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Sonntag, 10. November 2013

Stadtplanung in Göteborg mit Hindernissen

Seit dem Jahre 2000, dem Baubeginn des Götatunnel, plant die Stadt Göteborg auch den südlichen Älvstranden bei Skeppsbron mit Geschäften, Bürohäusern und Wohnungen zu bebauen, ein Plan, der immer wieder diskutiert wurde, jedoch ohne jemals zu einem Bebauungsplan zu führen, da die Ideen der einzelnen Parteien erheblich voneinander abweichen und nur in dem Punkt übereinstimmen, nämlich dass die Gegend attraktiv für alle gestaltet werden muss.

Bild: Erséus Arkitekter AB

Im Jahr 2012 war es dann soweit, dass sich die Mehrheit im Göteborger Stadtrat endgültig dafür entschlossen hat den Plan in Angriff zu nehmen und, wie leider üblich, von hinten zu beginnen. Statt erst einen Bebauungsplan zu erstellen und ein klares Projekt au entwickeln, begann man Grundstücke zwischen städtischen Unternehmen zu tauschen, eine neue Straßenbahnlinie zu beginnen und für ein gigantisches Reisezentrum die Skeppsbron mit der gesamten Flussbefestigung bis zur P-Arken in einen enormen Bauplatz zu verwandeln.

Einwendungen wollte Anneli Hulthén, die Vorsitzende des Stadtrates, nicht hören und die fehlenden 150 Millionen Kronen für das Bauprojekt wurden bisher als Nebensache betrachtet. Als vergangene Woche jedoch über einen Bebauungsplan verhandelt und der endgültige Beschluss gefasst werden sollte, warnten die Rechtsanwälte der Stadt davor, dass wegen des Grundstückstausches, nicht zu verwechseln mit einer Mauschelei, das Finanzamt nun etwa 30 Millionen an Steuern verlangen kann. Nun musste die Entscheidung erneut aufgeschoben und überdacht werden, auch wenn höhere Gebäude oder ein Abweichen von der alten Idee immer noch nicht in Frage kommen, denn Luxus am Wasser ist immer gefragt.

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 28. Oktober 2013

Göteborg beginnt den Götaleden umzubauen

Sehr bald beginnt man den Götaleden, eine der wichtigsten Ausfahrtstraßen Göteborgs auf einer Gesamtlänge von 800 Meter in die Tiefe zu verlagern, wodurch der Götatunnel verlängert wird und gleichzeitig eine bedeutende Fläche der Stadt in guter Lage in Flächen für den Wohnungsbau verwandelt werden kann, was der Stadt Zusatzeinkommen von bis zu einer halben Milliarde Kronen verhelfen kann und eine attraktive Wohnfläche mit Bürogebäuden bieten kann.

In der ersten Etappe werden im kommenden Jahr 300 Meter im direkten Anschluss an den Götekanal in die Tiefe gelassen und überdeckt. Für diesen Teil können 800 Millionen Kronen unmittelbar verwendet werden, wobei das Versenken der Straße zwar langfristig hohe Kosten verursachen kann wenn das Wasserniveau steigt, jedoch die Lärmbelastung der Umwelt bedeutend reduziert. Wie hoch die endgültigen Baukosten sein werden, ist bisher unbekannt, aber sie können sehr schnell zwei Milliarden Kronen übersteigen.

Im Anschluss sind dann die restlichen 500 Meter geplant, aber da bisher unbekannt ist in welcher Hinsicht sich die Gegend bis zum Gullbergvass und dar Gaslocke ändern wird, muss für diesen Teil erst der Bebauungsplan abgewartet werden. Da es sich beim Götaleden auch um die E45  mit sehr intensivem Verkehr handelt, wird es in den kommenden Jahren auch hier zu sehr starken Verkehrsstörungen mit einer starken Belastung der Umwelt kommen, da es im Grunde keine sinnvolle Umgehungsmöglichkeit gibt. Eine Zukunftsvision Göteborgs ist allerdings nicht nur diese 800 Meter in die Tiefe zu verlagern, sondern die gesamte Strecke von der Älsborgsbron bis zum Tingstadstunnel.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 11. Juli 2012

Überschwemmungsrisiko in Göteborg

Bereits am 19. Dezember 2011 legte das MSB (Myndigheten för samhällsskydd och beredskap) eine Studie vor aus der hervorgeht, dass Göteborg zu den 18 schwedischen Städten gehört, die ein Hochwasser nach extremen Regenfällen nicht in den Griff bekommen können. Da man nun in Teilen des Småland die Folgen einer Hochwasserkatastrophe spürt, wird auch das Problem in Göteborg erneut aufgerollt. Da die Regionalregierung jedoch erst 2015 einen Notfallplan erstellt haben muss, ist bisher in Göteborg noch nichts geschehen.

Das Problem in Göteborg, das große Teile der Stadt am Göta älv und an den Kanälen betreffen kann, ist indes so umfassend, da hier nicht nur hunderte von Gebäuden betroffen sein können, sondern auch der Straßenverkehr, dessen Hauptachse der Götatunneln ist, vollkommen zusammenbrechen wird. Aber auch diese Gefahr und das Ergebnis der Studie hindert die Göteborger Stadtplaner nicht daran, weiterhin so Nahe am Wasser wie möglich bauen zu wollen, da diese Wohnungen den höchsten Gewinn abwerfen.

Das kurzsichtige Denken der Stadtplaner in dieser Hinsicht zeigt sich allerdings auch darin, dass die größte Satzung der kommenden Jahre eine unterirdische Eisenbahnlinie in Flussnähe ist und Überschwemmungen in Göteborg in nicht zu ferner Zukunft auf Grund der Klimaveränderungen zur Tagesordnung gehören können, denn es ist möglich, dass bereits der normale Wasserstand sich um einen Meter erhöhen kann und damit jede größere Regenmenge eine Überschwemmung zur Folge hat.

Herbert Kårlin

Dienstag, 4. August 2009

Aufbau des Riesenrades in Göteborg erneut in die Ferne gerückt

Drei Anlieger haben innerhalb der offiziellen Frist Einspruch gegen den Bau des Riesenrades vor der Oper eingelegt. Die Hauptargumente sind Lärmbelästigung, Risiken für den Götatunnel und Zerstörung des Stadtbildes.

Nun hat der Betreiber des zukünftigen Riesrades bis zum 13. August Zeit dem Gericht seine Argumente vorzulegen, die vermutlich in den großen Zügen den bisherigen Argumenten entsprechen werden.

Während der optische Aspekt in jedem Fall subjektiv ist und zukünftiger Lärm nur schwer nachzuweisen sein wird, wird die Hauptfrage vermutlich die Stabilität des Götatunnels betreffen über dem das Riesenrad stehen soll wie auch die Frage nach Vibrationen, die jenen des Gamla Ullevi entsprechen können.

Die statischen Berechnungen hinsichtlich eventueller Schäden am Götatunnel liegen dem Bauherren des Göteborger Riesenrades (Liseberg) bisher noch nicht vor, werden aber in den nächsten Tagen erwartet. Das Vägverket wartet diese Berechnungen ebenfalls ab und kann anschließend noch eigene statische Berechnungen vorlegen um den Bau des Riesenrades ebenfalls zu verzögern oder zu stoppen.

Weitere Information zu diesme Thema bei
"Hjulet" överklagat

Herbert Kårlin