Donnerstag, 21. April 2011

Arboretum in Göteborg gerettet

Seit dem Jahre 2006 war das Arboretum des Botanischen Gartens in Göteborg sich selbst überlassen, da finanzielle Einschnitte jeden Unterhalt unmöglich machten. Eine 60 Jahre alte Sammlung an Bäumen aller Welt schien damit dem Untergang geweiht und nur noch einzelne Jogger nahmen die Wege durch das Waldgebiet mitten in der Stadt.

Nach einem Zuschuss der Region Västra Götaland können nun die Arbeiten im Göteborger Arboretum wieder aufgenommen werden, wobei das Geld nicht nur für die Ausdehnung der Sammlung und einen Gärtner reicht, der sich um die Sammlung kümmern wird, sondern auch dafür, dass die wertvolle Sammlung täglich Schulklassen gezeigt und erklärt werden kann.

Da sich das Arboretum, obwohl es zum Botanischen Garten gehört, außerhalb des abgezäunten Bereichs der Anlage befindet, ist die Anzahl der Besucher im Arboretum, in dem sich auch mehrere Teiche mit einer reichen Vogelwelt befinden, bisher relativ gering, was sich durch den Unterhalt der Anlage maßgeblich verbessern kann.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 20. April 2011

In Göteborg kostenlos über den Göta Älv

Ab heute bieten die Göteborger Verkehrsbetriebe Västtrafik allen die Möglichkeit mit den Älvsnabbaren kostenlos über den Göta Älv überzusetzen. Für Fahrradfahrer bedeutet dies lange Umwege verhindern zu können und jene, die zur Arbeit über den Fluss müssen können sich in Zukunft die Montatskarte sparen.

Da die Information über den kostenlosen Fährdienst mit Fahrradtransport sehr kurzfristig beschlossen wurde, ist die Passage für viele Passagiere leider nicht ganz umsonst, da viele noch bis Monatsende oder selbst für die nächsten Monate über eine Monatskarte verfügen, die sie nicht eintauschen können.

Etwas irritierend für ungewohnte Reisende ist jedoch, dass nicht alle Fähren, die den Göta Älv befahren, betroffen sind, sondern nur die Linie 183, die in einem Sieben-Minuten-Rhythmus über den Fluss setzt. Wer aus Versehen in die normalen Älvsnabben steigt, muss für die gleiche Strecke weiterhin einen Fahrschein lösen.

Herbert Kårlin

Dienstag, 19. April 2011

Unruhen in Göteborg

Pünktlich zum Frühling beginnen an den kritischen Orten in Göteborg wie Backa oder Västra Frölunda wieder nächtliche Brände bei denen Feuerwehr und Polizei mit Steinen empfangen werden. Seit zwei Wochen bewegen sich spät nachts wieder Jugendliche in Gegenden mit großem Ausländeranteil und hoher Arbeitslosigkeit und säen Angst unter den Anwohnern.

Letzte Nacht brannten allein zwischen 22 Uhr 30 und 2 Uhr 30 in einem Wohngebiet in Västra Frölunda vier Autos, ein Wohnwagen, ein Anhänger und ein Moped, die wegen den Angriffen der Jugendliche kaum zu löschen waren und daher restlos zerstört wurden.

Trotz Einsatz eines Polizeihubschraubers konnte von den Jugendlichen keiner gefasst werden, da sie mit ihren Mopeds weitaus mobiler waren als die Polizeifahrzeuge, die Einsatzkräfte durch das Anzünden von Papierkörben abgelenkt wurden und die Jugendlichen das Terrain sehr gut kannten. Eltern und Nachbarn, die sehr genau wissen, wer an den Taten beteiligt war, wagen es nicht eine Aussage zu machen.

Herbert Kårlin

Montag, 18. April 2011

Städtische Wohnung Göteborgs werden intern vergeben

Eine Untersuchung der Radiostation P4 in Göteborg zeigt, dass attraktive Wohnungen und Villen, deren Eigentümer die Stadt selbst ist, nicht auf dem offiziellen Wohnungsmarkt angeboten werden, sondern intern unter einigen wenigen Personen verlost werden.

