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Zinnfiguren kamen, wie so vieles, über Deutschland nach Schweden und wurden ursprünglich als Lehrspielzeug verwendet. Erst ab den 20er Jahren begannen sich jedoch mehr und mehr Soldaten als Motive durchzusetzen, wobei hier auch die neuen Farbtechniken einen bedeutenden Einfluss hatten.Da das Kviberg Museum in Göteborg sich auf die Militärgeschichte spezialisiert hat, ist es daher verständlich, dass hier gerade diese kaum 100 Jahre alte Methode, Technik und Darstellungsweise bei der Zinnsoldatenausstellung, die dort bis zum 5. März statt findet, im Vordergrund stehen.Die Ausstellung bietet über 500 Zinnfiguren, die historische Ereignisse aus der Geschichte Göteborgs darstellen, die bis zu den Kämpfen unter Gustav Vasa zurückreichen. Alle Ereignisse wurde möglichst detailreich wiedergegeben und in die Landschaft gesetzt, die man alten Abbildungen nachempfunden hat.Herbert Kårlin
Seit 50 Jahren wusste man nicht, ob sich die Haselmaus (Muscardinus avellanarius) noch in Göteborg befindet oder nicht, da die letzten Exemplare in den 50er Jahren im Slottsskogen und an den Delsjön entdeckt wurden, bis sich nun die Stadt intensiv auf die Suche nach dem geschützten Tier machte.An 91 verschiedenen Stellen machte man sich auf die Suche, überall dort, wo sich das Milieu noch für die Haselmaus eignete. Die Suche hatte Erfolg, denn an zwei Stellen im Nordosten der Stadt konnte man die kleinen Nager finden. Beide Stellen befinden sich im Naturschutzgebiet Vättlefjäll.Die bis zu 15 Zentimeter lange Haselmaus ist nur nachts aktiv und ein hervorragender Kletterer. Da die natürlichen Lebensräume für den Nager immer seltener werden, ist die Haselmaus heute nur noch sehr selten in Schweden. Die Haselmaus ist auf der Liste der geschützten Tiere und darf daher nicht verfolgt oder getötet werden. Herbert Kårlin
Nachdem bei den letzten Wahlen im Herbst 16 Stimmzettel für die Regionalwahl spurlos verschwanden, die, rein mathematisch, den Wahlausgang bedeutend verändern können hätten, muss die Regionalwahl nun noch vor Sommer neu durchgeführt werden.Die verlorenen Wahlzetteln führten vermutlich dazu, dass sie Sozialistische Partei einen Sitz zu viel und die Zentrumspartie einen Sitz zu wenig bekamen. Die Neuwahl im Frühjahr kann daher die gesamte politische Situation im Västra Götaland umkehren und dem rechten Parteienblock die Mehrheit bescheren.Der tatsächliche Wahlausgang ist jedoch nicht vorherzusehen, da die Wahlbeteiligung bei Zweitwahlen und zudem Regionalwahlen nur relativ wenige Wähler zu den Urnen rufen. Vieles wird daher davon abhängen, ob die Parteien ihre Wähler mit klaren Aussagen mobilisieren können.Herbert Kårlin
Nach polizeiinternen Dokumenten sind in Göteborg zehn Nachtklubs für die Mehrheit aller Schlägereien und krimineller Übergriffe verantwortlich, wobei alle zehn Unternehmen ein verlängerte Schankgenehmigung bis fünf Uhr morgens haben. Um gegen das permanente Problem in diesem Milieu anzukommen, greift die Göteborger Polizei nun zu neuen Maßnahmen.Das Personal für Einsätze in Kneipen- und Nachtklubmilieu wird nun verdoppelt und die Aktivität der Polizei dehnt sich zukünftig vor allem auf Arbeit innerhalb der Räume der Unternehmer aus, was sowohl die Besitzer der Nachtklubs zu mehr Aufmerksamkeit zwingt, als auch Gewalt unter Besuchern verhindern soll.Ein Teil der Aktivität wird nach wie vor in uniformierter Weise stattfinden. Gleichzeitig werden Zivilpolizisten als Gäste anwesend sein, die während einiger Stunden die Wachen an den Türen und die Bedienung überwachen können, aber auch beobachten, ob zerbrochenes Glas liegen bleibt, Erbrochenes auf den Toiletten zu finden ist oder bereits Angetrunkene weiterhin Alkohol ausgeschenkt bekommen.Herbert Kårlin
