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Sonntag, 27. April 2014

Die Zukunft der Göteborger Werft „Götaverken“

Noch hat das holländische Unternehmen Damen die Hallen der früheren Götaverken und die Trockendocks nicht verlassen, aber schon stellt sich die Frage, was man mit der Gegend in Zukunft anfangen will, denn der Grund auf dem sämtliche Gebäude stehen, und natürlich auch die Gebäude, gehören Göteborg und nicht dem Unternehmen. Allein die Stadt wird daher entscheiden, ob man dort in Zukunft moderne Wohnhäuser am Wasser finden wird, eine Grünanlage oder ob man sich auf eine Überraschung vorbereiten sollte.


Bisher hat die Stadt entweder noch keine Ideen und Pläne, oder aber die Verantwortlichen wollen nicht darüber reden, da die Wahlen kurz bevorstehen. Sicher ist eigentlich nur, dass man kaum ein Unternehmen finden kann, das in die alten Hallen einziehen will, diese also in absehbarer Zukunft abgerissen werden um Platz für die Zukunft Göteborgs zu schaffen. Das Gebiet ist für Spekulanten interessant, denn die Lage am Göta älv ist begehrt, egal ob es sich um Wohnraum oder um Firmenräume und Restaurants handelt.

Am interessantesten ist in diesem Rahmen jedoch die Frage was aus den beiden Trockendocks wird, die geradezu ein Wahrzeichen Göteborgs wurden und jeden Besucher faszinieren, der sich ihnen mit den Paddan oder Älvsnabben nähert.  Die beiden Trockendocks gehören nämlich dem holländischen Unternehmen und können daher entweder verschrottet werden oder aber zu einer Werft im Baltikum transportiert werden, was wiederum den Weg dafür öffnen könnte, dass die Stena-Line-Fähren nach Dänemark das Flussufer wechseln können und der südliche Älvstrand touristisch erschlossen werden kann.

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 24. Dezember 2013

Kreuzfahrtreisen nach Göteborg weiterhin im Aufwind

Noch nie wurde Göteborg von so vielen Kreuzfahrtschiffen angelaufen wie im kommenden Jahr, denn bisher haben sich bereits 73 Fahrzeuge fest angemeldet, was etwa 120.000 Touristen entspricht, die einen Tag lang Göteborg oder seine Umgebung besuchen werden und, in den Augen der Stadt, pro Person etwa 1000 Kronen in Göteborg lassen werden, zumindest in der Theorie.


Ein kleineres Problem stellt sich im Mai, denn allein am Donnerstag, dem 14. Mai werden drei Kreuzfahrtschiffe in Göteborg anlegen und am kommenden Tag weitere vier, was bedeutet, dass die Schiffe weder im Freihafen noch im Außenhafen Arendal Platz finden werden. Die Lösung wird daher der Frachthafen Scandiahamn und das Kai vor dem Amerikaskulet sein, Möglichkeiten, die Stena Line bei einer Verlagerung aus der Stadt immer verweigerte.

Die Mehrheit der 120.000 Besucher werden nach dem Anlegen nicht nur von westschwedischen Köchen noch auf dem Schiff mit westschwedischem Essen verwöhnt, sondern sie werden auch von Bussen empfangen, die sie nach Marstrand, Skärhamn, Öckerö oder Gunnebo bringen werden, da es Göteborg bis heute nicht gelungen ist ihre eigene Stadt den Veranstaltern attraktiv genug zu verkaufen. Nur jene, die die teuren Fahrten der Veranstalter meiden, also auch in Göteborg weniger Geld ausgeben, werden zu Paddan oder auch Haga greifen, in Ermanglung eines sinnvollen Angebots der Stadt und den mangelnden Fähigkeiten vieler offizieller Stadtführer.

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 22. März 2011

Göteborgs Paddan bekommen Konkurrenz

Ab dem 16. Mai 2011 bekommen die Paddan in Göteborg Konkurrenz mit dem Boot Lotsen 1, das jedoch nicht an der Kungsportsbron ablegt, sondern neben dem Erlebnismuseum Maritiman, das sich am Göta Älv neben der Oper befindet.

Mit Lotzen 1 kommt für die Besucher Göteborgs eine sehr attraktive Konkurrenz, die die gleiche Runde nimmt wie die Paddan, jedoch auch an der Feskekôrkan und am Kungstorget anhält um Reisende zu- und aussteigen zu lassen, die die Reise dann an jeder Anlegestelle unterbrechen können.

Eine weitere Neuerung ist, das Lotsen 1 nur etwas über die Hälfte dessen von dem kostet was die Paddan kosten und das Ticket den ganzen Tag über gültig ist. Die Führung sind vorerst nur in Englisch und Schwedisch vorgesehen und sind vor allem auf die Geschichte Göteborgs ausgerichtet.

Herbert Kårlin

Freitag, 2. April 2010

Die Kanalmauer am Göteborger Brunnsparken wird zur Gefahr

Als der Kanal am Göteborger Brunnsparken im Jahre 1850 erbaut wurde, dachte niemand an die Belastung die die Norra Hamngatan 140 Jahre später verkraften sollte. Weitaus weniger Gedanken machte man sich dann jedoch 1950, als man die bestehende Mauer noch um 50 Zentimeter erhöht wurde, damit sie das Straßenniveau erreichte. Und vergessen waren alle voraussehbaren Probleme als 1990 ein reger Straßenbahnverkehr über die Norra Hamngatan geleitet wurde und die Mauer dadurch ständigen Belastungen und Erschütterungen ausgesetzt war.


Als sich nun an drei Stellen Teile der Mauer deutlich sichtbar Richtung Kanal bewegten, begann das Göteborger Verkehrswerk sich doch Gedanken zu machen und beauftragte ein Gutachten. Da man, auch wegen dem Bau eines Riesenrades, die Straßenbahn nicht über Lilla Bommen leiten will, müssen nun die Kanalmauern mit einer Metallkonstruktion verstärkt werden, was das Einsturzrisiko, zumindest vorübergehend, reduziert. Ende letzter Woche wurden nun die Vorbereitungen für die entsprechenden Arbeiten eingeleitet, die den Verkehr mit den Paddan-Booten, einer bedeutenden touristischen Attraktion Göteborgs, nicht behindern sollen.

Trotz der Erfahrung mit dem Kanal am Brunnsparken will die Stadt Göteborg nun auch die Arbeiten für den Västlänken, der die Einführung der Maut in Göteborg rechtfertigen soll, planen, auch wenn eigenen Gutachten vor Gefahren für die Mauern des Stora Hamnkanalen warnen und mehrere historische Gebäude an der Södra Hamngatan und am Lilla Torget unter Umständen bereits die Bauarbeiten nicht unbeschadet überstehen können.

Herbert Kårlin