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Donnerstag, 24. November 2011

Kauffreier Samstag in Göteborg

Am kommenden Samstag, den 26. November schließt sich Göteborg dem „Buy Nothing Day“, dem kauffreien Samstag an, der die Konsumenten zum Umdenken bringen soll. Selbst diejenigen, die den Protest gegen den Überkonsum an einem anderen Samstag des Jahres unterstützen würden, werden diesen Samstag, der bereits den Weihnachtseinkäufen gewidmet ist und unmittelbar vor dem ersten Advent liegt, mit geteilten Gefühlen entgegengehen.

Die Initiatoren weisen darauf hin, dass ein reduzierter Konsum dabei helfen kann die Umweltziele zu erreichen und das Glück nicht darin liegt viel zu besitzen, sondern darin glücklich zu sein mit dem was man besitzt und man dabei wenig vermisst. Eine Ideologie soll nun am Samstag zu einem Kaufverzicht führen, den alle Geschäfte Göteborgs fühlen sollen, auch wenn der Erfolg des vorigen Jahres kaum zu messen war.

Parallel zum Kaufverzicht informiert auch eine Facebook-Gruppe über die Aktivitäten des Tages, die in Beziehung zum kauffreien Samstag stehen. Die Feldbiologen organisieren auf dem Stigbergstorget einen Tauschladen mit Spielzeug, Sammelgegenständen und Kleidung, die Jugendorganisation der Göteborger Grünen lädt im Brunnsparken zu einem Straßentheater ein und Ockupy Göteborg hat zwischen 12 und 15 Uhr zahlreiche Aktivitäten im Einkaufszentrum Nordstan.

Herbert Kårlin

Freitag, 8. April 2011

Romadagen wird in Göteborg gefeiert

Nachdem noch vor einem Jahr Roma-Bettler zwangsweise aus Göteborg ausgewiesen und in die Heimatländer zurücktransportiert wurden, wird nun am 8. April, dem 40. Internationalen Romadagen (Internationaler Roma-Tag), an der Lejontrappan am Brunnsparken die Flagge der Roma gehisst.


Nach Andréa Selvén arbeitet Göteborg intensiv für alle Menschenrechte und will mit dem Hissen der Flagge um zwölf Uhr, mit einer Rede und traditionellem Gesang auf die Minorität der Roma, ihre Rechte und Probleme aufmerksam machen. Nach Aussagen der Stadt soll sich das Feiern des Romadagen zu einer jährlichen Tradition in Göteborg verwandeln.

Die Feierlichkeit soll mit der sogenannten Feuerzeremonie abschließen, die ihren Ursprung in Indien hat. Soraya Post, die zweite Sprecherin des Vereins European Roma und Bagir Kwiek, der Vorsitzende des Vereins für die kulturelle Entwicklung der Roma, werden ein Tablett mit einer brennenden Kerze und Blumen auf dem Kanal an der Lejontrappan zum freien Meer schwimmen lassen.

Herbert Kårlin

Montag, 31. Januar 2011

Der Brunnsparken in Göteborg soll aufgewertet werden

Nach Wunsch des Bauamts in Göteborg soll ab diesem Jahr der Brunnsparken völlig neu gestaltet werden und damit attraktiver werden. Der meist betretene Platz Göteborgs, der von morgens bis spät abends von Straßenbahnen und Bussen angefahren wird, soll vor allem mit Blumenarrangements versehen werden und eine modernere Beleuchtung bekommen.

Das Bauamt plant jedoch auch eine weitere Skulptur auf dem Platz und neue Bänke aufzustellen und den Platz mit neuen Steinen zu belegen, was bedeutet, dass ein bereits teilweise zerstörtes Kunstwerk dann ganz verschwinden wird und die Talstenarna dann ganz der Geschichte angehören werden.

Die hohen Kosten für diese Aktion führen gleichzeitig dazu, dass die Inseln der Kreisverkehre in Göteborg noch mehr vernachlässigt werden und der Brunnsparken mit seiner neuen Seite noch mehr Alkoholiker und Bettler anzieht als heute schon, was den Platz für Besucher der Stadt noch weniger attraktiv macht.

Herbert Kårlin

Freitag, 2. April 2010

Die Kanalmauer am Göteborger Brunnsparken wird zur Gefahr

Als der Kanal am Göteborger Brunnsparken im Jahre 1850 erbaut wurde, dachte niemand an die Belastung die die Norra Hamngatan 140 Jahre später verkraften sollte. Weitaus weniger Gedanken machte man sich dann jedoch 1950, als man die bestehende Mauer noch um 50 Zentimeter erhöht wurde, damit sie das Straßenniveau erreichte. Und vergessen waren alle voraussehbaren Probleme als 1990 ein reger Straßenbahnverkehr über die Norra Hamngatan geleitet wurde und die Mauer dadurch ständigen Belastungen und Erschütterungen ausgesetzt war.


Als sich nun an drei Stellen Teile der Mauer deutlich sichtbar Richtung Kanal bewegten, begann das Göteborger Verkehrswerk sich doch Gedanken zu machen und beauftragte ein Gutachten. Da man, auch wegen dem Bau eines Riesenrades, die Straßenbahn nicht über Lilla Bommen leiten will, müssen nun die Kanalmauern mit einer Metallkonstruktion verstärkt werden, was das Einsturzrisiko, zumindest vorübergehend, reduziert. Ende letzter Woche wurden nun die Vorbereitungen für die entsprechenden Arbeiten eingeleitet, die den Verkehr mit den Paddan-Booten, einer bedeutenden touristischen Attraktion Göteborgs, nicht behindern sollen.

Trotz der Erfahrung mit dem Kanal am Brunnsparken will die Stadt Göteborg nun auch die Arbeiten für den Västlänken, der die Einführung der Maut in Göteborg rechtfertigen soll, planen, auch wenn eigenen Gutachten vor Gefahren für die Mauern des Stora Hamnkanalen warnen und mehrere historische Gebäude an der Södra Hamngatan und am Lilla Torget unter Umständen bereits die Bauarbeiten nicht unbeschadet überstehen können.

Herbert Kårlin