Donnerstag, 14. April 2011

Göteborg-Witze im Stadtmuseum

Göteborg-Witze sind in ganz Schweden ein Begriff, auch wenn man sie nicht immer mag oder sie manchmal auch nicht versteht, wenn man den Humor Göteborgs nicht kennt. Kal, Ada, Beda und Osborn haben jedoch viel dazu beitragen, dass Humor und Göteborg als ein gemeinsamer Begriff betrachtet werden.

Den kommenden Samstag hat das Göteborger Stadtmuseum nun dem Göteborger Humor und den Göteborger Witzen gewidmet, indem Sture Hegerfors einen Vortrag über den typischen Humor der Stadt hält und der Autor Ulf Benkel dem Publikum erklärt wie ein Witz aufgebaut wird, damit er auch Erfolg hat.

Am Nachmittag können sich dann alle Besucher des Museums an einem Witz-Wettbewerb beteiligen. Jeder, der sich inspiriert fühlt, kann auf einem Post-it sein eigenes Werk verfassen und dann am Pinnboard anbringen. Am Ende der Veranstaltung wird dann das beste Werk gewählt und gekürt.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 13. April 2011

Weniger Schulbrände in Göteborg

Während der letzten vier Jahre haben sich die Schulbrände in Göteborg nahezu halbiert. Im Jahre 2010 verzeichnete man nur noch 70 Brände statt 135, die noch vor vier Jahren bekämpft werden mussten.

Feuerwehr und Schulamt nehmen an, dass dieser Rückgang zum einen auf einer intensiven Aufklärungsarbeit der letzten Jahre beruht, zum anderen aber auch, dass die Verantwortlichen in den Schulen mögliche Brandherde wie Toiletten besser überwachen und regelmäßig kontrollieren, ob auch Feuerlöscher an den vorgegebenen Plätzen vorhanden sind.

Die Statistik beruht auf allen Bränden, die in Schulen ausbrechen, auch in Papierkörben und Toiletten. Allerdings ist die Anzahl an absichtlichen und unabsichtlichen Brandstiftungen auch von der Schule und dem Stadtteil abhängig. Diese Verteilung der Brandstiftungen ist prozentual nach wie vor nahezu unverändert.

Herbert Kårlin

Dienstag, 12. April 2011

Die Götheborg segelt weitere zwei Jahre

Die Stadt Göteborg kam zum Ergebnis, dass der Ostindiensegler Götheborg die Aktivitäten der nächsten zwei Jahre selbst finanzieren kann, da die Reise im nächsten Jahr zur Olympiade in London und jene, die 2013 in die USA führt gewinnträchtig sein werden und daher keine Unterstützung benötigen.

Da die Stiftung SOIC jedoch eine andere Einschätzung hat und die Zukunft der Götheborg nicht in Frage gestellt werden soll, hat sich die Stadt entschlossen der Stiftung SOIC eine Garantie von 20 Millionen Kronen zu bieten und der Stiftung einen zinsfreien Kredit in gleicher Höhe anzubieten.

Dieses Jahr wird die Götheborg erneut am Stenpiren anlegen, damit die Besucher Göteborgs das Schiff, das ein lebendes Museum darstellt, besichtigen können und bei der Führung alle Fragen zur Geschichte des Bootes und die frühere Ostindien Kompanie stellen dürfen.

Herbert Kårlin

Montag, 11. April 2011

Rechte Demonstration in Göteborg

Bei der gestrigen, genehmigten Demonstration des Jugendverbands der extrem rechten Gruppierung Sverigedemokraterna entlang der Avenyn in Göteborg wurden die rund 100 Demonstranten von der fünffachen Anzahl an Gegendemonstranten auf den Bürgersteigen begleitet, die an einer Stelle auch mit einem Sitzstreik die Demonstration aufhalten wollten, der von der Polizei aufgelöst wurde.

Die Polizei spricht von einigen aggressiven Elementen unter den Gegendemonstranten, die mit Eiern und Tomaten auf die Demonstranten der Sverigedemokraterna warfen, während der Jugendverband auch von Flaschen und Steinen spricht. Während der Demonstration gab es jedoch keine persönlichen Übergriffe und keine Verletzten.