In der Regel handelt es sich um Villen in guter Lage, die weit unter dem normalen Mietpreis der Stadt vermietet werden. Die Idrotts- och föreningsförvaltningen, die 18 Miethäuser in Gebieten wie Delsjön, Slottsskogen oder Saltholmen besitzen, haben nicht eine dieser erlesenen Wohnungen auf dem freien Markt angeboten, sondern sie oft unter Angestellten und Bekannten verlost.

P4 fand, unter anderem, ein Miethaus, das bei 90 Quadratmeter Fläche gerade einmal 4000 Kronen Miete kostete und am Slottsskogen lag. Das Haus wurde unter sechs Personen verlost, obwohl in Göteborg über 30.000 Personen eine Wohnung suchen. Nach der Veröffentlichung dieser Affäre sollen in Zukunft die Wohnungen über Boplats offizielle auf dem freien Mark angeboten werden.

Herbert Kårlin

Sonntag, 17. April 2011

Steigende Klein-Kriminalität in Göteborg

Im vorigen Jahr wurden 35.293 kleinkriminelle Taten in Göteborg bei der Polizei angezeigt, also nahezu zehn Prozent mehr als vor fünf Jahren. Auch wenn allgemeine Unruhen und Gewaltverbrechen häufig an Randgebieten der Stadt eintreffen, so ist die Kleinkriminalität vor allem auf das Zentrum der Stadt konzentriert.

An der Spitze der Schäden stehen Schmierereien in Bussen und Straßenbahnen, was trotz der Installation von Überwachungskameras in den Fahrzeugen kaum rückläufig ist, zumal die Identität der Täter in den meisten Fällen nicht eindeutig festgestellt werden kann.

In der Innenstadt Göteborgs riskiert man vor allem Taschendiebstahl (3011 Fälle im Jahr 2010), Diebstähle aus Fahrzeugen (2767 Fälle), Sachbeschädigung an Fahrzeugen und Fahrraddiebstähle. Wohnungs- und Hauseinbrüche sind in der Innenstadt mit insgesamt 33 Fällen im vorigen Jahr dagegen relativ selten.

Herbert Kårlin

Samstag, 16. April 2011

Klimaveränderungen als Gefahr in Göteborg

Am 19. April öffnet im Göteborger Stadsmuseet (Stadtmuseum) die Ausstellung „Rädda historien“, die die Einwirkung der Klimaveränderungen jeder Art auf historische Fundstücke zeigt und erklärt wie Umweltveränderungen bedeutendes Kulturerbe zerstören.

Die Ausstellung wurde auf die Situation in Göteborg und dem Västra Götaland angepasst, wobei gezeigt wird, wie saurer Boden Metalle zerstört, die Luftverunreinigung auf Steinritzungen wirkt, Klimaveränderungen mit Stürmen historische Gräber zerstörte und welche Folge Überschwemmungen für das Kulturerbe des Westgotenlands haben.

Auch wenn die Ausstellung, die bis zum 31. August zu sehen ist, sich an Geschichte und historischen Funden Göteborgs ausrichtet, so zeigt sie dennoch wie Umweltveränderung generell historische Werte zerstören, eine Problem, das weltweit eine immer größere Bedeutung hat.

Herbert Kårlin

Freitag, 15. April 2011

Håkan Hellström erhält Lisebergsapplåden

Am 23. April, wenn der Vergnügungspark Liseberg seine Attraktionen für die Sommersaison öffnet, wird dem Göteborger Sänger Håkan Hellström auf der Taube-Bühne der Lisebergsapplåden überreicht, ein Preis, den jedes Jahr einer der bedeutendsten Künstler Schwedens erhält, weil er die Bewohner des Landes „glücklicher macht“.

Der 37-jährige Håkan Hellström wird damit der jüngste Preisträger, den Liseberg bisher auszeichnet. Håkan Hellström veröffentlichte bisher sechs Studioplatten und spielt nur auf ausverkauften Bühnen. Der Künstler gilt als einer der erfolgreichsten des Jahres 2010.

Liseberg motiviert die Preisvergabe mit den Worten „für seine einzigartige Begabung den Zeitgeist einzufangen, Worte für Gefühle zu finden und für seine Gabe eine Euphorie zu schaffen“. Håkan Hellström wird mit dem Lisebergsapplåden in den Kreis der Künstler wie Sten-Åke Cederhök, Astrid Lindgren, Tomas von Brömssen oder Per Gessle aufgenommen.

Herbert Kårlin