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In Schweden halten Politiker sehr wenig von Volksentscheiden und greifen nur dazu, wenn sich die Parteien selbst nicht einig sind über eine Entscheidung. So ist es auch nicht verwunderlich, dass das Begehren der Partei Vägvalet, eine Volksentscheid zur Einführung einer Maut in Göteborg durchzuführen, unter fadenscheinigen Argumenten abgelehnt wurde.Die Stadt gibt in ihrer Erklärung zu, dass die Anzahl der Stimmen, die Vägvalet von Göteborger Bürgern vorlegen konnte, für ein Volksentscheid ausreicht, aber argumentiert, dass die Entscheidung nun beim Reichstag liegt über die Maut zu entscheiden und daher Unterschriften aus Göteborg nicht mehr interessant sind.Diese Entscheidung der Politiker Göteborgs setzt jedoch nicht nur jede demokratische Entscheidung der Bürger außer Kraft, sondern wird die Stadt zur 400-Jahrs-Feier in die größte Baustelle des Landes verwandeln, jede Entscheidung für eine notwendige Umgehungsstraße für mindestens 30 Jahre auf Eis legen und ein Projekt des Jahres 1987 in den Vordergrund heben, das kaum als zukunftsweisend betrachtet werden kann.Herbert Kårlin
Die neue Attraktion Atmosfear im Göteborger Liseberg kostete rund 50 Millionen Kronen und öffnet pünktlich zum Ostergeschäft. Noch hat niemand diese Sensation getestet, da das Bremssystem noch justiert werden muss und auch zu Ostern wird sich nicht jeder Besucher des Vergnügungsparks an die Attraktion wagen.Atmosfear erlaubt es den Besuchern von einem Turm, dessen Spitze sich 146 Meter über dem Meer befindet, festgespannt in seinem Sitz, mit 100 Km/h in die Tiefe zu stürzen. 70 Meter geht die Fahrt abwärts, bevor die Magnetbremsen dann erst den Sturz mindern und das Monster nach drei Sekunden freiem Fall schließlich in der Tiefe der Anlage zum Halten bringen.Die Attraktion Atmosfear erlaubt weltweit die längste Strecke im freien Fall mit dieser Geschwindigkeit und ist eine Herausforderung für alle, die keine Höhenangst haben. Eine ähnliche Anlage in Deutschland wirkt durch ihre geringere Höhe nahezu wie ein Baby zu Lisebergs Turm.Herbert Kårlin
Nachdem das Gamla Ullevi voriges Jahr mit einem System ausgerüstet wurde, das die störenden Vibrationen der Nachbarhäuser um 75 Prozent reduzieren sollte, sobald die Fußballfans anfangen im Rhythmus zu hüpfen, war kurzfristig Ruhe zwischen den einzelnen Lagern eingetreten.Auch bis zur Halbzeit des ersten Allsvenskan zwischen IFK Göteborg och Örebro schien das Problem geklärt zu sein, bis dann in der zweiten Halbzeit erneut Lampen und Bilder in den anliegenden Häusern im gleichen Rhytmus zu schaukelten begannen in dem die Supporter im Gamla Ullevi in der Arena hüpften.Die kleineren Erdbeben waren in Wohnungen, die sich 200 Meter vom Stadium entfernt befanden, wieder deutlich zu spüren und das Problem zwischen Bauherren, Supportern und Anwohnern scheint wieder auf den Ausgangspunkt zurückgekehrt zu sein. Herbert Kårlin