Die Gegendemonstranten sprechen von einer aggressiven Einstellung und Übergriffen von Seiten der Polizei, die in ihren Augen, die extrem rechten Gruppen Göteborgs schützt. Die absolute Mehrheit der Gegendemonstranten distanzieren sich von den Eier- und Tomatenwerfern und sagen, dass sie lediglich mit Buhrufen neonazistische Parolen der Demonstranten übertönen wollten.

Herbert Kårlin

Sonntag, 10. April 2011

Kleidungstauschtag in Göteborg

Gestern wurden auf Initiative des schwedischen Naturschutzbundes in 40 Städten Schwedens eine Kleidungstauschtag veranstaltet, an dem Göteborg, wo Kleidungstausch bereits eine gewisse Tradition hat, ebenfalls teilnahm, wenn auch die Information über diese Aktion etwas zu wünschen übrig ließ.

Dennoch kamen zum Lagerhaus am Järntorget zwischen 500 und 600 Personen, die fünf ihrer Kleidungsstücke gegen fünf andere austauschen wollten. Zeitweise entwickelte sich eine lange Schlange bereits vor dem Eingang des Lagerhauses, was den Erfolg solcher Aktionen in Göteborg beweist.

Nach dem Naturschutzbund kann Kleidungstausch statt Kleidungskauf ein bedeutender Beitrag im Umweltschutz sein, denn um ein Kilo Kleidung herzustellen spart man 8000 Liter Wasser, drei Kilo Chemikalien und sämtliche Energie, die zur Produktion und dem Transport von Kleidungsstücken nötig sind.

Herbert Kårlin

Samstag, 9. April 2011

Abfall auf Göteborgs Strassen

Der Beginn des Frühlings und die Öffnung der Terrassen bringt in Göteborg jedes Jahr eine Rekordmenge an Abfall, der achtlos auf die Straßen und Bürgersteige geworfen wird statt in Papierkörbe oder andere Vorrichtungen. Dies ist der Grund, warum Göteborg dieses Jahr versucht die Bewohner der Stadt auf besondere Weise zu sensibilisieren.

Während fünf Tagen fährt die Stadtreinigung nicht mehr, wie sonst üblich, in den frühen Morgenstunden über die Bürgersteige an der Paradestraße Avenyn, sondern leert nur noch die Papierkörbe. Zigarettenkippen, Papier, Eisbecher und anderer Abfall, der achtlos auf die Wege geworfen wird, bleibt in dieser Zeit liegen.

Die Göteborger Stadtverwaltung hofft mit dieser Maßnahme den Bewohnern der Stadt klar zu machen, wie viel Abfall unnötigerweise auf dem Boden landet und wie teuer die regelmäßige Reinigung den Steuerzahler kommt. Hauptproblem der Aktion sind jedoch die Demonstrationen, die dieses Wochenende am Götaplatsen statt finden und zusätzlichen Abfall hinterlassen.

Herbert Kårlin

Freitag, 8. April 2011

Romadagen wird in Göteborg gefeiert

Nachdem noch vor einem Jahr Roma-Bettler zwangsweise aus Göteborg ausgewiesen und in die Heimatländer zurücktransportiert wurden, wird nun am 8. April, dem 40. Internationalen Romadagen (Internationaler Roma-Tag), an der Lejontrappan am Brunnsparken die Flagge der Roma gehisst.


Nach Andréa Selvén arbeitet Göteborg intensiv für alle Menschenrechte und will mit dem Hissen der Flagge um zwölf Uhr, mit einer Rede und traditionellem Gesang auf die Minorität der Roma, ihre Rechte und Probleme aufmerksam machen. Nach Aussagen der Stadt soll sich das Feiern des Romadagen zu einer jährlichen Tradition in Göteborg verwandeln.

Die Feierlichkeit soll mit der sogenannten Feuerzeremonie abschließen, die ihren Ursprung in Indien hat. Soraya Post, die zweite Sprecherin des Vereins European Roma und Bagir Kwiek, der Vorsitzende des Vereins für die kulturelle Entwicklung der Roma, werden ein Tablett mit einer brennenden Kerze und Blumen auf dem Kanal an der Lejontrappan zum freien Meer schwimmen lassen.

Herbert Kårlin