeigte, wollen nun mehrere Teilhaber von West Sweden aussteigen. Dass sich die Staatsanwaltschaft ebenfalls für das Gebaren des Chefs in Brüssel interessiert, spielt sicher auch eine Rolle für diese Entwicklung.

Auch die Beamten der Stadt Göteborg schlagen nun einen Ausstieg aus West Sweden vor, da in ihren Augen die 2,6 Millionen, die die Stadt jedes Jahr an West Sweden bezahlen muss, in keiner Relation zu den bisherigen Ergebnissen steht. Mit dem Ausstieg Göteborgs, dem zweitgrößten Teilhaber von West Sweden, müssten sich die Aktivitäten des Unternehmens erheblich einschränken oder auch zur Schließung der Firma führen.

Seit 2008 hat die Stadt Göteborg bereits, parallel zu West Sweden, ein eigenes Büro in Brüssel unterhalten, das die gleichen Ziele verfolgte wie West Sweden, allerdings mit dem Unterschied, dass diese Lobbyarbeit nicht die Region Västra Götaland, sondern nur die Stadt Göteborg betrifft. Die Steuerzahler der Stadt müssen daher seit 2008 zweimal für das gleiche Ziel bezahlen ohne einen bedeutenden Nutzen davon zu haben.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 25. Januar 2012

Neue Richtlinien für West Sweden

Nachdem im letzten Dezember bekannt wurde, dass der von Steuergeldern getragene Verein West Sweden unter dem Direktor Kjell Peterson zu luxuriösen Geschäftsessen und Aufenthalten in Spa-Anlagen mit reichhaltig Alkohol einlud ohne die Rechnungen ordnungsgemäß abzurechnen, hat der Vorstand von West Sweden nun beschlossen einen Teil der Regeln für die Bewirtung zu ändern, insbesondere was den Alkoholausschank bei internen Versammlungen betrifft. Eine grundsätzliche Änderung der Missstände wurde bisher nicht in Erwägung gezogen.

Der Vorstand von West Sweden hat nun beschlossen, dass bei internen Versammlungen grundsätzlich kein Alkohol mehr aus Steuergeldern finanziert werden darf und jede Einladung, auch im Büro in Brüssel, aufgeschlüsselt werden muss, so dass man auch hinterher noch weiß wer wen warum eingeladen hat. Wie teuer in Zukunft diese Essen oder andere Einladungen sein dürfen, wurde indes nicht festgelegt, sa dass Luxus nach wie vor nicht ausgeschlossen wurde.

Nach dem Vorsitzenden des Vorstands, Robert Hammarstrand, sollen diese neuen Regeln, die einen Monat nach den Vorfällen kommen, wieder Vertrauen zu West Sweden schaffen. Ob jedoch das Vertrauen wieder gewonnen werden kann so lange nicht klar ist welche Leistungen West Sweden wirklich für die Region brachte und ob eine einseitige Gehaltserhöhung des Brüsseler Chefs Kjell Peterson mit der Aufgabe von West Sweden vereinbar ist, bleibt offen.

Herbert Kårlin

Dienstag, 27. Dezember 2011

Lobbying auf Kosten der Steuerzahler

Nach einer Untersuchung der Radiostation P4, zeigt sich nicht nur der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung Lisebergs großzügig, wenn es um Luxus und Alkohol geht, denn auch der gemeinnützige Verein West Sweden mit zwei verknüpften Unternehmen in Göteborg und Brüssel belegt, dass für Politiker Steuergelder zum eigenen Vergnügen und vor allem für Alkohol verschwendet werden ohne sich der geringsten Verantwortung bewusst zu sein. Und wieder war Göran Johansson, ein früherer Spitzenpolitiker Göteborgs, mehrere Jahre lang Vorstand des Aufsichtsrates.

Die Methode von West Sweden ist indes weitaus besser geplant als jene von Liseberg, denn im Göteborger Büro landen zwar die Rechnungen für exklusive Treffen mit Essen und Übernachtungen in Schlössern oder Spa-Anlagen, nicht jedoch die Einkäufe von Alkohol in der Systembolaget oder der Konsum in einer Hotelbar, denn diese Rechnungen werden selbstverständlich vom Büro in Brüssel beglichen. Die Steuergelder für West Sweden kommen zwar auch in diesem Fall aus dem Västra Götaland, tauchen aber nie in der Buchhaltung in Göteborg auf.

Wie auch der Chef von Liseberg, hält Kjell Peterson, der Direktor von West Sweden, es für vollkommen normal für eine Übernachtung mit Essen und Alkohol für fünf Personen 16.000 Kronen aus Steuergeldern zu bezahlen. Die Aufgabe von West Sweden ist seit 1992 durch Lobbying Europagelder nach Westschweden zu bringen, wobei die Entscheidungen von 17 Spitzenpolitikern der Region gefällt werden, die auch davon reden, dass bei Treffen kein oder kaum Alkohol gereicht werden soll.

Herbert Kårlin

Dienstag, 2. November 2010

Ryanair verbindet Göteborg mit Großstädten

Während Ryanair Glasgow und Frankfurt Hahn von Göteborg aus bald nicht mehr anfliegen wird, kommen vier neue wichtige Städte auf die Flugpläne. Bei den neuen Zielen wie Paris, Rom, Brüssel und Edinburgh wird die Fluggesellschaft Ryanair die Preise der anderen Fluggesellschaften, die von Göteborg aus die gleichen Städte anfliegen, erheblich drücken.

Auch wenn die Gewinne von Ryanair und dem Göteborger Flughafen Säve (City Airport) mit überdurchschnittlicher Geschwindigkeit steigen, spüren die vom Fluglärm belasteten Bewohner bisher keinerlei Verbesserung. Allein dieses Jahr stieg die Anzahl der Passagiere um 16,5% und erreicht voraussichtlich die für den Flugplatz maximal zulässige Passagierzahl von 750.000 Passagieren im Jahr.

Ryanair bringt jedoch nicht der irischen Fluggesellschaft und dem ehemaligen Militärflughafen Göteborgs einen Gewinn, sondern auch der Stadt Göteborg, da es sich bei über der Hälfte der Passagiere um deutsche Touristen handelt, die im Durchschnitt jeweils vier Tage in Göteborg verbringen und täglich über 5500 Kronen für Wohnen, Essen, Trinken und Vergnügen ausgeben, was einem Jahresumsatz von über sieben Milliarden Kronen entspricht.

Herbert Kårlin