Mittwoch, 31. August 2011

Västtrafik will eigene Kontrollen einführen

Nachdem bei den diesjährigen Kontrollen der Busse, die im Västra Götaland für Västtrafik unterwegs sind, rund 90 Prozent der Fahrzeuge Fehler aufwiesen, die die Sicherheit der Passagiere gefährden, will nun Västtrafik eigene Kontrollen einführen, die dazu führen sollen, dass die bei ihnen unter Vertrag stehenden Unternehmen ihre Busse korrekt und regelmäßig warten.

Bei Kontrollen der Verkehrspolizei vom 17. bis zum 19. August wiesen 26 von 31 Bussen insgesamt 145 teils bedeutende Probleme auf. Den Rekord führten zwei Busse des neu gegründeten Unternehmens Terminal G in Göteborg, da einer der Busse der Gesellschaft 18 und der andere 17 Mängel aufwies. In sehr vielen Fällen handelte es sich um Bremsprobleme, die Hydraulik, Öldichtungen und Beleuchtungsprobleme.

Bereits in naher Zukunft will nun Västtrafik eigene Kontrolleure beschäftigen, die permanent Stichproben bei Linienbussen unternehmen, sowohl angemeldete als auch unangemeldete, damit die Sicherheit der Fahrgäste wieder gewährleistet ist. Gegenwärtig haben über die Hälfte der Passagiere von Västtrafik kein Vertrauen in die Sicherheit der Busse und die Busunternehmen.

Herbert Kårlin

Dienstag, 30. August 2011

Göteborger Umweltpreis geht an Kofi Annan

Gestern wurden die Preisträger des diesjährigen Göteborger Umweltpreises bekannt gegeben, wobei der Preis erneut geteilt wurde und zum einen an Kofi Annan für seine Leistungen im Kampf gegen den Hunger in Afrika geht und zum anderen an das Tigray-Projekt in Äthiopien, das die Landwirtschaft im Land revolutionierte. Sowohl Kofi Annnan als auch die Vertreter des Tigray-Projektes werden den Preis in einer Gesamthöhe von einer Million Kronen Ende des Jahres persönlich in Göteborg in Empfang nehmen.

Die Kosten für den Göteborger Umweltpreis in einer Gesamthöhe von rund zwei Millionen Kronen werden zwischen der Stadt und einer Anzahl von Sponsoren geteilt, was regelmäßig die Frage aufwirft, ob die hohen Ausgaben der Stadt für einen Umweltpreis auch sinnvoll sind oder ob man mit dieser Summe nicht Leistungen finanzieren sollte, die der Bevölkerung der Stadt zu Gute kommen, da in allen Sparten, vor allem bei Erziehung, Altersversorge und Gesundheit immer mehr eingespart wird.

Die Stadtverwaltung Göteborg will mit der Vergabe des Umweltpreises jedoch nicht nur die hohen Leistungen der Gewinner belohnen, sondern gleichzeitig ihr Warenzeichen als Stadt vermarkten, die sich für umweltfreundliche Lösungen einsetzt und als Vorbild für andere europäische Städte dienen soll. Dies ist auch der Grund, warum der Umweltpreis in entsprechendem Niveau vergeben werden muss.

Herbert Kårlin

Montag, 29. August 2011

Göteborg blickt auf Abfall aus Italien

Das Göteborger Unternehmen Stena Recycling AB, ein Unternehmen, das sich auf die Aufbereitung von Abfall und die Wiederverwertung von Müll spezialisiert hat, ist nun am Müll aus Neapel interessiert, der dort in und um die Stadt bergeweise zur Verfügung steht und die italienischen Kapazitäten weit übersteigt, während schwedischen Müllverbrennungsanlagen bei weitem nicht ausgelastet sind.

Nach Stena Recycling soll der Müll aus Neapel importiert und auf die verschiedenen schwedischen Anlagen für Müllverbrennung verteilt werden, die Energie beim Verbrennungsprozess gewinnen und diese wieder in den Kreislauf zurückführen. Auch wenn der Verbrennungsprozess in Schweden als umweltfreundlich betrachtet werden kann, so ist eine weitere Frage inwieweit beim Transport CO2 oder andere schädliche Stoffe in die Atmosphäre verbreitet werden.

Da mittlerweile jedoch ein harter Markt innerhalb der Müllverwertung entbrannt ist, muss Stena Recycling nun in Neapel ein Angebot unterbreiten und für die Tonne Müll ein Angebot machen, das erheblich über dem schwedischen Marktpreis von 400 Kronen pro Tonne Müll liegt. Sollte Neapel das schwedische Angebot akzeptieren, so erfolgt erst eine Probesendung an Müll, da im Abfall weder Metall noch Essensreste enthalten sein dürfen, sondern dieser ausschließlich aus brennbaren Stoffen wie Papier, Holz oder Plastik bestehen muss.

Herbert Kårlin

Sonntag, 28. August 2011

Weniger ausländische Studenten bei Chalmers

Nachdem der schwedische Staat für dieses Jahr eine Studiengebühr für nichteuropäische Studenten an allen Hochschulen des Landes einführte, ging die Anzahl an ausländischen Studenten an der Technischen Hochschule Chalmers in Göteborg erheblich zurück. Am kommenden Montag beginnen gerade einem 135 Studenten, die die Jahresgebühr von 150.000 Kronen bezahlen konnten.

Allerdings ist auch diese Anzahl noch verfälscht, da rund die Hälfte unter ihnen ein Stipendium erhielten und daher entweder ganz von den Studiengebühren befreit wurden oder nur einen geringen Anteil selbst zahlen müssen. Die Anzahl der nichteuropäischen Studenten erreicht daher nur noch rund 25 Prozent der Vorjahre und verändert das Studentenbild der Hochschule bedeutend, auch wenn alle Studienplätze vergeben werden konnten.