Im April 2001 wurde bei der damals neu gegründeten Göteborger Straßenzeitung Faktum, die sich insbesondere um die Belange von Wohnungslosen kümmert, das erste Personal angestellt. Die Zeitschrift sollte nicht nur über Probleme von Minderheiten Göteborgs berichten und diese interessant darstellen, sondern auch von jenen verkauft werden, die ohne feste Wohnung in Göteborg leben müssen und keine Arbeit haben.Heute wird Faktum ab jedem Freitag von 60 bis 70 Verkäufern an vom Verlag festgelegten Stellen an den Straßen Göteborgs verkauft. Wohnungslose können die Zeitschriften, die für 50 Kronen verkauft werden, für 25 Kronen erwerben und dürfen den Unterschied behalten.Die Zeitschrift Faktum kennen, nach der jüngsten Untersuchung, 93 Prozent aller Göteborger, wobei der Verkauf für die Verkäufer nicht nur ein gewisses Einkommen bedeutet, sondern ihnen auch eine Beschäftigung bietet und ihnen soziale Kontakte bietet. Herbert Kårlin
Auch wenn bereits am 1. April die ersten der über 300 Restaurants, Bars, Cafés und Kneipen auf ihren Terrassen Kaffe, Bier und Essen servierten, so ist erst heute wirklich der Auftakt, der vor allem die Paradestraße Avenyn zu einer Attraktion für Sonnenliebhabern macht.Dieses Jahr haben 385 Restaurants und Cafés bei der Stadtverwaltung den Antrag gestellt Tische und Stühle vor ihren Einrichtungen aufstellen zu dürfen, um im Freien Essen und Getränke bieten zu können. Dieses Jahr werden daher noch mehr Göteborger und Gäste der Stadt ihren Kaffee oder ihr Essen unter der strahlenden Sonne einnehmen können, insoweit der Wettergott gnädig ist.Obwohl die Terrassen in Göteborg nur zwischen dem 1. April und dem 31. Oktober erlaubt sind, so bringt der Betrieb im Freien sehr vielen Unternehmen die Hälfte des gesamten Jahresumsatzes, was sicher daran liegt, dass die Bevölkerung Göteborgs sonnenhungrig ist und von Terrassen so lange und so oft wie möglich profitieren will.Herbert Kårlin
Im September beginnen die Bauarbeiten des dritten Gothia Towers in Göteborg, was die Hotelanlage, die einer Unterfirma der Stiftung Svenska Mässan ist und mit der Messe die Gebäude teilt, zu Europas größter integrierter Hotel-Messe-Kongressanlage machen wird, dessen Hotelteil bereits 1200 Zimmer bieten kann.Gleichzeitig will die Svenska Mässan auch seine Messeaktivitäten ausdehnen und strebt eine engere Zusammenarbeit oder auch die Übernahme des Scandinaviums an, das bereits mit den Messegebäuden verbunden ist. Zusammen mit dem Scandinavium könnte die Svenska Mässan zum bedeutendsten Ereignispark Nordeuropas werden.Carin Kindbom, die neue Chefin der Svenska Mässan in Göteborg, beschreibt den Zukunftstrend im Messe- und Kongressgeschehen, dahingehend, dass man in einer Anlage jede Größe von Ereignissen einplanen und ermöglichen muss und an strategischen Stellen VIP-Räume ebenso vorhanden sein müssen wie Restaurants und einfache Lunch-Einrichtungen.Herbert Kårlin
Wer wegen einer kommenden Reise in Göteborg seinen Pass verlängern will, wird einer harten Prüfung unterworfen. Nur damit man seinen Pass ausgehändigt bekommt sind Wartezeiten von bis zu sechs Stunden einzuplanen, da im Passamt nur wenig ausgebildetes Personal zur Verfügung steht.Seit Januar warten täglich bis zu 180 Personen gleichzeitig darauf, dass ihre Nummer auf einem der Bildschirme erscheint, damit sie ihren Pass ausgehändigt bekommen und viele waren gezwungen ihren Pass gerade nun zu bestellen, da sie ihn für die bevorstehende Reise benötigen, zumal Thailand-Reisen immer attraktiver werden.Göteborger werden nun aufgerufen auf Anträge bis Mai oder Juni zu warten, damit zusätzliches Personal ausgebildet werden kann, aber niemand kann garantieren, dass sich bis dahin die Situation bessert, da gerade zu Beginn der Ferienzeit eine sehr hohe Anzahl an Pässen auslaufen wird und der Andrang daher nochmals steigt.Herbert Kårlin