Donnerstag, 30. September 2010

Der Göteborgsvarvet 2011 bricht bereits alle Rekorde

Am 21. Mai 2011 findet der 32. Halbmarathon Göteborgsvarvet statt, der jedes Jahr mehr Läufer und Zuschauer anzieht und damit eines der bedeutendsten sportlichen Ereignisse Göteborgs ist. Läufer aus der ganzen Welt gehen im Schlosswald an den Start um, bei bester Zeit, in rund einer Stunde die 21 Kilometer zu meistern.

Allein während der letzten 24 Stunden haben sich 7000 Läufer aller Kategorien zum Göteborgsvarvet 2011 angemeldet. Insgesamt sind nun bereits 45.000 Teilnehmer auf der Startliste zu finden, was bedeutet, dass nur noch 13.000 Plätze frei sind bis die Liste geschlossen wird.

Durch den höchsten Andrang in der Geschichte des Göteborgvarvets haben die Veranstalter daher beschlossen ab heute die Startgebühr von 445 Kronen auf 695 Kronen anzuheben. Schon jetzt ist sicher, dass im kommenden Jahr keine Anmeldung in letzter Minute möglich sein wird und Tausende von Interessenten keinen Startplatz mehr erhalten.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 29. September 2010

Bestechungen in Göteborgs Firmenimperium

Obwohl die juristische Abteilung der Göteborger Stadtverwaltung eine Aufklärung aller zweifelhaften Geschäfte ihrer Firmen zusagte und eine absolute Kontrolle versprach, weitet sich die Affäre immer weiter aus. Erneut hat die Fernsehserie Uppdrag granskning Unregelmäßigkeiten eines Göteborger Unternehmens aufgedeckt.

Dieses Mal geriet das städtische Unternehmen Göteborg Energi ins Visier der Journalisten, bei dem ein Subunternehmer nicht nur für die Stadt tätig war, sondern gleichzeitig für das koreanische Unternehmen, das die neuen Stromzähler lieferte. Mit Göteborg Energi sind nun bereits sieben städtische Unternehmen in Bestechungsaffären verwickelt, ohne dass jedoch die Stadt selbst ernsthaft versucht die Unregelmäßigkeiten in städtischen Unternehmen unter Kontrolle zu bringen.

Geheime Aufnahmen der Fernsehjournalisten beweisen im Gegenteil, dass Angestellte, die mit der Presse reden wollen, von der Chefetage bedroht werden und, gegen das schwedische Gesetz, Nachforschungen darüber anstellen welche Angestellte mit einem Journalisten reden, eine Situation, die das gesamte schwedische Rechtssystem aushöhlt.

Herbert Kårlin

Dienstag, 28. September 2010

Elchsafari mitten in Göteborg

Abenteuertourismus zieht in ganz Schweden immer mehr Besucher an, wobei vor allem Elche für Städter und ausländische Gäste eine besondere Anziehungskraft ausüben. Nun will auch Göteborg an diesem Aufschwung durch Abenteuer teilhaben und veranstaltet die ersten Elchsafaris im Großstadtmilieu.

In Zusammenarbeit zwischen dem Naturhistorischen Museum Göteborgs, dem Schlosswald und dem Botanischen Garten, die die Aktion „Göteborgs grünes Herz“ gegründet haben, werden Touristen zu mehreren Orten geführt um alles über Elche zu erfahren und die majestätischen Tiere auch zu sehen.

Die Elchsafaris beginnen im Naturhistorischen Museum, wo der Besucher alle Informationen über Elche bekommt. Anschließend geht die Reise zum Café im Botanischen Garten, in dem der Teilnehmer Älgbullar, also Elchfleischbällchen zu essen bekommt. Den Abschluss bildet dann der Besuch im Zoologischen Garten des Schlosswald, wo einige Elche denn nur noch durch einem Zaun vom Besucher getrennt sind. Die Elchsafaris gehen in einige Hotelpakete ein und können sowohl beim Göteborger Fremdenverkehrsamt als auch über Göteborg Aktuell gebucht werden.

Herbert Kårlin

Montag, 27. September 2010

Die Buchmesse 2011 in Göteborg wird vorbereitet


Nachdem die Literatur Afrikas im Zentrum der diesjährigen Buchmesse Bok & Bibliotek in Göteborg lag, wird nun die kommende Messe im Jahr 2011 vorbereitet bei der die deutschsprachige Literatur das Leitthema wird. Auf 170 Quadratmetern können nächstes Jahr die Besucher Literatur aus Deutschland, Österreich und der Schweiz entdecken, Werke aus drei Ländern, die alle eine eigene Identität tragen.

Die Partner der drei Länder wollen während der Göteborger Buchmesse dem dominant skandinavischen Publikum vor allem die jungen Autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vorstellen. Die Besucher der Messe können mit etwa 25 deutschsprachigen Autoren rechnen, die auch an Seminaren, Lesungen und anderen Veranstaltungen teilnehmen werden, wobei das treue, literaturinteressierte Publikum der Seminare hofft, dass die Gespräche und Diskussionen, trotz deutschem Thema, zum Teil auch in Englisch gehalten werden.

Weder die ersten Namen von Autoren noch die teilnehmenden Verlage werden von den Veranstaltern bisher genannt, was mit Sicherheit auch daran liegt, dass deutsche Verfasser weitaus weniger öffentliche Arbeit leisten als schwedische Autoren und manche von ihnen geradezu „unsichtbar“ bleiben wollen und nur mit ihren geschriebenen Worten ihr Publikum erreichen wollen.