Im Jahr 2010 wuchs Göteborg um 6.398 Personen, was bedeutet, dass die Stadt mittlerweile 513.726 Einwohner zählt. Die Hauptursache für diese Entwicklung ist ein Babyboom, der sich über nahezu die ganze Stadt verteilt.Einen besonders hohen Bevölkerungswachstum auf Grund des Babybooms verzeichnet man jedoch in Biskopsgården, Kortedala, Bergsjön und Angered, den Stadtteilen, in denen überdurchschnittlich viele Schweden mit Einwandererhintergrund wohnen und über die geringsten Einkommen verfügen.Da bereits heute das Bildungsangebot in dieses Stadtteilen weniger entwickelt ist als in zentralen Teilen Göteborgs, eine Bildungskluft zwischen den kinderreichen und kinderarmen Stadtteilen besteht und auch die Wohnungssituation in den genannten Stadtteilen negativer bewertet wird, müssen sich die Planer Göteborgs bald Gedanken über die Entwicklung von Biskopsgården, Kortedala, Bergsjön und Angered machen, wenn sie nicht Situation wie in Rosengård schaffen wollen. Herbert Kårlin
Um einen Teil Göteborgs mit Fernwärme zu versorgen, müssen große Mengen an Anfall verbrannt werden. Da die eigene Abfallmenge jedoch nicht ausreicht, musste die Göteborger Müllverwertung Renova bereits voriges Jahr 140.000 Tonnen Abfall aus Norwegen importieren. Und der Bedarf steigt in diesem Jahr weiterhin an.Täglich rollen daher Lastwagen mit Abfall vom Nachbarland nach Göteborg um rund 25 Prozent des nötigen Mülls zu liefern, was nach Renova umweltfreundlicher ist als den Müll auf eine Müllkippe zu kippen und Norwegen nicht dazu zwingt eigene Müllverbrennungsanlagen zu errichten.Umweltorganisation halten jedoch nicht mit den Argumenten Göteborgs mit, da man einen Teil der Verbrennung durch Quellsortierung verhindern könnte, was weitaus umweltfreundlicher ist. Der enorme Bedarf an Abfall für Fernwärme hat dagegen den umgekehrten Effekt, dass nämlich immer mehr Abfall verbrannt werden muss um das aktuelle System aufrecht zu erhalten.Herbert Kårlin
Erst vorige Woche wurde Ola Oskarsson von Ernst & Young zum Unternehmer des Jahres gekürt, da er ein zukunftssicheres Unternehmen mit Erfolg leitet und mit seinem Unternehmen Marin Mätteknik Wege in die Zukunft öffnet. Innerhalb von fünf Jahren konnte das Göteborger Unternehmen mit der Vermessung des Meeresbodens seinen Umsatz von 18 Millionen auf 300 Millionen Kronen steigern.Nach einer Gesetzesänderung verliert das Unternehmen nun sämtliche Unterstützungen des schwedischen Seefahrtsamts, da nach europäischen Verordnungen Unterstützung nur noch für Frachtfahrzeuge vergeben werden dürfen und nicht für Forschungs- und Messfahrzeuge. Ola Oskarsson wird durch diese Gesetzesänderung unter Umständen gezwungen seine Schiffe zu verkaufen und 60 Personen zu entlassen.Da die Geschäfte für das Unternehmen gut laufen, so hat Ola Oskarsson natürlich eine weitere Möglichkeit zu überleben. Er kann seine Schiffe ausflaggen, damit er die Kosten senken kann, was jedoch bedeutet, dass auch sein gesamtes Personal dann nach den Bedingungen des Wahllandes des Schiffes angestellt wird und keinerlei schwedische Sicherheitsbedingungen mehr eingehalten werden müssen.Herbert Kårlin