Von den staatlichen Maßnahmen, die von Chalmers extrem kritisch aufgenommen wurden, sind insbesondere Studenten aus Pakistan, Indien, Iran, Bangladesh, Nigeria und China betroffen. Bei der Entscheidung eine Studiengebühr an schwedischen Hochschulen einzuführen, nannte die Regierung vor allem die hohen Kosten für den Steuerzahler, die bisher die Studien nichteuropäischer Studenten finanzieren mussten ohne dass der Staat nach Studienende diese Summen wieder an Steuern einnehmen kann.

Herbert Kårlin

Samstag, 27. August 2011

Weitere Betrügereien in Göteborg aufgedeckt

Bestechung und Betrug scheinen bei Göteborger Stadtunternehmen an der Tagesordnung zu sein, da Kontrollen fehlen und die gleichen Personen in zahlreichen Vorständen sitzen ohne die nötige Fachkenntnisse zu besitzen. Nicht nur, dass beim Bauunternehmer Stefan Allbäck, der als erster ins Visier der Staatsanwaltschaft geriet, weitere betrügerische Fälle auftauchen, sondern nahezu jede Woche kommen neue Fälle zu den bisherigen hinzu.

Heute wurden zwei ehemaligen Direktoren der städtischen Spårvägar und ein Bauunternehmer wegen Betrugs festgenommen, da sie gefälschte Rechnungen in Millionenhöhe ausstellten um Arbeiten an eigenen privaten Gebäuden vornehmen zu lassen. Die Rechnungen wurden, wie in Göteborg nahezu üblich, ungeprüft bezahlt und gehen auf Kosten des Steuerzahlers.

Einer der festgenommenen Direktoren hatte sich auf falsche Rechnungen eine Summe von 1,2 Millionen Kronen erschlichen und sein Stellvertreter ließ sich vom Steuerzahler Fenster für 400.000 Kronen finanzieren. Seit einem Jahr verspricht die sozialistische Regierung Göteborgs unter Annelie Hulthén endlich Ordnung in die städtischen Unternehmen zu bringen, was durch die unzähligen Verflechtungen jedoch ein Ding der Unmöglichkeit scheint.

Herbert Kårlin

Freitag, 26. August 2011

Göteborger Schule macht Lehrer krank

Ein Gymnasium mit 275 Schülern im Göteborger Stadtteil Lindholmen wurde vom Gesundheitsamt geschlossen, weil die Angestellten und Schüler durch den Aufenthalt im Schulgebäude erkranken. Die üblichsten Symptome sind Hustenreiz, Schweißausbrüche, Atemprobleme und starke Kopfschmerzen, weshalb bereits im vorigen Jahr, nachdem die Schule dort eingezogen war, die Krankmeldungen von Angestellten und Schülern weit über dem Durchschnitt lag.

Auf Grund der Probleme wurde dieses Jahr die Schule vollständig saniert und auch die gesamte Belüftungsanlage und die Fenster ausgetauscht, damit diesen Herbst ein unbeschwerter Schulbesuch gewährleistet werden sollte. Da die Probleme erneut und in voller Stärke wieder auftauchten, blieb dem Gesundheitsamt keine andere Wahl mehr als die Schule zu schließen.

Auch die neuen Untersuchungen im Gebäude brachten bisher keine Resultate, so dass weiterhin nach der Ursache der Erkrankungen gesucht werden muss. Die 275 Schüler des Gymnasiums haben nun, bereits zum Schulbeginn, jedoch keine Schule mehr und warten darauf, dass die Schulverwaltung oder die Stadt ihnen ein neues Gebäude findet, damit der Unterricht wieder aufgenommen werden kann.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 25. August 2011

Fahrräder für Göteborgs Angestellte

Mehrere Anläufe sollten bereits die Angestellten der Stadt Göteborg dazu bringen, dass sie statt mit dem Auto mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen und damit ein Vorbild für die anderen Bürger werden. Obwohl bisher kaum Interesse von Seiten der Angestellten besteht, hat der Stadtrat nun beschlossen seinen 48.000 Angestellten ab nächstem Jahr einen Zuschuss in Höhe von 1500 Kronen beim Kauf eines Fahrrads zu bieten, ohne hinterher zu kontrollieren zu welchen Zwecken das Fahrrad auch verwendet wird.

Die rot-grüne Regierung der Stadt setzt seit Jahren auf Fahrräder, obwohl die Statistiken des letzten Jahres belegen, dass die Maßnahmen in Göteborg eher einen entgegengesetzten Effekt zeigen, da voriges Jahr die Anwendung von Fahrräder in Göteborg rückläufig war. Da Göteborg den Fahrradkäufern auch garantiert, die Wartung der Fahrräder zu bezahlen, so liegen die Kosten, bei Erfolg der Aktion, jährlich bei etwa fünf Millionen Kronen, die selbstverständlich die Steuerzahler aufbringen müssen, ohne davon den geringsten Nutzen zu haben.

Die Aktion, die bei manchem wohl zum Kauf eines Familienfahrrads führt, das legal zweckentfremdet werden kann, zeigt jedoch auch, dass die Mietfahrräder Styr & Ställ selbst bei städtischen Angestellten kaum den erwünschten Erfolg zeigen, obwohl die Jahreskarte hier nur 250 Kronen kostet, also selbst billiger ist als die jährliche Wartung der städtisch teilfinanzierten Fahrräder.

Herbert Kårlin