Herbert Kårlin

Sonntag, 26. September 2010

Die Hummersaison beginnt in Göteborg

Auf der Speisekarte jedes Fischrestaurants und jedes Restaurants mit traditioneller westschwedischer Küche in Göteborg findet man Hummer, zumindest ab Oktober, wenn die Saison für Hummerfischer beginnt. Nach den Göteborger Köchen ist bei den Kunden der Preis für Hummer Nebensache. Was zählt ist der Geschmack und der Einfallsreichtum der Köche. Für den Göteborger Sternkoch Leif Mannerström ist der Hummer das edelste Schaltier der Westküste.

Am Montag, den 27. September, morgens um sieben Uhr, wird das Startzeichen gegeben und eine unbekannte Menge an Hummern werden bis zur Walpurgisnacht entlang der schwedischen Westküste an Land gezogen. Der Auktionspreis für ein Kilo Hummer wird in der ersten Woche kaum unter 1000 Kronen liegen und der Fang wird jeweils bereits nach wenigen Minuten verkauft sein.

Jedes Jahr werden an der Westküste mindestens 100 Tonnen Hummer an Land gezogen, aber die genaue Menge der Tiere ist unbekannt, da Freizeitfischer ihren Fang nicht registrieren lassen müssen, aber rund 80% des Fangs ihnen zuzuschreiben ist. Nach einer Untersuchung vom Jahr 2007 gab es an der Westküste etwa 9000 Hummerfischer, wobei 98% unter ihnen Freizeitfischer waren. Die hohe Nachfrage nach Hummer führte dazu, dass der Hummerbestand entlang der Westküste seit 1990 permanent rückläufig ist.

Am Morgen des 28. September wurde in der Göteborger Fischauktion der erste Hummer des Jahres zu einem Kilopreis von 7300 Kronen verkauft, was einen absoluten Rekord darstellt. Der Käufer kam aus Stockholm.

Herbert Kårlin

Samstag, 25. September 2010

Kampf gegen Schwarztaxis in Göteborg

Nachdem regelmäßig Anzeigen wegen unterschiedlichster Delikte gegen Schwarztaxi-Fahrer bei der Polizei eingehen und die offiziellen Taxigesellschaften auf Grund dieser illegalen Aktivität erhebliche Einbußen verzeichnet, startet nun an der Avenyn in Göteborg ein vierwöchiges Projekt, das als Kampf gegen Schwarztaxis angesehen werden kann.

Natürlich dürfen auch in Zukunft die offiziellen Taxis Göteborgs ihre Kunden nicht bei Valand, dem nächtlichen Drehpunkt der Aktivitäten, erwarten, sondern müssen darauf hoffen, dass die Kunden erst mehrere hundert Meter Fußmarsch nach Heden oder dem Storan auf sich nehmen, aber die Zusammenarbeit zwischen Polizei, Betreibern der Nightclubs, den Taxigesellschaften und den Parkwächtern Göteborgs soll Schwarztaxis auf dieser Strecke ein Ende bereiten.

Zum einen wollen die Nightclubbesitzer, Taxichauffeure und Polizei vier Wochen lang eine Aufklärungsarbeit leisten, die über die Gefahren einer Schwarztaxifahrt informieren und den Besuchern einer der Vergnügungseinrichtungen den nächsten Weg zu einem offiziellen Taxihalteplatz zeigen, zum anderen sollen Parkwächter und Polizei gezielt Jagd auf meist illegal parkende Schwarztaxis zu machen. Nach vier Wochen soll sich zeigen, ob die Besucher von Nightclubs eher die Sicherheit mit einem bis zu 500 Meter langen Fußweg oder das Risiko mit einem Taxi um die Ecke bevorzugen.

Herbert Kårlin

Freitag, 24. September 2010

Internationale Orchideen-Ausstellung in Göteborg

Vom 24. bis zum 26. September 2010 findet die Zweite Internationale Orchideenausstellung in der Pjäshallen in Kviberg, Göteborg, statt, die bereits nach der ersten Ausstellung im Jahre 2008 als das bedeutendste Ereignis für Orchideenfreunde Skandinaviens bekannt wurde. Aussteller und Orchideensammler aus ganz Europa treffen sich während des kommenden Wochenendes um ihre Erfahrungen auszutauschen und ihre Schützlinge einem breiten Publikum zu zeigen.

Zwischen 10 und 18 Uhr kann man in der früheren Lagerhalle für Kanonen im Göteborger Kviberg Orchideen aus der ganzen Welt entdecken. Auch wenn die 15 Aussteller nicht alle 30.000 Orchideenarten zeigen können, so findet man dennoch zahlreiche Arten, die man nicht in der Sammlung des Botanischen Gartens in Göteborg und noch weniger bei Blumenzentren finden kann.

Die Internationale Orchideen-Ausstellung in Göteborg ist jedoch nicht nur eine Ausstellung bei der man spektakuläre Blumen entdecken kann, sondern einige der Arten, die man üblicherweise nicht im Handel findet, werden auch zum Verkauf angeboten. Eine internationale Fachjury bewertet die schönsten Orchideen an den Ständen um einigen Sammlern zu einem der begehrten Preise zu verhelfen.

Herbert Kårlin